Activity Tracker im Sport und Alltag

Wir sprechen hier nicht von Sportuhren mit Höhenmesser und GPS.

Sie erfreuen sich äußerster Beliebtheit, die kleinen, praktischen und ach so alltagstauglichen Activity Tracker. Für ein kleines Nutzer-ABC stand uns Experte und Schuster-Mitarbeiter Dominik Waldleitner Rede und Antwort. Er sagt uns, was Sie über Activity Tracker wissen müssen und worauf es beim Kauf ankommt.



Servus, Herr Waldleitner. Activity Tracker – sind ein Sport- oder Alltagsaccessoire oder auch mehr als das?

Der Ursprung der Activity Tracker liegt im Alltag. Wir sprechen hier nicht von Sportuhren mit Höhenmesser und GPS. In einer Zeit, wo viele Menschen nach einem gesunden Lebensstil mit guter Ernährung, ausreichend Schlaf und natürlich viel Bewegung streben, wurden Activity Tracker entwickelt, um das Erreichen dieses Ziels messbar zu machen. Das heißt Fitnesstracker sind dazu konzipiert, im Alltag getragen zu werden: Sie dokumentieren zum Beispiel mit dem Schrittzähler, wie viel ich mich am Tag bewege.

Bewegung ist nicht nur das Training selbst...
Bewegung ist nicht nur das Training selbst...

Welche Funktionen neben dem Schrittzähler sind in einem Activity Tracker integriert?

Den Schrittzähler haben alle Modelle integriert, das ist Standard. Dabei erfasst ein kleiner Bewegungssensor Erschütterungen beim Laufen und zählt diese als Schritte. Darüber hinaus können Werte wie Schlafzeiten, Puls oder Kalorienverbrauch gemessen werden. Aus der Analyse der Daten sagt mir mein Activity Tacker, ob ich mich genug bewegt habe, wann ich eine Ruhephase einlegen sollte und ist ein nützliches Tool bei der Trainingsplanung.

Und beim Sport kann ich den Activity Tracker auch tragen?

Ja, natürlich kann man einen Activity Tracker auch beim Sport tragen. Er ersetzt zwar nicht die ABC-Uhr beim Bergsteigen und ist auch nicht geeignet zum Radfahren, da die Erschütterungssensoren des Schrittzählers beim Radfahren nicht regelmäßig ausgelöst werden. Sehr wohl geeignet sind die Geräte aber beim Laufen oder Fitness-Training.


Wie kann ich meine Werte sehen – wie ist das mit Bluetooth und den Apps?

Jeder Activity Tracker speichert die Daten auf dem Gerät – mit unterschiedlicher Kapazität. Die Grunddaten, sowie natürlich die Uhrzeit, kann man immer auf dem Gerät direkt abrufen. Eigentlich interessant ist aber natürlich die Auswertung der Daten. Mit Hilfe von Bluetooth lässt sich jeder Activity Tracker mit einem Computer, Laptop oder Smartphone verbinden. Jede Marke hat dann eine eigene App, die die Daten vom Gerät analysiert und auswertet. So zeigt mir die App an, was mein nächstes Tagesziel ist und hilft bei der Trainingsplanung. Sie zeigt mir aber auch an, wann Erholungsphasen angesagt sind oder wie viele Kalorien ich verbraucht habe in einem bestimmten Zeitraum.

Wie lange hält so ein Akku?

Die Akkulaufzeit ist unterschiedlich und reicht bis zu fünf Tagen. Die größte Akkulaufzeit hat im Moment die Polar A360. Die vivofit von Garmin ist dagegen ein Activity Tracker mit Batterie – sie hält bis zu einem Jahr. Dabei muss ich dann die vivofit nur einmal mit der App aktivieren, dabei können wir direkt hier im Haus helfen. Theoretisch kann ich das Gerät dann ohne Anschluss an PC oder Smartphone nutzen und trotzdem meine Werte sehen – wobei der Speicher die Daten maximal einer Woche aufzeichnen kann.

Was kostet ein Activity Tracker?

Die Preise reichen natürlich von bis. Das derzeit günstigste Modell ist die vivofit von Garmin, sie eignet sich perfekt für den Freizeitgebrauch und ist besonders beliebt. Das so gesehen umfangreichste Modell ist dagegen die neue Polar A360 – sie kostet aber natürlich auch mehr.

Welche Marken können Sie empfehlen?

Alle Modelle die wir führen, verfügen über ein Display. Damit kann man zumindest Uhrzeit und auch die Grunddaten, wie zum Beispiel die Schrittzahl, immer am Handgelenk ablesen. Ohne Display müsste man seinen Fitnesstracker an einen Computer oder Smartphone anschließen, um seine Daten zu überblicken. Wir führen Activity Tracker von Garmin, wie zum Beispiel die vivofit, aber auch Topgeräte wie die A360 von Polar und Activity Tracker von FitBit und Mio, wo der Stylefaktor im Vordergrund steht.

Vielen Dank für diese ausführliche Information, Herr Waldleitner.

Fotos: Garmin