Die Gänsepfunde-Runde

Plötzlicher Wintereinbruch da oben? Eine Zusatz-Wärmeschicht und Handschuhe gehören jetzt in den Rucksack.
Plötzlicher Wintereinbruch da oben? Eine Zusatz-Wärmeschicht und Handschuhe gehören jetzt in den Rucksack.

Nach dem Fest ist vor der Feier! Gerade hat man sich noch besinnlich durch die Weihnachtstage gefuttert, steht schon wieder der Jahreswechsel an. Da greifen auch die wenigsten zum Salätchen und heimischem Hahnenwasser, gell. Vorbereitung heißt also die Devise! So ein paar Gipfel zwischen den Tagen lassen ruckzuck die sichtbaren Spuren der Gans verschwinden und machen Platz für silvesterliche Fondue- und Sekteinlagen. Natürlich sollten die Ausflüge den Verbrennungsmotor auch anschmeißen und trotz frühwinterlicher Verhältnisse machbar sein. Wir haben Euch hier drei kurze, knackige Voralpen-Wanderungen ausgesucht, die trotz gemäßigter Gehzeit die Festtagspfunde gen Horizont befördern.

Auf den Geierstein

Er liegt auf der weniger prominenten Seite von Lenggries, gegenüber vom Besuchermagneten Brauneck. Fast vollständig bewaldet, mit einem kleinen, schrofigen Gipfelzacken und gerade mal 1491 m hoch, ragt er doch über 800 Meter über dem Tal auf. 800 Meter, die es durchaus in sich haben! Hier fängt sehr wohl der eine oder andere Bergfex, der mit gewohnter Geschwindigkeit startet, recht schnell zu keuchen an. An sich aber keine lange Tour. Der Weg startet am Schloss Hohenburg und zweigt an einem kleinen Waldweiher links ab. Von da an geht’s bergauf, bis zum Gipfel, ebene Zwischenstücke – Fehlanzeige! Serpentinen – sehr wenige! Einfach nur steile Wurzelpfade auf einem waldigen Kamm, im oberen Bereich felsdurchsetzt. Bei leichter Schneelage oder vereisten Verhältnissen sollte die zweite Aufstiegsvariante gewählt werden, die vom Weg in Richtung Denkalm rechts abzweigt. Genau so steil, aber im oberen Bereich kann man bei unsicheren Verhältnissen wählen, ob Restaufstieg Geierstein, oder weiter in Richtung nicht so steilem Fockenstein. Dauer insgesamt ca. 4 - 5 Stunden, Fockenstein ca. 5 – 6 (inkl. Abstieg).

Am Geierstein: Urige Bergwälder und viel Ruhe.
Am Geierstein: Urige Bergwälder und viel Ruhe.


Über den Sulzersteig zum Seekarkreuz

Ein unschwieriger Gipfel, mit kurzem aber deftigen Anstieg über den Sulzersteig (nur wenn NICHT vereist!!!) Wir starten ebenfalls bei Lenggries am Schloss Hohenburg, gehen dann aber vorerst auf der breiten Forststraße ins Hirschbachtal, folgen dieser entlang des wilder werdenden Hirschbaches bis irgendwann rechts der Weg in Richtung Sulzersteig abzweigt. Der Steig führt wildromantisch und steil nach oben, bis wir den Wald verlassen und auf einem Almgelände stehen. Hier geht es zunächst eben weiter, vorbei an der Seekaralm zur Lenggrieser Hütte und dann bergauf über den grasigen Kamm zum Seekarkreuz. Der Abstieg führt uns wieder zurück zur Lenggrieser Hütte und über den Grasleitensteig hinab nach Lenggries. Dauer: Ebenfalls ca. 5 Stunden (inkl. Abstieg).

Wanderung Hochries im Chiemgau
Die Hochries.


Auf die Hochries

Auf den bekannten Chiemgauer Berg führt ebenfalls ein schöner Weg, der zwar einfach zu gehen, aber gar nicht so kurz ist. Start ist der Wanderparkplatz Spatenau. Gegenüber führt eine Straße in den Wald, wir halten uns rechts. Die Straße wird etwas später zum breiten Steig, bevor sie wieder auf eine Teerstraße trifft. Dieser folgen wir bergauf. An der Abzweigung Doaglalm halten wir uns links und folgen dem Forstweg, vorbei an der Weide bis wir einige Hütten erreichen. Hier zeigen die Schilder nach links und wir kommen an einen steilen, aber unschwierigen Steig. Hier hinauf, zu den Seitenalmen und bald danach gleich links, folgen wir dem Weg, der uns über den breiten Grat zum Gipfel führt. Abstieg wie Aufstieg.

...und spätestens jetzt ist vom Weihnachtsschmaus nichts mehr übrig. Oder wenig. Oder es hat einfach Spaß gemacht.

Einen schönen Jahreswechsel wünschen wir!