Mit Kindern wandern – Hauptsache spannend
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    Mit Kindern wandern – Hauptsache spannend

    Kinder lieben es draußen zu sein. Kinder lieben Bewegung. Hauptsache man erlebt etwas dabei! Da bieten sich natürlich drei Dinge besonders an: Wasser, Wald und Berge. Was man aber dringend vermeiden sollte, sind ewige Zustiege und langweilige Wege. Dass es nach 2 Stunden Forststraßenhatscher wirklich schön wird interessiert die meisten Kinder doch eher weniger. Spannung ist gefragt – von Anfang bis Ende.
    Taubenberg

    „Diesmal will ich allein durch den Bach!“ schreit sie. Mit glitzernden Augen und der Zunge im Mundwinkel steigt sie hochkonzentriert auf den ersten Stein. Es folgt der zweite, der dritte, die kleine Sandbank in der Mitte, jetzt noch ein paar Schritte über den alten Baumstamm balancieren – geschafft! Eine von vielen Bachquerungen ist bewältigt. Bald sind wir da, aber davor muss noch die „Felswand“ bezwungen werden. Abends ist sie hundemüde, kann aber nicht schlafen, weil sie es nicht aushält bis sie morgen im Kindergarten allen davon berichten kann.

    Schmale Pfade durch dichten Wald, hie und da ein Bach, an dem man ein paar Rindenboote schnitzen kann, die dann nach der nächsten Kurve eigenen Abenteuern entgegen schippern. Da vergeht das Wandern wie im Flug, jede Biegung verspricht neue Entdeckungen, eine Kraxelpassage vielleicht, ein Wasserfall, ein Eichhörnchen. Drachen? Einhörner? Stoff für Legenden!

    Da wir hier im Sporthaus ja auch einige stolze Eltern haben, die ihren Kindern das Leben draußen mit Begeisterung näher bringen wollen, haben wir uns mal durchgefragt, was sie denn empfehlen würden. Das Ergebnis wollen wir Euch gerne hier vorstellen.

    DICHTER WALD AM TAUBENBERG

    Der Taubenberg (896 m) ist eher ein kleiner Vertreter seiner Gattung, aber recht weitläufig und über große Flächen mit dichtem Wald bewachsen. Vorwiegend Fichten und Weißtannen. Was dem Bergerl am Rand des Mangfalltals an Fels und Steinen fehlt, das macht es mit Wurzeln, Hohlwegen und vielen Bächen wett. Ein perfekter Spielplatz für kleine Entdecker.

    Wald
    Dichter Wald. Voller Geheimnisse, vor allem für Kinder.

    Am besten startet man von Osterwarngau aus. Vom Parkplatz am Naturschwimmbad (das saubere, kalte Wasser im Becken wird von einem der Bäche gespeist). Einfach dem Weg in den Wald folgen, direkt in Richtung Taubenberggipfel oder über die Kapelle Nüchternbrunn. Von der Forststraße zweigen ständig kleine Pfade ab, die zwischen kleinen Bäumen und großen Tannen quer durch den Wald führen. Zwischendurch müssen können immer wieder kleine „Canyons“ überquert werden, die von Bächen teils tief in den weichen Waldboden gegraben wurden. Perfekte Zwergenverstecke, natürlich. Oben am Taubenberg gibt es einen großen Aussichtsturm und ein Stück weiter den Berggasthof Taubenberg. Hier warten eine Menge Tiere auf die Kleinen und man kann lecker essen.

    Anfahrt
    Entweder von München kommend über die A8 bis Holzkirchen, von dort aus ca. 5 km Richtung Tegernsee. In Warngau der Beschilderung nach Osterwarngau folgen. 
    Oder Mit der BOB direkt nach Warngau. Auch hier führen einige Wege auf den Taubenberg.

    Tipp
    Für zusätzlichen Abenteuercharakter sorgt ein einfacher Kompass. Um aus der „Wildnis“ wieder herauszufinden. Größere Kinder können sich an ihren Rindenbooten ja auch schon mit dem eigenen Schnitzmesser versuchen.

    Field
    Ranger S
    Compass 9 Carabiner
    Opinel Kindermesser

    ÜBER UND IN DER LEUTASCHKLAMM

    Nahe Mittenwald hat sich die Leutasch tief in den Fels gegraben und eine wilde Klamm mit tiefen Gumpen, Wasserfällen und engen Schluchten entstehen lassen. Diese lässt sich über drei Wege begehen und bestaunen. Der klassische ist der Wasserfallsteig, der tief unten auf Holzstegen in die Klamm zu einem 23 Meter hohen Wasserfall führt. Hier sollte trotz Geländer besonders auf kleinere Kinder gut geachtet werden. Die Holzsteige sind teils recht rutschig.

    Am Einstieg zum Wasserfallsteig beginnt auch ein zweiter Weg, der Koboldpfad. Wenn man diesen im Uhrzeigersinn geht, wird auf vielen Infotafeln die Entstehung der Klamm erklärt und man erfährt viel Spannendes über die Sage. Der Pfad, der streckenweise auf gesicherten Eisenstegen hoch über der Klamm entlangführt, hat eine Länge von knapp 2 km.

