Deuter Trans Alpine Pro - Der Profi

Bei Deuter geht es schon sehr speziell zu – genau wie bei uns. Wir verstehen uns als Spezialisten, denen es darum geht, den Sportler ideal zu rüsten und das auch für extreme Einsätze. Ein recht neues Flaggschiff von Deuter ist der Bike-Rucksack Trans Alpine Pro. Er war noch gar nicht auf dem Markt, da hatte er schon die ersten Auszeichnungen bekommen, unter anderem vom Magazin Freeride, der BIKE und der World of MTB. Wir haben mit Miguel Tiblas aus dem Deuter-Entwicklungsteam über das Top-Modell (und einiges mehr) gesprochen.
Miguel, Euer Radrucksack Trans Alpine ist ja schon seit vielen Jahren auf dem Markt und inzwischen fast schon legendär. Was ist anders beim Deuter Trans Alpine Pro ?
Wie der Name schon sagt: Er ist die Profi-Variante und hat einige Features mehr. Ein Thema war die übersichtliche Organisation. Die Vortasche vom Trans Alpine Pro lässt sich deshalb zum Beispiel komplett aufklappen und vor dem Biker breiten sich all seine Utensilien bestens sortiert aus. Es gibt Fächer für Pumpe, Tool, Schlauch und eben alles, was auf Tour dabei sein sollte. Dazu kommt natürlich die Helmhalterung oder ein separates Fach am Rücken für die Trinkblase.
Am Rücken? Drückt sie nicht durch?
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Miguel Tiblas, Rucksackentwickler bei Deuter[/caption]
Nein, weil sich im Rücken ein vorgeformter Federstahl-Rahmen befindet. Der schützt vor dem Durchdrücken der Trinkblase oder irgendwelchen anderen Utensilien. Und natürlich erfüllt er zugleich seine eigentliche Aufgabe: Er sorgt für einen super Sitz am Biker-Rücken. An dem bombenfesten Sitz haben wir allgemein viel getüftelt.
Was habt Ihr noch entwickelt?
Wir haben den Ansatzpunkt der Flossen weiter nach innen verlegt. Das heißt, sie setzen nahe der Wirbelsäule an und nicht eher im Bereich der Hüfte. So umschließt der Gurt den Körper komplett – eine lückenlose Umarmung sozusagen. Da passt dann nix mehr zwischen dich und deinen Rucksack. Außerdem haben wir eine spezielle Konstruktion, die wir Auto-Compression nennen. Das heißt der Lageverstellriemen ist so mit dem Hüftgurt verbunden, dass dieser den kompletten Rucksack automatisch mit an den Körper fixiert. So hat man weniger Gurtbänder und eine einfachere Bedienung.
Aber wieso habt Ihr noch ein zusätzliches Modell eingeführt und nicht einfach den Trans Alpine ersetzt?
Das war tatsächlich einmal angedacht. Aber nur sehr kurz. Wir haben um unser Leben gefürchtet... Der Trans Alpine ist unglaublich beliebt und das absolut zurecht. Hätten wir ihn so verändert, wären einige auf die Barrikaden gegangen. Und es war auch durchaus logisch, einen ‚obendrauf’ zu setzen.   Den Trans Alpine sieht man ja nicht nur auf dem Rücken der Biker, sondern auch ganz viel im Alltagseinsatz? Ja, genau, das ist Wahnsinn. Er ist inzwischen zu einem absoluten Allrounder-Rucksack geworden. Ich sehe ihn am Berg genauso wie an der Supermarktkasse...
Was ist das denn für ein Gefühl, wenn man seine eigene Entwicklung auf dem Rücken von Fremden sieht?
So ein bisschen stolz macht es einen schon. Aber eigentlich geht mir da meistens im Kopf herum, was derjenige mir jetzt zum Rucksack sagen würde, wenn er wüsste, dass einer der Entwickler hinter ihm steht… Da könnte man wahrscheinlich aus dem ein oder anderen Gespräch viele Sachen mitnehmen. Manchmal erinnere ich mich dann auch wieder an die Zeit der Entwicklung zurück und welche Punkte damals einfacher und schwieriger zu lösen waren.
Mal abgesehen vom Trans Alpine Pro – auf welchen neuen Deuter seid Ihr gerade besonders stolz?
Wahrscheinlich auf unseren OnTop. Das ist unser neuer ABS-Rucksack. Aber auch auf unserem Pace 36, der jetzt ganz frisch auf den Markt kommt. Er hat den ISPO Gold Award gewonnen. Ein super Alpin-Rucksack, der nicht einmal 1 kg auf die Waage bringt. Oder unsere Kinderkraxen, mit denen ich nun seit kurzem selbst unterwegs bin. Aber ich will jetzt nicht alle meine Lieblingsteile aufzählen...
Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für uns genommen hast, Miguel! Jetzt darfst Du weiterentwickeln!
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