Die Osterseen – ein Geschenk der Eiszeit

    Südlich des Starnberger Sees hat die letzte Eiszeit ein ganz besonderes Kleinod für uns zurückgelassen. Die Seenlandschaft der Osterseen. Moore, Inseln und über 20 klare, teils türkise Seen, die vorwiegend aus unterirdischen Quellen gespeist werden. Ein einzigartiges Schutzgebiet, das Naturgenuss und Badefreuden verbindet.

    Fast schon karibisch wirkt es hier, durch den in Ufernähe oft kalkweißen Grund. Türkise Schattierungen, dunkelblaue, tiefere Stellen und immer dieses klare Wasser. Wären da nicht die Eichen und Kiefern am Ufer und auf den Inseln, man wähnte sich in Trinidad - dabei ist es Iffeldorf, zwischen Penzberg und Seeshaupt am Starnberger Südufer. Auch eine Reise wert! Hier liegen die meisten Zugangswege zu den Seen und den Badestellen am großen Ostersee. Ihr habt die Auswahl, zwischen einer klassischen Liegewiese nahe dem Gut Aiderbichl und ganz vielen Zugängen zu kleinen, schmalen Kiesstreifen wenn Ihr den Weg am Ostufer entlang geht. Auch am benachbarten Fohnsee gibt es eine baumbestandene Liegewiese beim Campingplatz.

    "Badestrand im südöstlichen Teil des großen Ostersees.

    Wie entstanden die Osterseen?

    Die vielen blauen Seen entstanden vor 17.000 Jahren aus den Gletschern der Würm-Eiszeit. Als diese abtauten, trennten sich riesige Bruchstücke von den Hauptzungen. Diese schmolzen langsam, wurden dabei aber von den großen Sedimentmengen bedeckt, die sie mit sich trugen. So verlangsamte sich der Schmelzprozess und das Sediment rutschte Stück für Stück nach, wenn wieder etwas Eis taute. Dadurch entstanden die trichterförmigen Toteisseen. Aus der Tiefe gefüllt mit kalkhaltigem Quellwasser, von oben mit Schmelz- und Regenwasser gespeist. An manchen Stellen lassen sich die Quellen sogar beobachten. Die Blaue Gumpe an der Südspitze des großen Ostersees ist beispielsweise einer dieser Quelltöpfe, die den See mit Grundwasser versorgen.

    Die Blaue Gumpe.

    Heute ist die Region ein einzigartiges Natur- und Vogelschutzgebiet, welches viele seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Durch die schwere Zugänglichkeit vieler Seen werden sie in ihrer Ruhe nicht gestört.

    Wie komme ich da hin?

    Erreichbar sind die Osterseen ab München entweder über die A95 in Richtung Garmisch-Partenkirchen, bis Abfahrt Penzberg/Iffeldorf, dann weiter nach Iffeldorf und dort einfach den Beschilderungen nach. Öffentlich kommt man auch von München über Tutzing mit der Bahn nach Iffeldorf.

    Vielleicht kennt Ihr diese beeindruckende Seenlandschaft bereits? Wenn nicht, ist sie auf alle Fälle einen Besuch wert. Ein großartiges Naturerlebnis mit abschließender Erfrischung im vielleicht immer noch eiszeitlichen Quellwasser. 

    NATURSCHUTZGEBIET
    Denkt aber daran, die Osterseen sind ein ursprüngliches und empfindliches Ökosystem, welches vielen seltenen Vögeln, Säugetieren und Insekten als Rückzugsgebiet dient. Also nur an den genehmigten Stellen baden und auf dem Weg bleiben. 

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