Was tun an grauen Novembertagen?

„Komm schon, jetzt steh endlich auf!“ „Aber es dämmert doch erst…“
„Es ist zehn!“ Sie sind wieder da, diese Tage, an denen es scheinbar nie hell wird. Nebel, Nässe und kalt ist es auch noch. Die letzten Blätter verabschieden sich von den Ästen und mit ihnen die letzten Farben. Was tun? Am Fenster sitzen und grantig rausschauen ist jetzt eher nicht so die Lösung. Rausgehen schon. So schlimm ist es gar nicht, man muss sich nur etwas umschauen und sobald man draußen ist, ist es auch nicht mehr so dunkel. Hier ein paar Tipps für graue Tage…

Mützen-Handschuhe-Unterwäsche
Düster, wolkig. Kann aber trotzdem ein ganz wunderbarer Tag werden.

Einfach mal den Wald vor der Haustür (oder eben in der Nähe) erkunden.

Der würzige Geruch nach Herbst, die letzten Farben vor dem ersten Schnee und einfach mal wieder etwas gesunde Neugier, schon warten kleine Abenteuer auf ihre kleinen und großen Entdecker. Ein bisserl Deko sammeln für die Adventszeit, feststellen dass auch so manches Eichhorn über den baldigen Winteranfang eher überrascht ist und hektisch Nüsse verbuddelt. Dann einfach noch ein paar kleine Snacks mitnehmen und in der Natur genießen. Da wird es gleich ein wenig heller und am Ende noch eine ausgewachsene Wanderung.

Wald-im-Spätherbst
Letzte Farben und erster Frost. Der Wald besitzt etwas ganz eigenes, zu dieser Jahreszeit.

Die Sonne ist da, nur weiter oben

Wir haben hier im Voralpenraum natürlich einen enormen Vorteil – die Berge sind so nah! Auch dort hängen die Täler jetzt oft voll mit dickstem Nebel, aber schon nach wenigen Höhenmetern wird es spürbar heller. Und irgendwann sitzt man auf einem Bergkamm, schaut über ein Nebelmeer und tankt Vitamin B vom allerfeinsten.

Spitzing-Winter
Nebel am Schliersee, Sonne am Spitzing. Oft reichen ein paar Höhenmeter.

Erst mal zum Laufen

Nichts bringt trübe Tage besser in Schwung, als ein morgendliches Powerprogramm. Die Runningschuhe an, Zähne zusammenbeißen und ab in den Nebel. Hat die kühle Luft erst mal den Körper erfrischt, die Atmung sich beruhigt und haben die Schritte ihren Takt gefunden, fühlt sich die Welt schon freundlicher an. Danach haut euch den restlichen tag nichts mehr aus der Bahn!

Den ersten Frost genießen

Was verzaubert die Welt mehr, als eine dicke Schicht Raureif. Auch wenn er sich im Flachland morgens nicht lange hält, in den schattigen Voralpentälern zieht er sich auch jetzt schon lange nicht zurück, sondern lässt erste Bäche erstarren und schmückt Sträucher und Äste mit glänzenden Kristallen. Geheimtipp für erste frostige Herbstmomente: der Eingang zur Walchenklamm. In diese Schlucht am Sylvensteinspeicher kommt die Sonne ganz spät.

Hackensee
Der erste Frost hat einen ganz besonderen Charme.

Macht es Euch warm und gemütlich

Erfrischt euch, ohne zu frieren! Die erste Winterkälte fühlt sich doch jedes Jahr aufs Neue an, als wäre es „noch nie so kalt gewesen“, oder? Manchmal braucht es aber nur ein paar Kleinigkeiten und schon ist alles halb so wild. Eine warme Mütze, weiche Handschuhe und etwas Merino-Unterwäsche auf der Haut – all das wirkt Wunder und sorgt dafür, dass die erste Kälte draußen bleibt. Jetzt noch eine Thermoskanne mit warmem Inhalt und der Wohlfühlfaktor steigt ins Unermessliche.

Was Warmes