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    Was macht eigentlich Philipp?

    Philipp arbeitet in unserer Bergsport-Abteilung. Die alpinen Disziplinen sind sein Zuhause. Kein Wunder also, dass er auf den Plakaten unserer diesjährigen Mitarbeiter-Kampagne mit von der Partie war. Ihr habt Ihn sicher schon irgendwo gesehen, in München und Umgebung. Da hängt er gleich mehrfach im herrlich schuppigen, griffigen Granit. Wer Philipp ist, könnt Ihr hier im Interview lesen.

    Wir sehen dich auf dem Plakat beim Klettern? Was verbindest du mit diesem Sport?

    Mit Klettern verbinde ich vielerlei. Die ersten Studienjahre, Auszug von daheim, all dies fiel zeitgleich in meine ersten Kletterjahre. Dadurch verbinde ich Klettern, gerade das Klettern draußen am Fels, mit Freiheit, Selbstbestimmtheit und auch Verantwortung gegenüber dem eigenen Handeln. Zum anderen gehört für mich auch eine große Portion Naturerfahrung und manchmal auch Grenzerfahrung dazu. Nun, da ich bereits fast 2 Jahrzehnte diesen wunderbaren Sport betreibe, kommen natürlich weitere Facetten hinzu. Die Möglichkeit für einen Moment mal völlig im eigenen Tun abzutauchen und den Alltag im Moment "des Schlüsselzuges" vollkommen zu vergessen.

    Wann hast du mit dem Klettern begonnen und wie bist du dazu gekommen?

    Ich habe im April 2001 in meinem ersten Studien Semester begonnen zu klettern. Die Motivation dazu kam von meiner damaligen Partnerin, die ich erst einen Monat zuvor kennengelernt hatte und die selbst bereits eine begeisterte Kletterin war.

    Erzähle uns von deiner spannendsten Route.

    Eine der spannendsten Route war eine 250m hohe Eisflanke im Jontunheimen National Park in Nordschweden. Es war im Februar 2013 wo ich mit meinem damaligen Kletterpartner Christian zum ersten Mal zum Eisklettern nach Schweden fuhr. Die Landschaft dort ist einfach noch weiter, als bei un in den Alpen und das Gefühl komplett auf sich gestellt zu sein,um ein vielfaches größer. Es war ein sehr kalter Winter. Wir hatten eine Außentemparatur  bei ca. minus 18 Grad, fast zu kalt zum Eisklettern, doch das erfuhren wir erst, als wir bei der Route ankamen.

    Zuvor mussten wir einen zugefrorenen See mit Schneeschuhen überqueren, um zum Einstieg der Route zu gelangen, was bereits 1,5std in Anspruch nahmen. Kurz nach dem Einstieg in die Route wurde uns schnell klar, dass die Bedingungen nicht ideal sind. Das Eis war so hart und spröde, so dass es zu einem echten Kraftakt wurde, jedes Mal aufs neue die Pickel ins Eis zu bekommen oder auch mal eine Eisschraube zur Sicherung zu setzen.

    Als dann im Mittelteil, genau zwischen mir und meinem Kletterpartner eine ca. 2 qm große Eisscholle ausbrach, war uns klar, dass wir sehr großes Glück hatten, in diesem Teil des Eises keine Sicherung gesetzt zu haben. Dieses Stück Eis hätte uns unweigerlich mit nach unten gerissen. Nach gut vier Stunden kamen wir am Ausstieg der Route an und mussten uns noch durch meterhohen Schnee wühlen bis wir endlich wieder festes Eis unter den Füßen hatten.

    Alles in allem ein echtes Abenteuer halt.

    Philipps Kampagnenmotiv. Habt Ihr es in der Stadt schon entdeckt?

    Welche Routen kannst du in der Nähe von München empfehlen?

    Seit ich im Februar 2018 Vater geworden bin, sind lange und vor allem kalte Kletterein nicht so gut möglich. Seitdem habe ich zusammen mit meiner Frau das Altmühltal bei Dollnstein als Klettergebiet für uns wieder entdeckt. Da wir bewusst auf ein Auto verzichten, ist die Anfahrt ins Altmühltal auch mit den Öffentlichen  sehr unkompliziert und dauert auch nicht viel länger als eine Autofahrt. Hier findet man eine gute Mischung aus steiler bis leicht überhängender Kletterei. Der Kalkfels ist meist recht solide, hat aber auch ein paar lose Stellen. Die Absicherung ist nicht übertrieben, so das man auch eine gute Portion mentale Stärke mitbringen muss, um dort entspannt vorzusteigen.

    >> zur Felsinfo

    Wo kletterst du in München?

    In München trifft man mich entweder in der Boulderwelt West, dem DAV Kletterzentrum Gilching oder in Thalkirchen an.

    Welches Equipment darf beim Klettern auf keinen Fall fehlen?

    Habe meist immer 2 Paar Schuhe bei mir, wenn ich raus zum Klettern fahre. Der eine Schuh ist etwas bequemer und nicht allzu aggressiv und der andere eher das Gegenteil. Es hat den Vorteil, dass man je nach Tagesverfassung bzw. Schmerzempfindlichkeit der Füße auch am Fels noch die Wahl hat, wie sehr man "heute" leiden möchte...

    Was empfiehlst du Personen, die mit dem Klettern beginnen? 

    Kauft Euch keine zu kleinen Schuhe! Gerade am Anfang müssen sich die Bänder und Sehnen auf die Belastung des Kletterns anpassen. Da muss man die Füßen nicht noch unnötig in viel zu kleine Schuhe stecken. Gleiches gilt auch für die Hände und Arme. Am Anfang neigt man schnell dazu, sich zu überlasten. Just take it easy and enjoy!

    Erzähle uns von dem Fotoshooting, bei dem dein Foto entstanden ist? Was ist dir besonders in Erinnerung? Wo wurde das Foto aufgenommen?

    Das Kletterfoto ist im Zillertal in den "Ewigen Jagdgründen" entstanden. Da Klaus Fengler, unser Fotograf ein ganz besonderes Licht haben wollte, war das Shooting recht früh geplant. Dazu musste ich bereits abends nach der Arbeit ins Zillertal fahren und habe dort in der Nähe der Felsen mit Schlafsack und Biwaksack die Nacht verbracht. Als es dann morgens losging, war ich fast noch etwas verschlafen, was man mir zum Glück kaum ansieht...   

    Danke Philipp, wir wünschen Dir weiterhin viel Spaß in Fels und Eis!

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    Das Sporthaus Schuster ist ein echtes Münchner Original. Fest verwurzelt am Marienplatz in München und in der alpinen Tradition. Es steht für Leidenschaft, Bergsportkompetenz und Menschen, die sich mit dem Familienunternehmen identifizieren. Kurz: für das Schuster-Wir-Gefühl seit 1913.