Isolationsjacke: Daune oder Synthetik – worin liegt der Unterschied?

    In den Bergen ist sie kaum wegzudenken, die Isolationsjacke. Es gibt sie mit Daunen- oder Kunstfaserfüllung. Haglöfs setzt beide Materialien in seinen Jacken ein. Doch worin besteht eigentlich der Unterschied? Wir klären auf.

    Daune 

    Daune ist das älteste Isolationsmaterial. Schon bei den Wikingern wurden Hinweise auf die Verwendung des Naturproduktes gefunden. Daune zeichnet sich besonders dadurch aus, Luft in ihren kleinen und perfekt strukturierten Einheiten einzufangen. Um sich im Außenmaterial zu entfalten und um noch mehr Luft einzufangen, wird die Daune mit Federn gemischt. Die Luft ist es letztendlich, die uns warmhält. Kunstfaserjacken kommen kaum an die Wärmeleistung einer Daunenjacke heran. Zudem hat Daune die beste Komprimierbarkeit und eine hohe Fähigkeit, sich nach dem Packen wieder in seine ursprüngliche Form zu wölben. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht. Das Material ist das leichteste Isolationsmaterial und daher ideal zu verwenden, wenn eine leichte Packung benötigt wird. Daune ist auch sehr angenehm zu tragen, da sie einen guten Feuchtigkeitstransport hat. Die Feuchtigkeit vom Schwitzen wird gut nach außen abgegeben. Hier kommt jedoch gleich der größte Nachteil einer Daunenjacke ins Spiel: die Feuchtigkeitsaufnahme. Wenn unbehandelte Daunen permanent Regen und Schnee ausgesetzt sind, kann die Daune verklumpen. Verklumpungen sind kaum zu beseitigen und verhindern fast vollständig die Isolationsfähigkeit.

    Ein wasserabweisendes oder wasserdichtes Außenmaterial kann eingesetzt werden, um das Eindringen von Regen in die Daune zu verhindern. Haglöfs behandelt ihre Daune mit fluorkohlenwasserstofffreiem DWR, wodurch sie auch unter feuchten Bedingungen eine langanhaltende Leistung beibehält und die Trocknungszeit beschleunigt wird. Haglöfs eigene H2O Down bleibt bis zu 10.000 Minuten trocken, was fast 7 ganzen Tagen bei ständiger Regeneinwirkung entspricht.

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    Synthetik

    Ein synthetisches Material versucht so gut es geht das Daunenmaterial zu imitieren. In feuchten und nassen Umgebungen funktioniert es besser als Daune. Synthetisches Material behält seine wärmenden Eigenschaften auch im nassen Zustand und klumpt nicht so leicht zusammen. Allerdings ist es nicht so leicht und kompakt. Bei gleichem Gewicht ist die Wärme Wirkung etwas geringer.

    @Mimic Technologie

    Es gibt eine große Auswahl an synthetischen Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften. Haglöfs hat in diesem Winter gleich zwei neue synthetische Isolations Technologien auf den Markt gebracht: Mimic Platinum und Mimic Gold. Mimic Platinum enthält Graphen, ein besonders leitfähiges, mit dem Nobelpreis ausgezeichnetes Material: eine bahnbrechende Technologie auf Kohlenstoffbasis, mithilfe derer sich Kleidungsstücke schneller aufwärmen und die Wärme länger speichern können. Dadurch verbessern sich die Isoliereigenschaften um bemerkenswerte 35 Prozent. Mimic Gold bedeutet eine verbesserte Zusammensetzung des Polyestermaterials und um 10 % verbesserte Isoliereigenschaften im Verhältnis zum Gewicht.

    V Series Mimic Hood Women
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    Die Eigenschaften im Überblick

    Was darf´s nun sein? Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile. Die Wahl sollte dann auf eine Daunenjacke fallen, wenn wirklich jedes Gramm zählt und die Jacke eher in extremer und trockenerer Kälte zum Einsatz kommt. Für feuchte und nasse Umgebungen und bei schweißtreibenden Aktivitäten empfiehlt sich eher die Synthetik-Jacke.

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