Das perfekte Wochenende – Kleinwalsertal
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    Das perfekte Wochenende – Kleinwalsertal

    Es ist schon etwas ganz spezielles, das Vorarlberger Tal. Eigentlich österreichisches Staatsgebiet, ist es beispielsweise nur von der deutschen, der Allgäuer Seite zu erreichen und wurde ursprünglich von Schweizern aus dem Wallis besiedelt. Nach Vorarlberg kommt man lediglich zu Fuß, denn da stehen einige wilde Gipfel im Weg. Eine Sackgasse par Excellence! Eine ausgesprochen schöne, wohlgemerkt! Ein Hochgebirgstal, das so ziemlich alles zu bieten hat, was sich echte Berg-Enthusiasten wünschen. Egal, ob Extremsportler, Naturfreunde oder bergverliebte Familien. Eine tolle Heimat haben sie sich da ausgesucht, die Walser!
    Kleinwalsertal-wandern-Widderstein
    Unterwegs zum Widderstein ©Kleinwalsertal-Tourismus / André Tappe

    Eine lange Geschichte

    Das Kleinwalsertal wird schon lange von Menschen bewohnt. Seit der Jungsteinzeit, um genau zu sein. Ausgrabungen auf dem Gottesacker-Plateau, einer zerfressenen Karsthochfläche, brachten Pfeilspitzen, Reste alter Feuerstellen, Lagerplätze und andere Zeugnisse aus alter Zeit ans Tageslicht. Die erste urkundliche Erwähnung des Tals stammt aus dem Jahre 1059. Die ersten „modernen“ Bewohner wanderten um das Jahr 1270 aus dem Oberwallis ein. Von da an begann eine wechselvolle Geschichte, in der die Walser sich aber letztendlich behaupten konnten. Seit 1891 ist das Tal Zollausschlussgebiet und kann somit freien Handel mit Deutschland treiben. Durch eine bereits sehr frühe, gute Verkehrsanbindung an das Allgäu, ist die Region schon lange heiß begehrtes Tourismusziel. Bereits in den 40er Jahren eröffnete der erste Schlepplift.

    Wandern-Kleinwalsertal
    Zwischen wilden Gipfeln die Seele baumeln lassen. © Kleinwalsertal-Tourismus / André Tappe

    Wandern und staunen

    Das Kleinwalsertal hat für alle Anforderungen etwas in Petto. Gemütliche Panorama-Spazierwege und Tal nahe Wanderungen durch herrliche Natur, wie beispielsweise auf einer Etappe des Walser-Omgangs entlang des Schwarzwasserbachs. Hier passiert man reihenweise wunderschöne Gumpen, Wasserfälle, eine Natursteinbrücke und das alles in urigem Bergwald. Auch im Hochsommer gibt es hier viel Schatten und kühle Temperaturen. Nach der Tour noch nicht müde? Dann hängt doch einfach die eindrucksvolle Breitachklamm dran.

    Wandern-Kleinwalsertal-Omgang
    Wasserfälle und Gumpen am Schwarzwasserbach. ©Kleinwalsertal-Tourismus / André Tappe

    Eine längere und wirklich einzigartige Tour führt auf die weitläufige Karsthochfläche des Gottesackers (2.033 m). Ein einzigartiger Ort direkt neben der imposanten Berggestalt des Hohen Ifen (2.230 m). Auf dem Hochplateau befindet sich ein wahrhaftes Labyrinth aus bizarren Formen, Rissen und tiefen Spalten aus Schrattenkalk. Außerdem beherbergt der Gottesacker eine enorme Vielfalt an seltenen Pflanzenarten. Unter der Oberfläche birgt das Felsenmeer viele Höhlensysteme, unter anderem das Hölloch, eine der größten Höhlen Deutschlands (sie liegt noch auf dem Gebiet der Gemeinde Oberstdorf). Wer sich auf das Plateau aufmacht, sollte auf den Wanderwegen und markierten Pfaden bleiben und ausreichend Wasser mitnehmen. An den Felsspalten ist Vorsicht geboten, diese sind oftmals sehr tief und bergen für unvorsichtige Wanderer durchaus ein Absturzrisiko an diesem ansonsten nicht wirklich steilen Berg. Im Frühsommer sind viele der Spalten noch durch Altschneefelder bedeckt und somit herrschen ähnliche Gefahren wie auf spaltenreichen Gletschern.

