ODLO - Der perfekte Sport BH

Odlo hat in seine neue Sport BH Linie drei Jahre Entwicklungsarbeit investiert. Und das spürt Frau!

Odlo sticht in diesem Frühjahr nicht nur mit einer wirklich spannenden Running-Linie auf – die intern gerade auch bei der weiblichen Kollegschaft sehr gut ankommt. Was sich ebenfalls wie ein Lauffeuer im Hause (unter den Damen) verbreitet hat: „Die neuen Sport-BHs sind perfekt“. Sie passen, stützen, formen einfach richtig, richtig gut. Das hat Frau neugierig gemacht: Was macht die neuen BHs von Odlo so besonders? Wir haben in der Schweizer Firmenzentrale nachgefragt und sind bei Expertin Eva Büsel gelandet, die uns prompt mit ihrer BH-Begeisterung (und ihrem Lachen) ansteckt...


Eva Büsel, Produktmanagerin bei Odlo.
Eva Büsel, Produktmanagerin bei Odlo.


Frau Büsel, Sie sind bei Odlo die BH-Spezialistin?

(Lacht) Ja, könnte man so formulieren. Ich bin Product Managerin für den Bereich Functional Underwear und das umfasst natürlich auch den Sport-BH. Es ist aber tatsächlich so, dass mir das Thema besonders am Herzen liegt – besonders nah am Herzen, wenn man so will (lacht).

Weil sie eine Frau sind?

Ja, das sowieso. Eine Frau, die sehr gerne Sport treibt. Aber auch aus fachlicher Sicht. Ich komme aus dem Lingerie-Segment und habe – bevor ich vor knapp drei Jahren zu Odlo kam – speziell in diesem Bereich gearbeitet.



War das der Grund, warum Frau sich so schwer getan hat, den richtigen Sport-BH zu finden? Die Sportindustrie kennt sich nicht so sehr mit BHs aus?

Das genau ist der Punkt. Die Lingerie-Spezialisten haben keine Ahnung vom Sport, kennen sich in Sachen Funktionsmaterialien, Bewegungsablauf etc. nicht wirklich gut aus. Den Sportfirmen wiederum fehlt das Wissen in Sachen Moulding-Techniken, dem komplizierten Cup-System. So ist das Thema Sport-BH ein wenig das Stiefkind. Es ist unbekanntes Terrain, in das man investieren müsste, ganz neue Partner finden etc. Und natürlich sind viele Product Manager auch Männer – da wird das Thema bei den meisten dann gerne vernachlässigt.

Und Sie haben bei Odlo dieses Spezialgebiet aufgebaut?

Also, ich alleine sicher nicht, aber WIR... Aber es stimmt schon: Für mich war es von Anbeginn das große Thema. Durch meinen Background, wusste ich, wer gut ist und hatte die richtigen Verbindungen. Außerdem haben wir uns für die Entwicklung ein Jahr mehr Zeit eingeräumt im Vergleich zu allen anderen Produkten. Ein guter Sport-BH ist eine sehr komplexe Sache.



Was zum Beispiel?

Nun man kann sie in zwei Arten anbieten. Die einfache Variante: Man nimmt elastisches Material und arbeitet mit Kompression, die die Stütze bietet. Hier wird mit Sportgrößen – also XS bis XL – gearbeitet, aber der Support ist nicht so extrem und deckt somit eher den Bereich Medium und Soft ab. Geeignet also für Aktivitäten mit softer bis mittlerer Bewegungsintensität.
Dann gibt es die „High Support“-Variante: Hier wird das unelastische Material mit Hitze und Druck in Form gebracht. Dadurch erzielt man einen perfekten Halt und eine tolle Passform. Dieses Verfahren ist natürlich eine sehr viel komplexere Angelegenheit und das Größensystem kompliziert mit Cup-Größen A bis F und Unterbrustumfang 70 bis 95...

Wie muss man sich die Konstruktion hier vorstellen?

Das Größensystem der Cups muss sehr akkurat ausgearbeitet werden und die Form wird dann durch die so genannte Moulding-Technik erzielt. Das heißt die Cups werden nahtlos in einem aufwändigen Verfahren (mit Druck und Hitze) vorgeformt. Dafür braucht es spezielle, moulding-fähige Materialien, die aber natürlich gleichzeitig unserem Anspruch an Feuchtigkeitsmanagement und Rücktrocknung genügen müssen. Das ist keine leichte Aufgabe...


Eva Büsel erklärt die einzelnen Unterschiede an den Sport BHs.
Eva Büsel erklärt die einzelnen Unterschiede an den Sport BHs.


Welche Frau braucht welchen BH?

Natürlich sind die High Support Modelle zunächst für bewegungsintensive Sportarten gedacht wie Running, Tennis, Fitness, etc. Weniger Halt braucht man dann bei Yoga oder Pilates. Aber ich finde, man sollte sich nicht so sehr an das Schwarz/Weiß-Schema klammern. Es kommt auch auf die Brustgröße und das Bindegewebe der Frau an. Jeder Mensch ist individuell. Und so auch das Bindegewebe. Bei der einen Frau sind die Schenkel eher etwas ‚lockerer’, bei der anderen eher fester. So ist das auch bei den Brüsten und entsprechend ist auch das Schmerzempfinden unterschiedlich.

Wie sieht der Test-Prozess bei Ihnen aus?

Das ist ein weiterer Grund, warum wir uns mit der Entwicklung mehr Zeit genommen haben. Unser Wear-Test-Team ist groß – und immens wichtig! Wir lassen pro BH 40 Frauen testen. Sie bekommen den ersten Prototyp, tragen ihn beim Sport, retournieren ihn mit ihren Anmerkungen. Dieses Feedback integrieren wir in den neuen Prototypen ein. Sie bekommen das überarbeitete Modell usw. Das ist unser Erfolgsrezept! Wir haben uns so viel Zeit genommen, um richtig intensiv zu testen. Es ist so wichtig zu sehen, was die unterschiedlichsten Frauen spüren. Die Brust ist so eine individuelle Sache: Höhe, Breite, Weite, Form...


Das große Test Team bei der Einweisung.
Das große Test Team bei der Einweisung.


Sind Sie jetzt, wo die Linie auf dem Markt ist stolz?

Und wie! Die Reaktionen sind unglaublich. Das Feedback ist enorm gut – und die Zahlen: Die Nachorderzahlen lassen mich schon strahlen...

Haben Sie einen Lieblings-BH?

Ja, ich freue mich schon sehr, dass der BH mit Padding so fantastisch ankommt. Das war etwas Neues und es gab auch bei uns einige Skeptiker. Ein gepolsterter BH für den Sport? Aber es ist einfach wichtig, dass die Brust auch beim Sport gut aussieht. Durch das Padding sieht man die Brustwarzen nicht, die Form ist super und auch die Funktion ist top. Wir haben ein spezielles, perforiertes Polster verwendet. Es ist luftdurchlässig, trocknet schnell, ist wahnsinnig komfortabel und bietet super Support. Außerdem hat er einen klassischen Verschluss, lässt sich aber auch überkreuzen, so dass man ihn mit Tank Tops tragen kann. Ich freue mich total, dass er nun der Renner ist. Das hat er verdient! (lacht)

Und Sie und Ihr Team haben den Erfolg auch verdient! Vielen Dank für das Gespräch!