Auf Tour mit dem Deuter Trans Alpine Pro

 
Unser Mitarbeiter Sebastian hat sich bereit erklärt, den Trans Alpine Pro von Deuter zu testen – und das natürlich, wie es sich gehört, auf einer Trans Alp Tour! Hier sein Bericht:
In der letzten Augustwoche hatte ich die große Freude, den Deuter Trans Alpine Pro auf meinem 6-tägigen Alpencross quer durch die Dolomiten auf Herz und Nieren zu testen.
Wo geht´s lang
Der erste Tag führt uns von Bruneck auf den knapp 2300m hohen Gipfel des Kronplatz. Die Mühen des Anstiegs werden mit einem atemberaubenden Panoramablick auf den Alpenhauptkamm und die Dolomiten belohnt. Nun geht der Spaß  aber erst los. Bei der rasanten Abfahrt auf dem angelegten Flow-Trail surfen wir hin zu unserem Tagesziel nach St. Vigil.
Am zweiten Tag geht es übers Riedjoch hinauf zum Kreuzkofel. Nach dem harten Anstieg schlängelt sich nun ein schier endloser Trail entlang des Felsmassivs. Nach einer Weile geht dieser in einen Waldtrail über, der uns bis zu unserem nächsten Etappenziel nach St. Kassian bringt.
Für den dritten Tag heißt es hinauf auf den knapp 2500m hohen Porta Vescovo wo wir erschöpft aber glücklich im Angesicht des Gletschers der Marmolata stehen. Nun folgt ein Highlight der Tour mit dem legendären Bindel-Höhenweg der sich bis Canazei schlängelt, wo wir nach einer tollen Abfahrt unser nächstes Etappenziel erreichen.
Der vierte Tag beginnt mit dem Anstieg zu den Felsspitzen der Vajolett-Türme und zieht sich weiter hinauf zur Rotwand, wo uns ein traumhaftes Panorama erwartet. Nachdem wir uns heute schon weit genug nach oben gekämpft haben, folgt ein technischer bis rasanter Trail bis zu unserer nächsten Übernachtung in Obereggen.
Am vorletzten Tag unserer Tour kehren wir den Dolomiten den Rücken. Über das Weißhorn hinweg warten heute jede Menge Trails auf uns. Der Fahrspaß endet schließlich in Truden, unserem nächsten Etappenziel.
Und so schnell ist der letzte Tag gekommen. Nachdem wir in den letzten Tagen einige tausend Höhenmeter hochgekurbelt sind, warten heute endlose Abfahrten hinunter ins Etsch Tal. Nur noch wenige Kilometer auch zur Freude unserer Hintern dann haben wir das Ziel in Trient erreicht. Der schöne Hauptplatz mit seinem Brunnen lädt zu einem Gruppenfoto ein. Dann muss aber erst mal auf die erfolgreiche Tour angestoßen werden.
Gesamt Kilometer ca. 280 km, Gesamt Höhenmeter ca. 9000hm
 
Nun zum Deuter Trans Alpine Pro
An vorderster Front
Was mir sofort auffiel: die gut durchdachte Aufteilung der einzelnen Fächer. Bei so einer Tour muss immerhin einiges an Ausrüstung mit und ewig nach Sachen suchen würde gewaltig nerven. An vorderster Stelle befindet sich ein sehr großzügiges Werkzeugfach mit einzeln aufgeteilten Fächern für Utensilien wie Tools, Schraubenschlüssel, Pumpe, Schläuche etc. Und dort sitzen sie ordentlich und fest. Da rutscht nix, schlägt nix und fällt nix durcheinander. Und wenn dann mal eine Panne daher kommt, lässt sich die komplette Lasche dank dem durchgängigen Reißverschluss aufklappen und es breitet sich im Optimalfall ein gut „sortierter Werkzeugkasten“ aus. Alles griffbereit. Eigentlich hofft man schon so ein bisschen, dass es was zu schrauben gibt, damit man mal auspacken kann….
Haupt und Hinten
Das große Hauptfach verschlingt alles was auf einer 6-tägigen Tour benötigt wird. Ich hatte drei Trikots, zwei Shorts, ein lange Hose, Regenjacke, meine Abendgarderobe, Kosmetikartikel und Riegel eingepackt. Und es wäre noch mehr gegangen. Aber wenn ich alles selber tragen muss, dann denke ich schon dreimal nach, ob´s auch wirklich mit muss.
Auch ganz clever: Hinter dem Hauptfach gibt es noch ein separates Reißverschlussfach mit zwei Unterteilungen. Gedacht ist es für verschwitzte Klamotten, damit die Sachen im Hauptfach trocken und wohl duftend bleiben. Oder für die Trinkblase, weshalb es auch einen Ausgang für den Trinkschlauch gibt. Der verläuft wiederum durch ein Neoprenverschluss über den Rücken und Schultergurt.
Für die wichtigen Kleinigkeiten wie Schlüssel, Telefon etc. befindet sich jeweils im Haupt- und Werkzeugfach eine Beuteltasche mit Reißverschluss. Weitere Reißverschlusstaschen gibt es am Hüftgurt: Ich hatte zum Beispiel in der einen Tasche meine Riegel und Traubenzucker. Und in der anderen habe ich immer beim Bergauffahren meine Handschuhe verstaut, bergab hatte ich sie dann schnell parat. Zusätzlich bietet der Trans Alpine Pro seitlich zwei Einschubfächer mit Gummizug in denen sich Weste, Jacke  etc. simpel in Reichweite verstauen lassen.
Bei den beiden einstündigen Tragepassagen hat er außerdem ausreichend Auflagefläche geboten, um das Gewicht meines Rades optimal aufzufangen.
Umarmung
Zur Passform: Das Rückensystem nennt sich AirStripes Pro und ist mit einem vorgeformten Federstahlrahmen gerüstet. Nach meinem Empfinden war das Gewicht echt gut verteilt und ich war schon positiv überrascht (bis hin zu unglaublich dankbar), dass ich selbst nach mehreren Tagen großen Lastschlepperei keinerlei Beschwerden am Rücken oder Nacken hatte. Und auch die Luftzirkulation war wirklich super.
Zum Sitz: Ich bin nicht wirklich ein Asphaltbiker und es ist für mich wirklich eines der wichtigsten Kriterien, dass der Rucksack nicht irgendwie auf meinem Rücken auf Wanderschaft geht. Wenn er sitzt, dann muss er sitzen. Wehe wenn der Rucksack ein Eigenleben entwickelt und mich aus dem Flow schmeißt. Und der Trans Alpine Pro hat geklammert und keinen Mucks getan, weder auf den Trails, noch bei schnellen Kurven oder Sprüngen.
Mein Fazit: Deuter hat hier einen kompromisslosen Bike-Rucksack geschaffen, der für mich keine Wünsche offen lässt. Als Partner in Sachen Bike-Touren absolut zu empfehlen.
Fotos: Sebastian Fasching
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