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    FREE SOLO

    Am 21. März kommt FREE SOLO in unsere Kinos. Der erste Kletterfilm, der mit einem Oscar prämiert wurde. Was haben wir nicht alle bereits den Trailer verschlungen, hingefiebert auf dieses grandiose Machwerk. Alex Honnold und der El Cap – zwei der Größten messen sich. Seilfrei durch 950 Meter abweisende Granitwand. Wir hatten die großartige Gelegenheit, den Film bereits zur Vorpremiere zu sehen und haben das gerne für Euch durchgestanden.

    Im Münchner Mathäser-Kino soll es dann wahr werden. Vor voll besetzten Rängen gibt es eine kleine Einleitung von Bayern 2, dem Hauptveranstalter und auch Kletterlegende Stefan Glowacz sagte ein paar Worte zur Person Alex Honnold, dem Klettern im Yosemite am El Capitan und der Gewaltigkeit dieser Aufgabe. Dann geht es los.

    100 Minuten Nervenkitzel!

    Bilder von nie dagewesener Intensität prasseln auf uns ein. Vom ersten Moment an wird klar, dass hier ein Meister der vertikalen Aufnahmen am Werk ist. Regisseur Jimmy Chin fotografiert und filmt die alpine Extreme seit über 20 Jahren, vor allem auch für Alex‘ Sponsor The North Face. Wann immer uns imposante Aufnahmen aus den Gebirgen der Welt nicht mehr losließen, war der Name Jimmy Chin nicht fern. Weil er stets Teil des Kletterteams ist, kein Außenstehender.

    Die Tiefe sitzt ständig im Nacken

    Dieses „Mittendrin statt nur dabei“ ist spürbar in jeder einzelnen Sequenz. Man ist bei Alex Vorbereitung mit Tommy Caldwell dabei und lernt die Route „Freerider“, die Tommy erstbegangen hat, selbst kennen. Die schiere Unmöglichkeit dieser Unternehmung prägt sich ein. Bis es dann endlich so weit ist. Während des Durchstiegs hat man stellenweise das Gefühl, den Atem im Gesicht zu spüren, den Zug auf den Fingerspitzen, den Druck auf den Zehen. ‚Bitte hör auf, lass es!‘ ‚Bleib einfach da, geh nicht weiter!‘ Diese Gedanken kamen nicht nur einmal. Dann geht er weiter, atmet stärker und der Nacken des Zuschauers spürt wieder den imaginären Abgrund. Der Sessel entwickelt enorme Anziehungskraft im Laufe der 100 Filmminuten.   

    Wer ist Alex Honnold?

    Wer macht so etwas? Warum? Was für eine Bedeutung hat all das für den Menschen Alex Honnold.
    Welchen psychischen Stress durchleben seine Freunde, die Familie und seine Freundin Sanni Mc Candless. Was fühlen Regisseur und Filmteam? All das wird in dem Film so deutlich, dass es weh tut.

    Jimmy Chin und Elizabeth Chai Vasarhelyi schufen ein beeindruckendes, ein gewaltiges Machwerk. Der Film fesselt von der ersten Sekunde an und entführt die Zuschauer in ein Terrain, dem die wenigsten so nahe kommen wollen. Der spannendste Film seit langem, dem man am liebsten noch ein paar Oscars mehr gegönnt hätte. Manch einer hat an diesem Abend sicher mehr Flüssigkeit über die Fingerspitzen verloren, als erwartet. Unser Fazit: Unbedingt ansehen!

    Alle Bilder © National Geographic

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