Fit für den Ski-Winter!

    Ganz so weit ist es zwar noch nicht, aber die Pistenfreuden rücken näher und näher. Jetzt kann man sich natürlich entspannt zurücklehnen, abwarten und wenn es denn los geht die Piste stürmen und einfach losfahren. Dann werden aber die meisten bald die Kondition vergangener Skitage vermissen und sich alles mühsam neu erarbeiten – wieder einmal. Oder man bereitet sich jetzt schon vor und erstrahlt auf der Abfahrt in vollem Glanz. ATOMIC zeigt hier wie die Athlet*innen sich fit durch den Sommer bringen und was denen hilft, kann auch Dir nicht schaden, oder?

    Roland Luchner ist Trainer und Sportwissenschafter am Olympiazentrum Innsbruck. Er führt dort unter anderem die Trainingsplanung, Trainingssteuerung und Trainingsbetreuung alpiner Skifahrer (Nachwuchs, Europacup und Weltcup) durch. Er hat für ATOMIC einmal ganz genau aufgeschlüsselt, was man denn so alles tun muss, um gut vorbereitet in die Saison zu starten. Außerdem haben sie gemeinsam mit der österreichischen Skirennläuferin Stephanie Brunner Trainingsvideos produziert, mit denen die Übungen ganz leicht nachgemacht werden können.

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    WAS PASSIERT DENN BEIM ATHLETIKTRAINING?

    Es gibt fünf motorische Fähigkeiten, die trainiert werden: Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination. Sind diese fit, läuft’s logischerweise auch auf den Skiern. Das ist im Spitzensport unerlässlich, aber auch für alle, die gerne mit viel Spaß und Leidenschaft auf den Ski stehen und nicht nur ein wenig Hobby sondern sportliche Herausforderungen suchen, eine ideale Möglichkeit zur Vorbereitung. Für beste Ski-Kontrolle und der Vermeidung von Verletzungen.

    Get ready for skiing

    WARUM BRAUCHE ICH NUN DIE EINZELNEN FÄHIGKEITEN – UND WIE TRAINIERE ICH SIE?

    1. Kraft: Um den entstehenden Kräften, die während eines Schwunges beim Skifahren entstehen, entgegenwirken zu können, bzw. um die Kraft aufbauen zu können, die es benötigt, einen sauberen Schwung geschnitten fahren zu können.

    Übungen für mehr Beinkraft

    2. Ausdauer: zwei Hauptgründe: Reduzierung der Ermüdung während eines Laufes & Verbesserung der Erholungsfähigkeit zwischen einzelnen Läufen bzw. zwischen einzelnen Trainings- und Wettkampftagen

    Kräftigung des Oberkörpers

    3. Schnelligkeit: Um sich schnell auf den Skiern zu bewegen, was in erster Linie in den technischen Disziplinen entscheidend ist; Um schnell auf unvorhergesehene Situationen reagieren zu können und entsprechende Handlungen zu setzen.

    Rumpfstabilität

    4. Beweglichkeit: Der Skischwung an sich erfordert ein gewisses Maß an Beweglichkeit, um ihn sauber ausführen zu können. Hier steht speziell die Beweglichkeit der Hüfte und des Kniegelenks im Vordergrund.

    Kontrolle der Beinachse

    5. Koordination: Eine gut ausgebildete Koordination bildet die Grundlage für ein sicheres und schnelles Skifahren. Sie ermöglicht es, sich schnell und gut an die sich ständig wechselnden Bedingungen anzupassen. Zudem ist sie dafür verantwortlich, die Bewegungen einzelner Körperregionen (Oberkörper und Unterkörper) gut aufeinander abzustimmen.

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    WELCHE SPORTARTEN SIND FÖRDERLICH FÜR DAS SKIFAHREN?

    Grundsätzlich eignet sich fast jede Sportart, um sich auf einen guten Winter vorzubereiten – ganz nach dem Motto „Hauptsache Bewegung“. Wenn man aber speziell Sportarten hervorheben möchte, sind folgende zu empfehlen:

    Rollerskaten bzw. Pumptrack: Das gleichmäßige Belasten vom linken und vom rechten Bein ist ähnlich entscheidend, wie auf Skiern. Zudem ist das Spielen mit den Wellen im Pumptrack eine super Möglichkeit, um sich auf die Belastungen im Skifahren vorzubereiten.

    Stand Up Paddling: Schult hervorragend die Koordination und im speziellen das Gleichgewichtsvermögen

    Wandern bzw. Trailrunning: Verbessert die Ausdauer und fördert durch die teilweise sehr unregelmäßige Bodenbeschaffenheit die Koordination

    Das ist aber definitiv nur eine sehr kleine Auswahl von Sportarten, die sich super eignen, um sich auf die Skisaison vorzubereiten.

    Übungstipp für Skitourengeher

    BRINGT MIR DAS KRAFTTRAINING FÜR DIE PISTE AUCH ETWAS FÜR DAS SKITOURENGEHEN?

    Ja, auf jeden Fall. Die hauptbeanspruchte Muskultur ist ja in beiden Sportarten sehr ähnlich. Die Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur hat in beiden Sportarten einen großen Stellenwert. Zudem ist eine gut ausgebildete Rumpfmuskulatur in beiden Sportarten sehr wichtig. Hier liegt der Unterschied eher im Detail. Während man im alpinen Skisport mehr Wert auf die Entwicklung der Maximalkraft legen muss, um mit den auftretenden Kräften umgehen zu können, spielt im Bereich des Skitourengehen eher die Kraftausdauer eine wichtige Rolle. Die Übungsauswahl kann also für beide Sportarten dieselbe sein, sie unterscheiden sich eher in der Gestaltung der Wiederholungszahl, gewähltes Zusatzgewicht und Pausenzeiten.

    Jetzt wisst Ihr Bescheid! Trainieren müsst Ihr natürlich selbst. Aber mit der Aussicht, topfit in die Skisaison zu starten, sollte das ja sicher kein Problem sein. Also auf geht's, legt los!

    #getreadyforskiing

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