5 Skitouren für alle Fälle

    Neuer Schnee in den Bergen, frostige Temperaturen für feinste Konsistenz. Eigentlich wäre das ein perfekter Skitourenwinter. In diesem Jahr ist allerdings alles etwas anders als sonst. Obwohl… auch wenn die Berge unserer alpinen Nachbarn heuer unerreichbar scheinen, die heimischen Alpengipfel bieten doch so viel. Wir haben 5 vielversprechende Touren im mäßigen Schwierigkeitsgrad für Euch herausgesucht!

    Große, herausfordernde Touren finden sich von Berchtesgaden bis Oberstdorf, aber wo starten die vielen Neueinsteiger? All jene, die einfach einen schönen, abgeschiedenen Outdoor-Ausgleich zum eingeschränkten Leben suchen? Nun, da gibt es durchaus vielversprechende Möglichkeiten.

    Kranzberg

    Das Skitourengehen ist für Euch ziemliches Neuland? Dann auf zum Kranzberg bei Mittenwald. Hier gibt’s die ideale Einstiegsroute, auf der man „learning by doing“ auch noch einiges über das Thema Skitour lernen kann, ohne sich zu überanstrengen. Ca. 3,5 km Aufstieg und 450 hm sind doch recht gut zu bewältigen. Die K2-Kranzbergroute ist bestens ausgeschildert und führt von der Talstation des Kranzberg-Sesselliftes über Wald- und Wiesenhänge in das Skigebiet, dann kurz recht steil zur Korbinianhütte und weiter zur Bergstation des Lifts. Von dort aus steigt die Tour weiter an, durch schönen Wald, bis hinauf zum Gipfel des 1.391 Meter hohen Kranzbergs.

    Die Kranzbergroute ist aber nicht „nur“ eine Skitour, sondern gleichzeitig ein Lehrpfad. Mehrere Hinweistafeln geben wertvolle Ratschläge zu Spitzkehren oder dem richtigen Verhalten am winterlichen Berg. So trifft Theorie auf Praxis und kann nach dem Lesen direkt im Gelände umgesetzt werden.

    Traum-Schnee am Kranzberg.

    Kreuzeckhaus (Pistentour)

    Die Pistentour zum 1651m hohen Kreuzeckhaus ist eine beliebte Trainingsrunde und auch ungefährliche Einstiegstour. Mit ca. 900Hm erfordert sie aber doch schon etwas mehr Kondition. Die große Bergeinsamkeit braucht man zwar nicht zu erwarten, dafür aber eine grandiose Kulisse im Schatten der Alpspitze. Der Aufstieg ist gefahrlos, abgefahren wird über die Skipisten. Ideal für alle, die noch etwas Routine auf den Skiern benötigen, bei nicht ganz optimalen Wetterverhältnissen unterwegs sind, oder sich einfach draußen fit halten wollen.

    Ihr startet am Olympia-Eissport-Zentrum und geht in Richtung der Talstation Hausbergbahn. Dort geht es am Pistenrand der Hornabfahrt bergauf. Nach einem Steilstück führt die Route weiter nach rechts zur Tonihütte. Dort geht es vorbei, den Schildern nach in Richtung Talstation Trögllift. Dort folgt Ihr der Aufstiegsspur und gelangt schließlich durch einen Tunnel auf die andere Seite des Tröglhangs. Über den Unteren Skiweg gelangt Ihr schließlich aufs Kreuzeck.

    Von der Hütte könnt Ihr entweder einfach oder steil über die Pisten zurück zur Talstation abfahren.

    Simetsberg

    So, jetzt aber zu einer „richtigen“ Skitour. Über 1.000Hm sind auf den Simetsberg am Walchensee zu bewältigen. Durch den nicht zu steilen Gipfelhang ist die Lawinengefahr hier meist gering, dennoch ist etwas Vorsicht geboten. Der lange Anstieg führt ansonsten recht viel über Forstwege. Den Hatscher ist es aber allemal wert, der Blick über den winterlichen Walchensee und ins Karwendel ist einfach herrlich, der südseitige Gipfelhang verspricht viel Sonne.