    Wer danach noch nicht genug hat, kann den Koboldpfad noch erweitern mit dem Klammgeistweg. Oder man startet am Parkplatz Leutasch. Zu Beginn wird auch hier die Sage über den Klammgeist erzählt, dann betritt man den schwindelerregenden aber bestens abgesicherten Steig weit oben über der Klamm. Insgesamt ist der Klammgeistweg ca. drei Kilometer lang.

    Anfahrt
    Über die A95 nach Garmisch und von dort weiter nach Mittenwald. Dort entweder im Ortskern oder an der Sportanlage Riedboden parken. Der Weg zur Leutaschklamm ist (einigermaßen) ausgeschildert. 
    Am Ende des Leutaschtals, bereits auf Tiroler Seite gibt es auch einen großen, gebührenpflichtigen Parkplatz. Von hier aus startet auch die Tour über den Klammgeistweg.

    Von München kann man auch in ca. 1:40 Stunden mit der Bahn nach Mittenwald fahren.

    >> Alle Infos zur Leutaschklamm

    IN DIE WOLFSCHLUCHT

    Südlich vom Tegernsee, kurz vor Wildbad Kreuth, erreicht man den Parkplatz Siebenhütten. Der ist Ausgangspunkt für ein ganz besonders uriges Abenteuer: die Wanderung in die Wolfschlucht. Das erste Stück Asphaltstraße ist schnell vergessen und über den Waldweg erreicht man zügig Siebenhütten. Die idyllisch gelegenen Almhütten sind teilweise bewirtschaftet und laden zum Auftanken vor der eigentlichen Tour ein. Oder zur Belohnung danach, man kommt auf dem gleichen Weg zurück.

    Wolfschlucht
    Wasser und Fels in der kleinen Wolfschlucht

    Ab hier geht es zuerst kurz durch Wald bergauf, dann erreicht  man eine Alm auf der häufig Kälber weiden. Danach wird der Weg zum Pfad und führt immer weiter am Bach entlang auf die imposanten Blauberge zu. Hier wartet auch eine kleine Kraxelpassage (etwas achtgeben, die Stelle ist schmal). Irgendwann erreicht der Weg das Bachbett und ab hier wird der teils breite, aber flache Bach im wilden Zickzack mehrmals auf Steinen überquert (wasserfestes Schuhwerk). Hier ist alles naturbelassen, es gibt keine Brücken oder Stege. Für die Kleinen ein echtes Abenteuer. Nach einigen Querungen zweigt links die kleine Wolfschlucht ab, für Kinder ein spannender Ort mit einem schnurgeraden, märchenhaften Wasserfall und einer weiteren Kraxeleinlage am Ende. Geht man am Eingang der kleinen Wolfsschlucht vorbei weiter, hat man nach ca. 15 Minuten die große erreicht. Ab hier führt der Pfad steil nach oben in alpines Gelände, hier ist für Kinder Schluss. Die Landschaft ist aber auch hier unten sehr spektakulär.

    Vom Parkplatz bis zum Schluchtende ist man mit Kindern ca. 2 – 2 ½ Stunden unterwegs, je nachdem, wie viel unterwegs erforscht wird.

    Wichtig
    Wie man an den vielen Baumstämmen und Holzresten im Bachbett erkennen kann, ist die Tour nur etwas für gute Wetterverhältnisse! Bei plötzlichem Starkregen oder Gewitter wird der Bach, in dessen Bett man sich hier über weite Strecken bewegt, schnell zum reißenden Fluss mit wenigen Ausweichmöglichkeiten.   

    ZU DEN JOSEFSTALER WASSERFÄLLEN

    Zwischen Schliersee und Spitzingsee liegen versteckt im Wald die herrlichen Josefstaler Wasserfälle.

    Josefstaler Wasserfall
    Märchenhafte Kulisse, schnell erreicht.

    Von Josefstal aus ist der erste und größte der Wasserfälle in knapp 10 Minuten zu erreichen. Hier darf erst mal gestaunt werden. Über einen schönen Pfad geht es von hier aus weiter bergauf, an weiteren, etwas kleineren Wasserfällen vorbei bis zu einer weitläufigen, ebenen Bergwiese, über die der flache, aber hier recht breite Hachelbach plätschert. Ideal für ein Picknick und ausgiebiges Geplansche am Wasser. Die Wiese ist gemütlich in einer halben Stunde erreicht.

    Den Rückweg kann man über das Gebiet der Stockeralm (unbewirtschaftet) zu einer kleinen Rundtour ausweiten. Dazu einfach über den Steg, dem Weg und der Beschilderung folgen.

    Anfahrt
    Auch hier zuerst von München über die A8 bis Ausfahrt Weyarn, dann über Miesbach zum Schliersee, dort weiter Richtung Bayrischzell. Bei Neuhaus dann rechts in die Josefstaler Straße abbiegen. Am Ende der Straße geht's in Richtung Wasserfälle.

    Lust bekommen? Dann steuert mit Euren Kleinen die vier Ziele  doch einfach mal an. Viel Spaß draußen!!!
    Alles was sie vielleicht noch brauchen findet Ihr hier:

    >> Kinderbekleidung
    >> Kinderwanderschuhe 

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