Beech - der Filmemacher unseres Vertrauens!

 
A bisserl stolz können wir schon sein, dass auf uns als Familienunternehmen mit nur einem Standort immer wieder große Namen und Agenturen zukommen, die mit uns zusammenarbeiten möchten. Auch das zeigt, was wir uns über unsere 101-jährige Geschichte erarbeitet haben. Aber als besonders produktiv hat sich bei uns wiederholt die Partnerschaft mit Spezialisten erwiesen, die noch nicht auf dem globalen Parkett tanzen, sondern sich hier in unserer Umgebung mit viel Enthusiasmus und hohem Anspruch ihren Namen aufbauen. Einer dieser Self-Made Firmen aus der Region ist beech Studios, eine Filmagentur, die vor ca. einem Jahr ganz klein in Rosenheim angefangen hat. Aktuell geht es bei beech ‚durch die Decke’... Wir haben mit Co-Chef Mario Feil gesprochen. Der Mann, der uns versteht und dreht.
Mario, Du bist auf dem Sprung zur 7-wöchigen Weltreise. Allerdings beruflich...
Ja, so in etwa. Es geht erst nach Brasilien, dann in die USA und am Schluss nach China. Weltreise nicht ganz, aber wir fliegen einmal um den Erdball. Es ist ein  Projekt für einen großen Konzern. Zum Teil haben wir den Auftrag auch dem Sporthaus zu verdanken. Unser Schuster-Film hat beim Pitch großen Eindruck hinterlassen...
Was hat denn die Leute da besonders gepackt? Unsere attraktiven Mitarbeiter wahrscheinlich...
Unbedingt auch! Im Ernst, dem Kunden und der Agentur gefiel auch gerade die Authentizität des Films. Eben, dass echte Mitarbeiter mitgemacht haben und keine Schauspieler eingesprungen sind. Bei dem jetzigen großen Projekt geht es auch um die Mitarbeiter, womit der Schuster-Film und zwei weitere ähnliche Clips dazu beigetragen haben, dass der Kunde gesagt hat: „Genau so etwas wollen wir auch!“
Wann und wie ging das bei Dir einst los? Du hast ja komplett was anderes gelernt...
Vor ca. sieben Jahren erst – ich war sozusagen ein ‚Spätzünder’. Auf meiner Vita steht z.B. nicht, dass ich mit 3 Jahren meine erste Kamera bekommen hab und mit 13 den ersten Horror-Kurzfilm mit Freunden auf Super 8 gedreht habe. Ich bin da mehr oder weniger reingerutscht.
Wie muss man sich das ‚Reinrutschen’ vorstellen?
Ursprünglich wollte ich nur dutzende MiniDV-Bänder von früher schneiden, da sich das Material niemand angeschaut hat. An meinem ersten 20-Minüter saß ich drei Monate (ein Zusammenschnitt alter Familienvideos). Ich habe ihn dann meinen Eltern zu Weihnachten geschenkt. Mein großer Bruder war mir mit allerlei Grafikarbeit behilflich. Dass der Film dann fast jeden Tag über Wochen angeschaut wurde, hat mich womöglich dazu bewegt, mich doch intensiver mit Film zu beschäftigen. Immer auf der Jagd nach dem „Filmlook“, der ja letztendlich nicht nur durch die Farbgebung, sondern durch 100 andere Faktoren geprägt wird.
Wie schwer war der Schritt in die Filmerei?
Es war damals etwas, was keiner von sich aus gemacht hat. Ohne Studium, auf dem Land und ohne die richtigen Kontakte war man zum Scheitern verurteilt. Ich wurde von so ziemlich jedem belächelt. Aber gerade das war für mich der Anreiz. Ich wollte nie in die Großstadt ziehen und ich wollte nicht wieder zurück in die Schule und Theorie büffeln. Ich wollte es selbst lernen, in der Praxis!
Jetzt zahlt sich Deine Hartnäckigkeit aus...