    Wandern-Kleinwalsertal-Widdersteinhütte
    Die Widdersteinhütte am Logenplatz. ©Kleinwalsertal Tourismus / André Tappe

    Was man sich auch nicht entgehen lassen sollte, ist die Umrundung des Königs, hoch über dem Tal. Der Widderstein ist mit seinen 2.533 m die höchste Erhebung im Kleinwalsertal und eine wirklich beeindruckende, schroffe Berggestalt. Während der Gipfel nur trittsicheren und schwindelfreien Bergsteigern, die auch vor der einen oder anderen ausgesetzten Kletterpassage nicht zurückschrecken, vorbehalten bleibt, können Wanderer das ganze mächtige Massiv auf einem spektakulären Weg umrunden.

    Wandern-Kleinwalsertal-Widderstein
    Der Widderstein in wilden Wolken. ©Kleinwalsertal-Tourismus / André Tappe

    Von Baad geht es durch das Bärgunttal auf steilen Wegen nach oben zum Hochalppass, über den wohl auch die ersten Siedler das Tal erreichten. Von dort quert man hoch über der Hochtannbergpass-Straße unter der schroffen Felsgestalt des Widderstein-Gipfels bis zur Widderstein-Hütte und erreicht dann den Gemstelpass. Von hier ab geht es zuerst recht steil hinab zur oberen Gemstelhütte, dann weiter, teils seilgesichert durch eine Klamm. Danach wird der Steig sanfter und führt an der Hinteren Gemstelhütte vorbei ins Tal bis nach Bödmen. Von dort folgt man der Breitach zurück zum Ausgangspunkt nach Baad.
    Die 16 km lange Tour bietet ein einzigartiges Panorama, erfordert aber etwas Trittsicherheit und Kondition.

    BE[E] Kleinwalsertal

    Das Kleinwalsertal hat sie noch in Hülle und Fülle, die großen, blühenden Hochwiesen voller Alpenblumen. Diese Blütenvielfalt ist nicht nur eine Augenweide für uns, sie ist vor allem ein echtes Paradies für zahllose Bienen. Grund genug, im Tal das Projekt BE[E]Kleinwalsertal ins Leben zu rufen. Verschiedene gemeinsame Aktionen sollen dem Bienen- und Insektensterben entgegenwirken.

    Bienen-Kleinwalsertal
    Pollen und Nektar im Überfluss. © Kleinwalsertal-Tourismus / Dominik Berchthold

    Alle Besucher des Tals haben die Möglichkeit, sich im Walserhaus in Hirschegg eine von Experten zusammengestellte Blumensamen-Mischung mitzunehmen (kostenlos) und sich so zu Hause eine eigene Bienen-Oase anzulegen. Es gibt Pflanzaktionen, Infotafeln an vielen Orten im Tal, Pflanzenkunde und der Bau von Insektenhotels, bei allem können Einheimische wie Besucher gleichermaßen teilnehmen. In der Nähe des Walserhauses entsteht ein großer Blühgarten, der den verschiedensten Insekten und Wildbienen zur Heimat werden soll.
    Wer möchte, kann sich auch beim Experten das Imkerhandwerk live zeigen lassen.
    Ein unterstützenswertes Projekt.

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    Wildnisschule-Kleinwalsertal-Survival
    Feuer bohren - eine spannende Erfahrung ©Wildnisschule-Kleinwalsertal

    Familien-Special: Wildnisschule Kleinwalsertal

    Ihr wollt wissen, wie Ihr in der Natur ohne größere Hilfsmittel zurechtkommt? Outdoorguide Ronny Katz zeigt Euch mit viel Enthusiasmus alles, was Ihr zum Thema Lagerbau, Survival und Outdoorküche wissen solltet. Natürlich lernt Ihr auch, wie Ihr ohne Streichhölzer ein Feuer in Gang kriegt.
    Für Kinder und Jugendliche gibt es auch ein eigenes Tagesprogramm, wo beispielsweise während einer Schatzsuche die Orientierung an Hand der Sonne und einigen natürlichen Hilfsmitteln erklärt wird.     

    >> Hier erfahrt Ihr mehr dazu

    Eigentlich fast etwas viel für ein Wochenende, aber probiert es doch einfach mal aus. Wiederkommen könnt Ihr immer noch. Werdet Ihr auch, da sind wir uns sicher. Ihr habt Fragen oder braucht eine Unterkunft?
    Dann wendet Euch vertrauensvoll an die >> Tourismusinformation Kleinwalsertal  
    Ihr braucht noch Wanderausrüstung für das Bergwochenende? Da können wir Euch helfen. >> Alles zum Wandern

    Wandern-Kleinwalsertal-Omgang
    Am Schwarzwasserbach. ©Kleinwalsertal-Tourismus / André Tappe
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