Mountain Force: Schweizer Präzisionsarbeit

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Roman Stepek, CEO/Mountain Force[/caption]
Im Grunde ist Mountain Force eine noch junge Skibekleidungsmarke – aber sie ist tief verwurzelt in der Tradition des klassischen Schneiderhandwerks und der Präzisionsarbeit, für die man die Schweizer kennt. Hier geht’s ums Detail und um Millimeterarbeit – nicht nur bei den maßgeschneiderten Skihosen. Wir wollten von Mountain Force CEO Roman Stepek wissen, was in und hinter der Premium-Marke steckt.
 
 
 
 
 
Herr Stepek, wo liegen die Wurzeln von Mountain Force?
Unsere Wurzeln liegen klar im Ski-Performance Bereich. Wir streben danach, die perfekte Skibekleidung zu designen. Dafür entwickeln wir zum Teil unsere eigenen Stoffe oder arbeiten mit renommierten Herstellern wie Schoeller oder Polartec zusammen. Beim Design legen wir großen Wert auf einen sportlich-eleganten Stil. Ein weiteres Kennzeichen für Mountain Force ist unsere Liebe für die perfekte Verarbeitung, die vor allem durch das Zurückgreifen auf die traditionelle Handwerkskunst geprägt ist.
Wie muss man sich die Verbindung aus High-Tech und traditionellem Handwerk vorstellen?
Wir haben in unserem Herstellungsprozess viele Schritte, die nur per Hand von statten gehen. Eine Skijacke besteht bei Mountain Force aus rund 350 Einzelteilen, die in ca. 1.500 Arbeitschritten zusammengesetzt werden.
Das ist eine beeindruckende Zahl... Eines der Details vielleicht als Beispiel?
Nehmen wir unser 3D-Logo: Es wird komplett manuell angebracht, was im Schnitt zehn Minuten dauert. Das sind alles Punkte, die unsere Leidenschaft und Kompetenz für das klassische Handwerk unterstreichen.
Die Marke ist vor allem auch bekannt für ihre Passform – und auch für ihre maßangefertigten Skihosen. Wie läuft das ab?
Ja, genau, das bieten wir an. Unsere Schneider nehmen dafür beim Kunden Maß und fertigen einen komplett neuen Schnitt an, der auf die einzelnen Kundenwünsche eingeht. So entsteht ein Unikat auf höchsten technischen Niveau.

Was gilt es generell in Sachen Passform zu beachten?
Für die perfekte Passform spielt das Material eine entscheidende Rolle und wir setzen hier auf unsere eigenen Stoffentwicklungen. Allen voran unser einzigartiger 12-Wege-Stretch, bei dem nicht nur der Oberstoff und das Innenmaterial, sondern auch das Futter elastisch ist. Zusätzlich arbeiten wir mit einer elastischen Keramikmembran, die die Wärme nach Innen und die Kälte nach Außen reflektiert. Dadurch entsteht der für Mountain Force so typische Tragekomfort. Dieses Material ist sehr pflegeleicht, so dass unsere Skiwear jederzeit bei 30° C in der Waschmaschine gewaschen werden kann.
Welche Materialien kommen sonst noch zum Einsatz?
Wir bieten einige Modelle mit dem PCM-Material von Schoeller an. Hier sorgen kleine Kügelchen dafür, dass zu warme oder zu kalte Temperaturen aktiv ausgeglichen werden. Ein anderes Beispiel wäre unser Fancy Jacket, das Polartec-Material integriert – und sogar den Apex Award von Polartec gewonnen hat.
Ihre Markenbotschafter sind allesamt große Namen aus der Skiszene. Alexandra Meissnitzer, Kirsten Clark, Peter Runggaldier oder Martina Ertl-Renz – wie engagieren sich die Ex-Skistars bei Mountain Force?
Unsere Brand Ambassadors sind natürlich noch immer sehr aktive Skifahrer. Sie setzen unsere Entwicklungen ein und geben uns immer wieder Feedback zu Performance und Tragekomfort.
Und was ist Ihr absolutes Lieblings- Outfit in der aktuellen Kollektion?
Das Breath Shell Jacket und dazu die Devon II Pants. Die Jacke ist aufgrund ihres Schnittes und den Abnähern an der Schulter sowie den Maxi-Reißverschlüssen extrem lässig. Und in die Hosen muss man einfach nur hineinschlüpfen, dann erklärt sich alles von selbst...

Und eine Empfehlung für die Damenwelt?
Das Delight III Jacket mit unserer Ceramic Membrane – da fröstelt garantiert auch die kälteempfindlichste Skifahrerin nicht mehr. Sie ist natürlich wasserdicht,  alle Nähte sind getaped und gleichzeitig bietet sie eine hohe Atmungsaktivität. Kombinieren kann man sie zum Beispiel mit unserer Sonic Pants für sportliche Fahrerinnen.
Und was ziehen Sie unter die Shell-Ausrüstung?
Das Hooded Insulation Jacket für Damen wie für Herren. Es ist eine extrem leichte Daunenjacke, die in einem extra Säckchen geliefert wird. Da hinein kann man die Jacke ganz einfach packen. Das ist super praktisch für Reisen! Die Steppung sorgt dafür, dass die Daunen nicht verrutschen und geben der Jacke eine besonders schlanke Silhouette.
Auf was sind Sie besonders stolz?
Auf die gesamte Entwicklung von Mountain Force! Als ich die Marke 2010 übernommen habe, war ihr Grundstock gut, aber sie war noch nicht sehr bekannt und hatte hier und da noch Entwicklungsbedarf. Inzwischen liefern wir in über 16 Länder weltweit, fertigen Skihosen nach Maß an und statten die Wintersportkommentatoren von ARD und ORF aus. Wir sind auch Mitglied der Fair Wear Foundation, die sich für bessere Produktionsbedingungen weltweit einsetzt. All das hat dazu beigetragen, dass man uns als Marke kennt, die für perfekten Tragekomfort, Schweizer Präzision und elegantes Design steht.
Wohin geht’s mit Mountain Force in der Zukunft?
Den Berg rauf und dann weiter in die Stadt runter. Was ich damit meine, wird sich im nächsten Winter zeigen...
 
Da sind wir gespannt, Herr Stepek – jetzt freuen wir uns erst einmal gemeinsam auf einen hoffentlich schneereichen Winter! Vielen Dank für das Gespräch!
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