Mit Millet im Eiger

Michael Sobiella, unser Einkäufer für Bergsport Textil, durfte mit dem französischen Bergsportausstatter Millet ins schöne Grindelwald, um der legendären Eiger Nordwand etwas näher ins frostige Antlitz zu blicken. Seit er in seiner Jugend „Im Auftrag des Drachen“ sah, ist er ein großer Fan dieser felsigen Trutzburg und hat sich deshalb ganz besonders gefreut, hier teilnehmen zu können.


Kleine Scheidegg, am Stollenloch und eine Nacht im Eiger


Nach der Ankunft in Grindelwald ging es mit der Eigerbahn direkt zur kleinen Scheidegg, wo im heillosen Gewusel der Touristen das Gepäck umgeladen wurde. Dann folgte die Auffahrt durch Felstunnel zur Station Eigerwand auf 2865m, dort hieß es aussteigen. Die Station wird eigentlich nicht mehr angefahren und steht leer, aber genau diese Stollen im Eiger sollten das „Hotel“ für die kommende Nacht sein.


Nach der Begrüßung durch das Millet Team wurden die Teilnehmer in Gruppen eingeteilt und stiegen im Tunnel der Eigerbahn ab zum alten Stollenloch. Für Michael war es ein atemberaubendes Erlebnis, auf dem kleinen, alpinistisch weltbekannten Felsvorsprung, mitten in der Eiger-Nordwand zu stehen und sie in ihrer ganzen Masse und Größe zu erleben. Das Stollenloch ist der einzig mögliche Notausstieg in der Wand und hat schon vielen Bergsteigern das Leben gerettet, als sie in plötzliches Schlechtwetter gerieten. Auch dieses wird nicht regulär angefahren, es war schon ein ziemliches Privileg hier zu sein. Zurück an der Station Eigerwand, gab es ein Abendessen und auch übernachtet wurde im Schlafsack in den Stollen.


Jungfrau-Joch, Mönchsjochhütte und die Bergrettung

Am nächsten Morgen fuhren alle Teilnehmer mit der ersten Bahn hoch zum Jungfrau-Joch. Dort führte eine beeindruckende Gletscherwanderung zur Mönchsjochhütte, wo sie ein kleines Essen erwartete. Allerdings sorgten skurrile Touristengruppen, die streckenweise in Sandalen über den Gletscher stapften, sowie die Aufbauten an den Gebäuden zwischendurch für ziemliche Irritationen. Bergwildnis trifft Vergnügungspark. Zurück am Jungfrau-Joch fuhr die Bahn alle wieder nach Grindelwald.


Im ortsnahen Klettergarten „Gletscherschlucht“ warteten bereits zwei Helikopter der „Air Glaciers“, die von Millet ausgestattet wird. Hier wurde eine Helikopterbergung demonstriert, zwei Teilnehmer der Gruppe wurden mittels Seilwinde aus der Kletterwand geborgen. Die Flugmanöver der Helikopter aus der Nähe zu sehen war äußerst beeindruckend. Nachdem beide „Opfer“ geborgen waren, neigte sich auch die Veranstaltung dem Ende zu. Alle wurden zum Parkhaus nach Grindelwald gebracht und traten mit vielen neuen Eindrücken und traumhaften Erinnerungen die Heimreise an.


Ein großer Dank geht an Millet und die „Air Glaciers“ für dieses tolle Erlebnis!