Kleine Knotenkunde - Münchens schönste Yogaplätze

Das Schöne ist gerade die Ruhe. 

Yoga draußen? In der Stadt? Katja und Franz von der neuen AYM Ashtanga Yoga-Schule im Münchener Glockenbachviertel haben uns vor kurzem ihre schönsten Plätze in der Stadt gezeigt. Dabei haben uns die Profis viele nützliche Infos und Geschichten mit auf den Weg gegeben...

Übrigens:

Ausgestattet wurden Katja und Franz von Kahma – Yoga and Style. Die tollen Teile gibt´s natürlich auch bei uns.

Mal von Anfang an. Ashtanga Yoga – was ist das?

Katja: Ashtanga Yoga ist eine Form der klassischen Hatha-Yoga-Lehre. Das Besondere am Ashtanga Yoga ist, dass zur Bewegungslehre die Komponenten Atemkontrolle und Konzentration dazu kommen. Es geht also nicht nur um´s „Turnen“, sondern auch darum, Atmung und beispielsweise die Blickrichtung während einer Übung auf einen bestimmten Rhythmus und ein Ziel zu konzentrieren.

Franz ist ganz bei sich und genießt die Ruhe.
Franz ist ganz bei sich und genießt die Ruhe.


Klingt anspruchsvoll?

Franz: Das ist es auch. Jede Position innerhalb einer Serie von nacheinander folgenden Übungen hat eine Dauer von fünf Atemzügen. Dazu gibt es festgelegte Blickpunkte, zum Beispiel die Hände, Füße oder die Nasenwurzel. Das erfordert natürlich viel Konzentration, ist anstrengend, aber auch sehr meditativ.

Katja: Genau - und dabei wird die Umgebung sehr reduziert, damit es so wenig Ablenkung wie möglich gibt. Unsere Räume sind sehr schlicht gehalten, es gibt keine Musik, jeder kann und darf für sich sein – bei Bedarf mit unserer Anleitung.

1. Die Räumlichkeiten bieten Entspannung pur. 2. Gemütlichkeit in jeder Ecke.


Und es wird nicht langweilig?

Katja: Nein, überhaupt nicht. Das Schöne ist gerade die Ruhe. Genau die suchen viele Menschen, die zu uns kommen.

Franz: Wenn man in den Raum kommt, hört man nur das Geräusch des „Ujjayi Atems“ der übenden Yogis. Während der Yogapraxis kann man sich ganz auf sich selbst konzentrieren und wird durch nichts abgelenkt. Je weiter fortgeschritten, desto anstrengender und schwieriger werden die Positionen und Bewegungsabläufe. Dabei lernt man, seinen Körper nochmal ganz anders wahrzunehmen.

Wie lange braucht man denn, um so richtig rein zu kommen?

Franz: Ashtanga Yoga ist auf jeden Fall eine Form des Yogas, an der man dran bleiben sollte. Die meisten unserer Yogis praktizieren über mehrere Jahre und das mehrmals die Woche.

Stille im Westpark.
Stille im Westpark.

Ihr seid ja schon ganz schön sportlich unterwegs. Was ist, wenn ich nicht ganz so beweglich bin, oder der Rücken schmerzt?

Franz: In der traditionellen Ashtanga Yoga Serie sind die Positionen streng festgelegt.Es gibt aber auch Lehren, so zum Beispiel die Schule von Dr. Steiner in Ulm, bei der auch Katja und ich gelernt haben, die einen gewissen Spielraum einräumen. Dadurch kann man die Übungen dem Können der Praktizierenden anpassen, egal ob jung oder alt, mit Verletzungen oder auch in der Schwangerschaft. 

Katja schwebt...fast...
Katja schwebt...fast...


Jetzt sind wir aber gespannt auf eure Tips. Wo macht man in München am besten Outdoor-Yoga? 

Franz: Weil´s so schön nah von unserem Studio in der Lindwurmstraße ist, gehen wir oft an die Isar. Flußaufwärts von der Wittelsbacherbrücke gibt es jede Menge beschauliche Plätze, die großen Kiesel am Ufer als Unterlage sind eine extra Herausforderung. Gerade am Morgen ist es hier besonders schön. 

1. Sommer, Sonne, Kiesel... 2. ...die Isar bietet tolle Plätze satt!

Katja: Gar nicht weit weg von dort, zwischen Isar und Schyrenbad, liegt versteckt der Rosengarten in Untergiesing. Hier findet man zwischen Blumen und emsigen Gärtnern immer ein ruhiges, schattiges Plätzchen.

1. Überall gibt es kleine Wege und Nischen. 2. Die Bäume bieten Schatten und Atmosphäre.

Franz: Und wenn ich Motivation suche, dann sind die Tartanmatten auf der offenen Trainingsfläche des 4Fcircle in den Isarauen meine erste Wahl. Hier ist immer was los, da sitzt man garantiert nicht tatenlos herum.

1. Die Matten bieten den optimalen Untergrund für anspruchsvolle Übungen. 2. Aber es gibt auch Fläche zum Entspannen.

Katja: Alternativ zum Englischen Garten gehe ich auch gerne in den Westpark. Die asiatischen Gärten, Teiche und Pavillons bieten einen sehr meditativen Rahmen. Und wenn Englischer Garten, dann auf Höhe des Nordfriedhofs und weiter Stadtauswärts. Wer dieses Eck noch nicht kennt, hat was verpasst!

Solche Plätze gibt´s definitiv nicht überall!
Solche Plätze gibt´s definitiv nicht überall!
1. Eine Oase mitten in der Stadt. 2. Platz für Ideen.


Fotos: 

Outdoor: André Tappe

Yoga-Studio: Birgit Rilk