Ja. Es ist toll, wie die Filmerei einem die Möglichkeit gibt, Emotionen zu wecken. Die Richtige Wahl von Bild und Ton und schon bekommen die Leute Gänsehaut, Fernweh oder Tränen in die Augen. Und egal ob ich dafür Geld bekomme oder nicht, es macht einfach immer wieder Spaß, die Reaktionen zu sehen. Natürlich muss man auch Geld verdienen, aber ich liebe es, mich kreativ auszutoben. Inzwischen kann ich das sehr gut bei bezahlten Jobs, was man ja auch beim Schuster Video sieht, oder?
Das finden wir durchaus! Wir waren einer der ersten großen Sportkunden für beech, oder?
Kann man sagen, ja. Wir hatten schon vorher einige Sportkunden, aber mein erster großer Kunde war der Schuster.
Wie war die Zusammenarbeit?
Wie erwartet sehr, sehr angenehm! Ich ging mit den Erwartungen rein, dass wir großen Spaß beim Dreh haben werden und ein schönes, authentisches Ergebnis abliefern können. Und die Erwartungen wurden dann noch übertroffen. Es hat wirklich großen Spaß gemacht, die unterschiedlichen Sportarten und Charaktere abzulichten und Flori Schuster als Erzähler zu integrieren.
Und jetzt arbeitet Ihr viel für die Outdoor-Branche?
Unter anderem. Nach und nach kamen auf uns immer mehr Sport-Kunden zu. Wobei wir dieses Jahr auch einen 45-minütigen Skifilm produziert haben (u.a. in Japan und Alaska). Er wird im September weltweit Premiere feiern. Er heißt „Shades Of Winter – PURE“, wurde von Freeskierin Sandra Lahnsteiner initiiert und in Zusammenarbeit mit Red Bull, Peak Performance, Fischer, Völkl und Garmin produziert.
Das klingt nach einer großen Geschichte!
Es war auch eine große Herausforderung für mich. Neben dem Tagesgeschäft noch die Regie und einen großen Teil der Kamera zu übernehmen, hat enorm Zeit gekostet. Da blieb kein Platz mehr für weitere freie Projekte. Gerade heute hab ich den Schnitt von unterwegs fertig gestellt und alles in die Vertonung und Farbkorrektur abgegeben. Ansonsten bin ich inzwischen auch in der Werbung tätig und versuche mich mehr und mehr in der reinen Regie, was natürlich auch großen Spaß macht. Die Mischung macht’s!
Auf was kommt es für Dich an? Ästhetisch wie auch generell bei der Zusammenarbeit – wann bist Du richtig happy mit einem Auftrag?
Offenheit und Ehrlichkeit ist mir wichtig. Teamwork wird natürlich groß geschrieben und der Respekt füreinander. Jeder einzelne trägt zum Ergebnis bei und deshalb muss die Stimmung passen. Außerdem sollte jeder von jedem profitieren und lernen. Bei der Ästhetik geht es mir um authentische, echte Bilder. Ich bin kein Fan von allzu künstlicher Ausleuchtung und nicht greifbaren Bildern.
Wie groß ist das beech Team inzwischen?
Wir sind aktuell fest fünf Leute und dazu kommt ein freies Team von ca. weiteren fünf sowie sowie 20-25 Externe, die wir zu ‚Stoßzeiten’ dazu buchen. Wenn ein Job nach 50 Leuten schreit, haben wir die natürlich auch parat!
Was habt Ihr denn nun noch vor – nach der Weltreise?
Was beech angeht, werden wir bis zum Ende des Jahres noch einige Reisen vor uns haben. Aktuell schaut es bis Ende November relativ voll aus, was natürlich super ist. Gerade haben wir für 2 unterschiedliche e-Bike Hersteller in Österreich und Italien gedreht, drehen diverse Food-Videos (ja auch das machen wir Leidenschaftlich gerne) und planen die nächsten Sport Projekte für neue Kollektionen oder Kampagnen.
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