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    Hallo Icebreaker, warum Merino?

    Kaum eine andere Outdoor-Marke identifiziert sich so sehr mit dem Rohstoff Merino, wie icebreaker. Die Neuseeländer schwören auf „ihre“ Naturfaser. Aber warum? Was macht die Wolle der Merino-Schafe so einzigartig? Wir haben uns mit Simon Staudinger von icebreaker über die große Woll-Leidenschaft unterhalten. Jetzt ist alles klar!

    Seit wann arbeitet Ihr mit Merino?

    Seit Tag 1 - Merinowolle ist in gewisser Weise der Grundbaustein unserer Marke.
    Vor etwa 25 Jahren ist der Gründer von icebreaker, Jeremy Moon, beim Besuch einer Schafsfarm in Neuseeland durch Zufall auf diese besondere Naturfaser gestoßen. Überrascht vom Tragekomfort eines Merino T-Shirts und inspiriert durch die aufkommende Vision, der klassischen Outdoor- und Sportbekleidung aus Synthetik eine natürliche Alternative entgegenzusetzen, wagte er den großen Schritt und gründete kurz darauf sein eigenes Unternehmen. Diesen Kerngedanken eines natürlichen Lebensstils findet man auch heute noch in der Vision unserer Marke wieder. Mit unserem neuen Slogan „Move to Natural“ beschreiben wir unser Bestreben, Teil einer Bewegung zu sein, die sich einem nachhaltigen Lebensstil verschrieben hat – einem Wunsch, der immer mehr Menschen bewegt. So ist es in der aktuellen Zeit wichtiger denn je, seinen eigenen Lebensstil und sein Verhalten als Konsument zu hinterfragen: „Aus welchen Materialien besteht meine Kleidung eigentlich und unter welchen Bedingungen wurde sie hergestellt?“ Mit unseren Produkten wollen wir all diesen Kunden eine Alternative bieten, weg von Plastik auf der Haut hin zu mehr Natur – ganz im Sinne von „Move to Natural“.

    Worin liegt die große Besonderheit in der Naturfaser?

    Wir glauben, dass die besten Lösungen in der Natur zu finden sind. So liegt die Schönheit von Naturfasern zunächst einmal in der Tatsache, dass sie biologisch abbaubar sind und jährlich nachwachsen. Vor allem bei Merinowolle handelt es sich um eine ganz außergewöhnliche Faser, die viele nützliche Funktionen bietet. Am bekanntesten ist hier wohl die Eigenschaft der Geruchsneutralität, die auch nach längerem Tragen dazu führt, dass mein T-Shirt nicht unangenehm riecht. Darüber hinaus reguliert Merino aber auch die Körpertemperatur und das Feuchtigkeitsmanagement, was insbesondere bei sportlichen Aktivitäten aller Art von großem Nutzen ist. Im Sommer bietet das Merino Shirt dabei durch seine Atmungsaktivität ein angenehm kühles Tragegefühl. Im Winter hält Merinowolle warm und wärmt auch im feuchten Zustand. Dazu kommen der weiche Tragekomfort, ein natürlicher UV-Schutz und eine schwere Entflammbarkeit. Es handelt sich also um eine wahre High-Tech Faser, die nicht im Labor entsteht, sondern direkt aus der Natur kommt.

    Warum ist Merino so geruchsneutral?

    Dieses Phänomen ist auf die technische Komplexität der Faser zurückzuführen. Ich versuche es mal in einfachen Worten zu erklären: Schweiß an sich ist geruchsneutral. Sammeln sich aber mit der Zeit Bakterien an, zum Beispiel an einer Textilfaser, entwickelt sich ein unangenehmer Körpergeruch. Hier kommt bereits der erste Vorteil von Merinowolle zum Einsatz, denn im Gegensatz zu Synthetik können sich Bakterien auf Merinofasern nicht so gut halten, sodass das Bakterienwachstum gehemmt wird. Ein zweiter Faktor ist der Baustein der Faser: Keratin. Ein Eiweiß, welches auf natürliche Weise antibakteriell wirkt. Wenn man allerdings ganz ehrlich ist, sind selbst heutzutage noch nicht alle Gründe lückenlos erklärbar – also ein echtes Natur-Wunder“.

    Ihr empfehlt Merino auch bei warmen Temperaturen. Warum?