    Die Tour startet am großen Parkplatz bei Obernach, wo auch die ausgeschilderte Route zum Simetsberg beginnt. Recht schnell erreicht man eine erste Abzweigung und folgt ihr nach rechts. Dann recht lange immer den Schildern nach auf der Forststraße bergauf, bis zu einer Abzweigung, an der ein kleines Schild Richtung Simetsberg weist. Nun geht es durch den Wald nach oben, bis zu einer steilen, breiten Waldschneise. Oberhalb dieser passiert man eine Diensthütte. Hier öffnet sich der Wald, das Gelände ist frei und es bietet sich eine großartige Aussicht. Weiter geht’s von hier in Richtung Rücken und über den Südhang auf den Gipfel.

    Nach einer ausgiebigen Pause führt der Aufstiegsweg Euch wieder ins Tal.

    Immer Richtung Walchensee.

    Brauneck

    Böse Zungen bezeichnen das Brauneck ja als „Münchner Hausberg“. Der 1.555m hohe Gipfel bei Lenggries ist einfach einer der beliebtesten Ausflugsberge der Münchner. Im Sommer zum Wandern, im Winter zum Skifahren, das Brauneck ist ganzjährig bestens besucht. Das zeigt auch der riesige Parkplatz. Auch die vergleichsweise einfache Skitour mit gut zu bewältigenden 850Hm ist kein Geheimtipp. Aus gutem Grund. Die schnelle Erreichbarkeit und die Abfahrt über die Pisten ist für Einsteiger machbar und das Karwendelpanorama am Gipfel lohnt den Aufstieg.

    Die Route folgt erst parallel dem Draxllift, dann leiten die Schilder nach links in den Wald. Hier geht’s erst mal in Serpentinen zügig bergauf, links an einer kleinen Hütte vorbei weiter Richtung Piste. An dieser kurz entlang, dann links in den Wald. Wenn es flacher wird führt die Spur links durch einen Zaun, von hier aus geht es weiter bis zur Bergstation des Flori-Lift I.

    Von hier ab folgt Ihr den Schildern zum Brauneck Gipfelhaus, passiert den Flori-Lift II und dahinter geht’s auf einem Pfad bergauf bis zur Piste. Nun einfach dem Ziehweg nach, zur Bergstation und weiter zum Gipfel.

    Zurück fahrt Ihr über die Pisten ab bis zum Parkplatz.

    Wank

    Nähe Garmisch, genauer bei Farchant steht der Wank bei gemäßigten Tourengehern hoch im Kurs. Ein schöner Aussichtsberg mit geringem Lawinenrisiko. Aufstiege im unteren Teil erst über gut begehbare Forstwege, dann durch ein altes, stillgelegtes Skigebiet. Oben schön abwechslungsreich. Eine Tour mit 980Hm für alle, die auf einer Tour mit überwältigendem Panorama so richtig Natur auftanken wollen.

    Vom Parkplatz am Hochseilgarten nahe der Wankbahn folgt ihr zuerst der Forststraße Richtung Esterbergalm. Weiter geht‘s an der Bergflanke, dann über Kehren zum Frauenmahdsattel. Hier folgt Ihr der Forststraße weiter zur Esterbergalm und ignoriert die Abzweigung zum Wank. An der Alm geht Ihr rechts durch das Tal bis zur ehemaligen Skipiste, über diese geht’s bergauf bis zum Kamm. Diesem folgt Ihr rechts und gelangt über einen Ziehweg zum Gipfel.

    Über den Aufstiegsweg fahrt Ihr ab, zurück zum Parkplatz.

    Lust bekommen? Dann genießt die Skitourenzeit in den heimischen Bergen. Aber nicht vergessen: Sicherheit geht vor, viele Pisten sind aufgrund der aktuellen Situation nicht präpariert, daher eventuell ebenfalls Lawinengefährdet. Also geht keine Tour ohne Sicherheitsausrüstung. Viel Spaß und passt auf Euch auf!

    Ihr braucht noch etwas? Alles zum Thema Skitouren findet Ihr hier:

    >> Skitourenausrüstung

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