Abenteuer Kapstadt

Unsere Mitarbeiterin Michaela dachte sich, bevor es hier so richtig kalt wird, macht sie es sich noch einmal warm. In Kapstadt, denn da ist gerade wunderbarster Frühsommer. Dort war sie bisserl wandern, bisserl sonnen, bisserl mit den Haien tauchen... wie bitte?

Nach anstrengenden vierzehn Stunden Flug mit Umstieg in Istanbul endlich da!
25° Sonnenschein und in der Ferne der Tafelberg, Hallo Kapstadt! Erstmal auf zur Autovermietung, dann geht das Abenteuer los. Mit im Gepäck habe ich stabile Schuhe und meine Wind und Wetterjacke, die ich noch besonderes schätzen werde! Ob am immer windigen Kap oder im Citytour Bus entlang der Küste. Und nicht zu vergessen, meine beste Freundin Kathi und Doris, deren Idee dieses Abenteuer war.
Erstes Ziel: Simons Town-zu den Pinguinen.
Für die ersten zwei Nächte ist ein Backpacker gebucht, die folgenden acht Nächte sind noch offen.

Fast 3000 afrikanische Brillenpinguine leben am paradiesischen Boulders Beach.
Fast 3000 afrikanische Brillenpinguine leben am paradiesischen Boulders Beach.

Mit dem Mietwagen fuhren wir durch den Mountain National Park, auf zum Kap der guten Hoffnung. Eines der florenreichsten der Welt, auch genannt als Königreich Fynbos. Affen der Familie Chacma baboon kreuzen unseren Weg, auf der anderen Seite ein Strauß. Wir wandern zum südwestlichsten Punkt Afrikas.

Bevor wir den ganzen nächsten Tag im Auto verbringen, erleben wir noch ein weiteres Highlight.
Vor Sonnenuntergang fahren wir eine der spektakulärsten Küstenstraßen der Welt entlang. Der Chapman´s Peak Drive ist auch Teilstrecke des alljährlichen Two Oceans Marathon und der Cape Argus Cycle Tour. Höhepunkt der zahlreichen Parkbuchten ist der Chapmans Point.

Nach anstrengenden sieben Autostunden entlang der Garden Route erreichen wir Wilderness. Unser Halt für die nächsten zwei Nächte.
Entlang des Touw River wandern wir bis zu einem Wasserfall, der zum Baden einlädt.
Den nächsten Tag machen wir uns auf den Weg nach Plettenberg Bay, wo uns die Big Five erwarten. Als die „Big Five“, werden in Afrika jene imposante Wildtierarten bezeichnet, deren sportlich kämpferische Bezwingung die Erfüllung jedes Großwildjägerlebens war und ist.
Durch das 2000 ha große Game Reserve, einem privaten Tierreservat, geht’s mit dem Geländewagen auf die Pirsch zu den Elefanten, Nashörnern, afrikanischer Büffel, Löwen und Leoparden.

Langsam brechen wir wieder Richtung Kapstadt City auf. Nach einer Übernachtung in Knysa geht’s weiter nach Mossel Bay wo wir uns auf ein besonderes Adventure freuen. White Shark Diving&Viewing!
Wir fahren mit einem Boot aufs offene Meer, vorbei an den Robben, bis wir unser Ziel erreicht haben. Heute ist ein bewölkter Tag, es regnet. Die Haie haben einen aktiven Tag. Wir sehen schon von Bord beeindruckende Szenen. Dann geht’s ab zur Käfigtauchtour! Das Herz fängt an zu schlagen, ich blicke dem weißen Hai direkt in die Augen und könnte meine Hand nach ihm ausstrecken! Lieber nicht, uns trennen nur Gitterstäbe voneinander. Sechs dieser atemberaubenden Tiere durften wir beobachten wie sie vor uns nach Essen schnappten und auch einmal an unserem Käfig knabberten.

Einmaliges Erlebnis!
Einmaliges Erlebnis!

Cape Town City:
die letzten zwei Tage erkunden wir Kapstadt City. Zunächst mit dem Sightseeing Bus und dann zu Fuß.
Wir haben Glück und am Nachmittag ziehen die Wolken ab, freie Sicht auf den Tafelberg. Das müssen wir nutzen und machen uns gleich auf den Weg. Das Wahrzeichen Kapstadts zeigt sich von seiner besten Seite.
Nachdem die Geschichte des Tafelbergs lange ein Kommen und Gehen, ein ewiges Auftürmen und Abtragen durch Tektonik und Meeresfluten war, gibt es seit 180 Millionen Jahren nur noch einen bedeutenden Baumeister am Berg: die Erosion. Wind und Wasser nagen unaufhörlich an der Substanz. Am Sandstein, am Granit und an anderen Gesteinen, aus denen sich Kapstadts (1086m) Wahrzeichen zusammensetzt.

Letzter Abend in Afrika wird in der Long Street gefeiert. Kapstadts historische Vergnügungsmeile ist heute Treffpunkt der multikulturellen Szene mit kleinen Cafes, Restaurants, Bars, jungen Modeboutiquen und Galerien.

Mit vielen neuen Eindrücken, Erlebnissen und Souvenirs im Gepäck, fliegen wir wieder ins kalte München zurück!
Gerne möchte ich wieder kommen, mit mehr Zeit und dem Wanderrucksack im Gepäck.

Auf der Packliste sollte nicht fehlen:

Sonnencreme (hoher Schutzfaktor)
Wind und Wetterjacke
Lange Bekleidung ,Funktionsbekleidung
Hüttenschlafsack(wenn einfache Unterkunft, Backpacker)
Reisegeldbeutel (Bauchgurt)
Tagesrucksack
Multifunktions Schuhe



Text und Fotos: Michaela Nagele