Norrøna High Camp in Turtagrø


Skitouren zwischen norwegischen Fjorden und Berggipfeln bei Traumbedingungen! 
Anfang Mai fand das High Camp in Norwegen statt und unser Gipfelstürmer Max war live dabei. Er erlebte denkwürdige Tage in einer geradezu epischen Winterlandschaft. Eigentlich hatte er sein Skitouren Equipment schon eingelagert, aber als er erfuhr, dass er unser Gipfelstürmer Erlebnis gewonnen hatte, packte er es gerne wieder aus. Gemeinsam mit fünf weiteren Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und Dänemark reiste er mit den Norrøna Teammitgliedern Sonja und Bernie, die das Ganze bestens organisiert hatten, nach Turtagrø. Dort hatten sich über 300 Teilnehmer des High Camp versammelt, die meisten in Zelten.


Mittwoch – die Anreise

Ich konnte leider erst am Mittwochabend anreisen, die restliche Gruppe hatte bei meiner Ankunft bereits eine interessante Tour durch das Norrøna Headquarter bekommen. Dafür hatte ich, nachdem ich mein Skitourenequipment abgeladen hatte, noch ausreichend Zeit für einen Spaziergang im warmen, sonnigen Oslo. Fjord, Berge und Großstadt auf engstem Raum. Eine unglaublich moderne, abwechslungsreiche Stadt, im Vergleich zu München allerdings viel ruhiger und mit deutlich kürzeren Wegen.


Donnerstag – Anreise nach Turtagrø

Beim Frühstück hatte ich Gelegenheit, Sonja und Bernie, sowie den Rest des Norrøna-Teams kennenzulernen. Gleich danach wurden zwei Autos beladen: Ein Materialfahrzeug und ein Transporter für das Team, dann starteten wir Richtung Norden. Durch zuerst frühlingshafte Natur, ging es hinauf zu zugefrorenen Seen, schneebedeckten Bergen und vom Schnee freigefrästen Straßen. Nach ungefähr sieben Stunden begrüßte uns das norwegische Norrøna-Team in Turtagrø. Wir bezogen unsere Zimmer und trafen uns wieder zu einem wunderbaren Abendessen. Norrøna stattete jeden von uns mit Baselayer und Mütze aus und abends gab es noch eine kurze Einweisung durch Asbjørn, unseren norwegischen Bergführer.


Freitag – endlich auf Tour!

Am Freitag brachen wir zeitig auf, es wird schon früh hell im nordischen Mai. Wir konnten uns Norrøna Skitourenbekleidung zum Testen ausleihen, aber die Jacke sollte ich gar nicht brauchen. Die Temperaturen waren sehr mild. Ein Transporter fuhr uns zum Ausgangspunkt für die erste Tour. 900 hm zum ersten Gipfel, ein paar steilere Passagen mit schönen Spitzkehren und einem tollen Grat. Ansonsten eher gemütliches Tempo – eine absolute Genusstour bei immer mehr aufklarendem Himmel. Den Namen des Gipfels konnte ich mir nicht merken – norwegische Berggipfel sind für Deutsche irgendwie absolute Zungenbrecher! Nach einem kurzen Gipfelbier ging es auch schon bergab – zwischen 2.000 – 1.500 Meter waren die Bedingungen sehr gut, danach wurde der Schnee schwerer – auf einem letzten Talabschnitt waren dann ordentlich die Oberarme zum Anschieben gefragt. Eine echte Bereicherung dieser Tour war die Begleitung durch unseren Bergführer Asbjørn und durch Nicolai, zwei absolute Free-Ride-Asse mit genialem Blick für tolle Lines Richtung Tal. Am Nachmittag saßen wir glücklich, bei gut 20 Grad in der Sonne.

Zwei von unserer Gruppe, Daniel und Morris, haben sich noch direkt für einen Free-Ride Contest am Haushang des Hotels angemeldet. Unter großem Applaus des gesamten High Camps haben es alle Teilnehmer nach mehreren Durchgängen wieder heil und auf beiden Skiern ins Tal geschafft – trotz zahlreichen mitgenommenen Sträuchern, Purzelbäumen und verlorenen Skiern.
Am Abend saßen wir noch lange gemeinsam zusammen und haben mit Nicolai über gemachte und geplante Touren gequatscht



Samstag – ein paar Höhenmeter mehr

Bereits der erste Blick aus dem Fenster verriet: Heute sind ideale Bedingungen! Wir wurden wieder zum Ausgangspunkt gefahren. Nach einer Gletscherüberquerung ging es den Grat hinauf Richtung erstem Gipfel (ca. 600 Höhenmeter) – wieder eine ganz entspannte Genusstour, die uns eine phänomenale Sicht über Mittelwestnorwegen beschert hat.
Auf dem Gipfel fragte unser Bergführer (dieses Mal „Ken“) wer noch Lust auf zusätzliche Höhenmeter hat – ich meldete mich natürlich sofort, wusste allerdings nicht, dass außer mir nur noch zwei norwegische Bergführer, ein ehemaliger Snowboard-Weltcupfahrer und eine Sportmaschine aus Dresden in der Gruppe war. Das Tempo war hoch – zumal alle auch wieder schnell zum Bier ins Tal kommen wollten – und es waren läppische zusätzliche 1.000 Höhenmeter zu laufen. Bisher eher gemütlich, war das eine ausgewachsene Sporttour – ich hatte nicht einmal mehr Luft, mich zu unterhalten. Trotz verbesserungswürdiger Kondition konnte ich ordentlich mithalten und einen weiteren tollen Gipfel genießen – mit direktem Blick auf unser Ziel ging es wieder hinab Richtung High Camp über tolle steile und weite Hänge

Am Samstagnachmittag hieß es dann Material sortieren und packen bevor abends ein weiteres Stimmungshighlight auf dem Programm stand: Ein Konzert einer Osloer Band und danach ein DJ. Mit den neu gewonnenen Freunden feierten wir die halbe Nacht die schöne Zeit, die herausragende neue Erfahrung und das Abenteuer – außerdem mussten wir nicht zurückfahren – Bernie hat sich dafür schon sehr früh Richtung Bett verabschiedet – an dieser Stelle ein großes Dankeschön an ihn, für die Ausdauer und Geduld am Steuer


Fazit


Das war eine ganz neue Erfahrung, die man sonst sicherlich nicht auf dem Radar gehabt hätte. Insgesamt bietet Norwegen traumhafte Möglichkeiten und nach den fünf Tagen bin ich nicht nur um eine Skitourenerfahrung reicher, sondern habe auch neue Freunde gewonnen, die die gleiche Leidenschaft „Berge und Sport“ teilen.

Ein Riesen Dankeschön an Norrøna und Sport Schuster!

Bericht und Fotos von Gipfelstürmer Max

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