    Merinowolle wird oftmals nur mit der wärmenden Funktion im Winter verbunden. Dabei sind die Fasern auch bei hohen sommerlichen Temperaturen durch ihre hohe Atmungsaktivität und Geruchsneutralität die perfekte Wahl. Das kommt daher, dass Merinofasern eine thermoregulierende Funktion besitzen. Darunter versteht man die Fähigkeit eines Organismus, die Körpertemperatur in einem bestimmten Bereich stabil zu halten – selbst bei stark abweichender Temperatur in der Umgebung. Die chemische Struktur der Faser erlaubt es ihr dabei, Wärme in Abhängigkeit des Hautklimas und der externen Bedingungen des Trägers entweder zu binden oder an die Umwelt abzugeben. Wir empfehlen im Sommer logischerweise die leichteren Grammaturen der 130- und 150-Gramm-Stärken. Allen Skeptikern kann man hier einen Selbstversuch nur wärmstens, bzw. in diesem Fall „kühlstens“, ans Herz legen.

    Mischt Ihr die Wollfaser auch mit anderen Materialien?

    Merinowolle ist der Hauptbestandteil unserer Produkte. Daneben versuchen wir jedoch vermehrt auch andere natürliche Fasern einzusetzen. Für unsere Cool-Lite™ Kollektion greifen wir beispielsweise auf die Naturfaser TENCEL™ zurück. TENCEL™ ist eine auf Zellulose basierende Faser, die aus dem Zellstoff nachhaltig angebauter Eukalyptusbäume gewonnen wird. Die Fasern sind außen glatt und trocken, während sie im Kern Feuchtigkeit speichern. So erzeugen sie einen komfortablen Stoff, der weich fällt und Feuchtigkeit besonders gut ableitet. In der Zukunft werden wir noch weitere natürliche Fasermixe vorstellen, um irgendwann ausschließlich mit Naturfasern zu arbeiten.

    Die Kombination aus welchen Schichten empfehlt Ihr für Wanderungen in gemäßigten Breiten?

    Im Sinne des Zwiebelprinzips lassen sich Merino-Produkte optimal kombinieren. Die Funktionen bleiben dadurch erhalten und die verschiedenen Schichten verhalten sich wie eine atmungsaktive Einheit.
    Natürlich müssen bei der Auswahl der richtigen Wanderbekleidung immer zwei Faktoren mit einbezogen werden. Welche Temperaturen sind zu erwarten und in welchem Terrain und welchen Höhenlagen bewege ich mich. Die Basis eines jeden Outfits bilden dabei Funktionsunterwäsche und Socken. Bei warmen Temperaturen folgen dann als erste Lage unsere kurzarm T-Shirts der Sphere- (135 Gramm-Stärke) und Tech Lite-Serie (150 Gramm-Stärke). Um uns ausreichend vor Kälte zu schützen, beispielsweise in den Morgenstunden oder bei einem Wetterumschwung, folgt dann ein Mid-Layer. Hier bieten sowohl das Quantum Hood als auch das Descender Long Sleeve die richtige Mischung aus genügend Wärme und technischen Features, die ich als aktiver Wanderer brauche. On top haben wir auch leichte Windbreaker im Angebot, die auch mal einen Schauer aushalten, vor allem aber kühlenden Wind draußen halten.
    An kühleren Tagen kann der First-Layer entweder durch ein enger anliegendes Wäscheteil darunter ergänzt oder durch einen Baselayer wie dem Oasis oder dem technisch orientierten 200 Zone ersetzt werden.
    So kann jeder Wanderer seinem eigenen Kälteempfinden entsprechend wählen. In den Bergen sollte natürlich auch immer an den passenden Regenschutz gedacht werden, da schnelle Wetteränderungen eintreten können.

    Wmns Sphere SS Scoop
    Sphere SS Crewe Mens
    Sphere LS Crewe Mens
    Wmns Sphere Tank
    Sphere SS Low Crewe Womens
    Sphere LS Low Crewe Womens

    Was ist dein Lieblingsteil von icebreaker und warum?

    Generell fällt es mir natürlich schwer mich auf ein Lieblingsteil zu beschränken. Am wichtigsten ist es mir Merino direkt auf der Haut zu tragen. So kann es seine Stärken voll ausspielen und das Tragegefühl ist super angenehm. Jetzt im Sommer bin ich aber definitiv ein großer Fan der Sphere T-Shirts unserer Cool-Lite™ Kollektion. Die T-Shirts sind bei mir das ganze Jahr über im Einsatz, sei es bei warmen Temperaturen im Sommer oder als wärmende Schicht unter einer Jacke oder einem Pullover im Winter. Besonders jetzt im Sommer trage ich die Sphere Shirts gerne, da die Mischung aus Merinowolle und Tencel™ besonders atmungsaktiv ist und damit an heißen Tagen ein angenehm kühles Tragegefühl gewährleistet. Die leicht melierte Optik gibt dem Shirt einen schönen schlichten Style, sodass es vielseitig einsetzbar ist - sei es beim Einkaufen, beim Treffen mit Freunden oder dem Ausflug in die Natur.

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