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    Neue Pläne und ein neuer Partner!

    David Lama im Interview. Er hat schon viel erreicht, mit seinen 27 Jahren. Seine Erfolgsgeschichte beginnt bereits in der Kindheit. Bei seinen ersten Kletterversuchen wird schnell klar, David ist ein Ausnahmetalent. Er fühlt den Fels und seine Strukturen wie kaum ein zweiter. Nach seiner frühen Wettkampfkarriere zieht es ihn raus an die „echten“ Berge, wo er auch bald große Aufmerksamkeit erregt und echte Höchstleistungen, wie die erste freie Begehung der Kompressorroute am Cerro Torre, vollbringt. 16 Jahre lang wurde er dabei von Mammut begleitet, jetzt gab er auf der ISPO seinen Wechsel ins The North Face – Team bekannt. Unser Redakteur André hatte ganz frisch nach dem Wechsel die Gelegenheit, mit David über seine Erfolge, Projekte und Pläne zu sprechen.

    Hallo David. Ich komme immer etwas ins Stocken, wenn ich lese was Du alles gemacht und erreicht hast mit 27. Es ging schon sehr früh los bei Dir, oder?

    Na, ja, eigentlich war das bereits 1995. Everest Legende Peter Habeler kannte meinen Vater durch die gemeinsame Arbeit an diversen Hilfsprojekten für Nepal. Irgendwann durfte ich mit zu einem seiner Kinderkletterkurse. Dort merkte er erstmals, dass ich mich recht geschickt anstellte und sagte das auch meinen Eltern. Seine Kurse hatten den Fokus, dass Kinder sich an der frischen Luft bewegen und Spaß haben sollten. Hier spielte Leistung noch nicht die geringste Rolle.

    Später kam ich zu Reini Scherer (meinem Trainer) in den Kurs. Ich war dort der Jüngste und wollte mich natürlich mit den Älteren messen. Das weckte immer mehr Ehrgeiz. 1999 nahm ich dann an meinem ersten Wettkampf teil.

    2008, nach Deiner Wettkampfkarriere war es eine Zeit lang recht ruhig um Dich. Ich persönlich erinnere mich, dass ich 2010 erstmals wieder etwas von Dir las, als Du mit Jorg Verhoeven die mächtige „Brento Centro“ erstmals frei geklettert bist. Kann man sagen, dass diese Tour der Einstieg in die großen Wände und den Alpininsmus war?

    Es freut mich, dass Dir die „Brento Centro“ so präsent ist. Das ist eher eine meiner unbekannteren Touren. Nein, es war ein fließender Übergang. Es trieb mich immer mehr raus aus den Hallen, an den echten Fels, längere Routen und alpine Wände. Ich hab bereits 2008, ebenfalls mit Jorg, eine alpine Linie an der Sargwand, die „Desperation of the Northface“ erstbegangen. Das war die erste größere alpine Unternehmung, bei der ich mich richtig austesten konnte.

    Alle sind schwer motiviert!

    Du hast Dich nach 16 Jahren von Sponsor Mammut getrennt und bist ins The North Face -Team gewechselt. Darf man fragen, warum?

    Klar kann man fragen (lacht)! Mammut hat mich immer gut unterstützt. Es war für mich einfach eine großartige Chance mich weiterzuentwickeln, etwas Neues kennenzulernen. Ich war schon für 3 Tage im TNF-Headquarter in den USA und wir haben viel über das gesprochen, was so kommen wird. Alle sind schwer motiviert. Ich habe schon immer eng mit den Teams der Produktentwicklung zusammengearbeitet, bei TNF wird sich das aber nochmals deutlich verstärken.

    Also alles in allem ein gutes Gefühl?

    Auf jeden Fall!

    Du kommst viel rum. Kletter-Erstbegehungen in den USA und im Libanon, Bergsteigen in Patagonien und Alaska und immer wieder Nepal. Welche Regionen haben Dich am meisten beeindruckt?

    Ich bin jetzt nicht der Freund von Superlativen, wie „das Beste“, „das Schönste“, etc… Jede Region hat natürlich ihre völlig eigenen Besonderheiten, Schönheiten und Eigenarten. Nepal hat die letzten Jahre sicher einen ganz besonderen Stellenwert für mich erreicht, da mein Vater von dort kommt. Ich war lange (zwischen 1999 und 2015) nicht dort, seitdem aber jedes Jahr, teilweise sogar mehrfach. Die Bindung wird immer stärker.

    Du hast aktuell noch zwei offene Projekte in Nepal, zum einen der Lunag Ri (6.907m), an dem Du schon zweimal abbrechen musstest und zum anderen die Südostkante der Annapurna III. Wirst Du da neue Versuche starten?

    Ja. Beide Projekte sind es wert, daran festzuhalten. Es wird dieses Jahr voraussichtlich im Herbst wieder nach Nepal gehen und dann zurück zur Annapurna III. Es steht aber noch nicht ganz fest, die Verhältnisse müssen natürlich passen. Vielleicht geht’s auch wieder zum Lunag Ri. Beides in einem Jahr geht nicht, da das mögliche Zeitfenster sehr knapp ist.

    Wenn Lunag Ri, wirst Du wieder mit Conrad Anker einsteigen? Euer letzter Versuch endete für ihn ja sehr dramatisch, er bekam in der Wand einen Herzinfarkt…

    Conrad hat sich seitdem wieder sehr gut erholt und steht einem weiteren Versuch auch positiv gegenüber. Ganz entschieden hat er sich allerdings noch nicht. Ich würde gerne wieder mit ihm zum Lunag Ri. Wir ergänzen uns hervorragend in der Wand.

    Gibt es weitere oder neue Pläne für 2018?

    Ja, da gibt es schon ein paar Vorhaben, die aber alle noch nicht komplett spruchreif sind. Aber ich bin höchst motiviert (lacht)! Zum einen will ich gerne nach Alaska an den Mt. Logan und dann möchten einige Kollegen und ich unbedingt zum Felsklettern nach Schottland und dort eine gemeinsame, gute Zeit haben.

    Ich seh‘ schon, es wird ein spannendes Jahr mit vielen Projekten und Herausforderungen. Bleibt mir nur noch, Dir alles Gute zu wünschen und viel Erfolg bei allen Vorhaben. Danke für Deine Zeit!




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