Leki - Eine Evolutionsgeschichte

Eine Banane und ein Ei inspirierten Klaus Lenhart zu den 2009 erschienenen Griffen. 


"Ich bin dann mal weg!" So verabschiedete sich Hape Kerkeling 2006 auf den berühmten Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Stilecht mit dabei: ein hölzerner Wanderstock. Ein leichtes Randdasein führen sie ja doch noch, die Wanderstöcke, die uns bereits seit der Altsteinzeit bekannt sind. Obwohl Mann und Frau schon so lange am Stock gehen – und das nicht erst im Alter. Zeit, den Wanderstock mit Kultstatus einmal näher zu beleuchten. Eine Evolutionsgeschichte vom Stockspezialisten LEKI.

Des Müllers Lust

Einen etwas verstaubten Ruf hatte das Wandern – und heute? Seit ein paar Jahren hat sich das Wandern regelrecht zur Trendsportart gemausert – unterstützt von vielversprechend klingenden Ablegern wie Speed Hiking, spirituelles Wandern oder Barfußwandern. Dabei sinkt das Durchschnittsalter der Wanderer stetig.

 

Wie alles anfing

Wir gehen, seitdem wir stehen können –also schlappe 200.000 Jahre. Gehhilfen waren da sicherlich nicht weit. Der Wanderstab ist seit der Antike ein beliebtes ikonographisches Heiligenattribut. Heute haben die schulterhohen Holzstöcke Retro-Charakter. Wandergesellen tragen sie bis heute mit sich, und dem hölzernen „Alpenstab“ begegnet man auch noch ab und zu.

 

LEKI – Lenhart in Kirchheim

Auf Holzverarbeitung war genau er spezialisiert, Karl Lenhart, der Gründer von LEKI. Er produzierte Holz-Buchstaben für Schriftzüge beispielsweise von Bäckereien und Metzgereien im schwäbischen Kirchheim unter Teck. Aber Karl Lenhart war begeisterter Skisportler, das war 1948, und weil er mit seinen Skistöcken nie zufrieden war, baute er sich 1948 erstmals in seinem Betrieb seine eigenen – der Branchenwechsel war gelungen. Die ersten Skistöcke gingen in den 60er Jahren in Serie.

Der "Ur"-Makalu von 1974
Der "Ur"-Makalu von 1974


Alles im Griff?

Bei so viel Expertise kommen die Ideen schon einmal auf ungewöhnliche Art und Weise. So wie beim Aergon Griff: Seine ergonomische Krümmung, die kantenfreie Außenform oder die große Stützfläche am Griffkopf sind Eigenschaften, deren Ideen bei der Brotzeit geboren wurden: Eine Banane und ein Ei inspirierten Klaus Lenhart zu den 2009 erschienenen Griffen.

Kleiner geht immer.

Der Trekking-Stock war nun technisch schon weit gereift, nur eines fehlte: Die Möglichkeit, bei gleichbleibender Funktion und Stabilität, den Stock weniger sperrig zu gestalten, flexibel zu machen – sprich faltbar. Mit den Micro Sticks folgte dieser Schritt 2013.

Wie es funktioniert? Ein Spannseil verbindet die mehrteiligen Glieder des Stocks. Damit das Seil seine Spannung hält, ist am Seilende eine Feder montiert – zur automatischen Längenkompensation. Sie verhindert auch, dass das Seil nicht gleich ausleiert.

Die neueste Innovation aus dem Hause LEKI ist die Spitzenfederung „Dynamic Suspension System (DSS)“. Ab Frühjahr 2016 wird diese Dämpfung auch in die Trekking-Faltstöcke integriert. Das „Rundum-sorglos-Paket“ unter den Trekkingstöcken heißt dann: Micro Vario Carbon Antishock.    

Welcher ist eigentlich mein "Richtiger" Leki-Stock? Wir sagen es Euch hier...