Osprey AntiGravity™

...luftige Umarmung.   

Das neue Tragesystem AntiGravity™ vom Rucksackbauer Osprey ist seit seiner Premiere auf der OutDoor Messe 2014 in Friedrichshafen mit Auszeichnungen und Testsiegen überhäuft worden. Seit März 2015 sind sie nun auch beim Schuster zu haben. Die Rucksäcke Atmos (♂) und Aura AG (♀) mit dem neuen System sehen so ganz anders aus als andere: stark vorgeformt und sehr luftig. Gesa Hiemcke, Osprey Europe Marketing, hat uns ein paar Fragen dazu beantwortet.

1. Für optimale Belüftung und Bewegungsfreiheit - Atmos und Aura 2. Gesa Hiemcke, Osprey Europe Marketing 3. Mike Pfotenhauer, Gründer und Chefdesigner von Osprey, in den 70ern.

Hallo Gesa, was heißt denn AntiGravity™ System? Muss ich jetzt nicht mehr selbst tragen?

Leider nicht ganz... Die Atmos und Aura AG Rucksäcke verfügen über einen neuen voll-ventilierten Hüftgurt, der weltweit Erste bei einem Trekkingrucksack. Und was am meisten ins Auge sticht: Das luftige Netzmaterial (in der Fachsprache „Mesh“), Rückenplatte und Hüftgurt sind nahtlos miteinander verbunden. Dadurch sieht das Rückensystem wie eine Schale aus – diese Dreidimensionalität ist charakteristisch für das AntiGravity™ Rückensystem.

Das heißt, der Rucksack klammert sich wie ein Äffchen an den Rücken?

So ungefähr! (lacht)... Durch den 3D-Effekt schmiegt sich der Rucksack perfekt an den Körper an. Es fühlt sich an, als würde der Rucksack dich umarmen. So werden nervige Scheuer- und Druckstellen vermieden... Außerdem ist die Belüftung im Rücken- und Lendenbereich spürbar besser als beim konventionellen Rückensystem.

Das bestätigen auch die zahlreichen Testergebnisse. Der US-amerikanische Outdoor-Tester Gear Junkie urteilte zum Beispiel im April, der neue Atmos AG sei ohne Frage der bequemste Rucksack, den er je getragen hätte. Für welche Einsatzbereiche sind Atmos und Aura AG gedacht?

Atmos und Aura AG sind reine Trekkingrucksäcke mit großen Volumen (65 bzw. 50 L, bis ca.18 kg Gepäck). Das heißt, für uns standen, neben der Belüftung, der Tragekomfort und Lastübertragung im Vordergrund. Die Eigenspannung des Rückensystems sorgt für eine optimale Lastenübertragung und Stabilität; das nahtlose Mesh und die 3D Hohlraum-Rückenplatte bieten eine gute Belüftung. Die Modelle eignen sich perfekt für mehrtägige Touren.

Was gut ist kann´s auch zeigen: Awards über Awards!
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Und für wen sind die AGs am Besten geeignet?

Auf jeden Fall für alle, die es gerne bequem haben auf langen Trekking-Touren. Aber auch zum Backpacken sind sie geeignet – immer dann, wenn man ein paar Kilo mehr dabei hat. Durch den abnehmbaren Deckel (dabei schützt die FlapJacket Abdeckung, wenn der Deckel entfernt wird) und Kompressionsmöglichkeiten sind die Rucksäcke sehr flexibel einsetzbar, bei mehr und weniger Gepäck. Durch die perfekte Belüftung, vor allem auch bei schweren Lasten, sind sie dazu ideal für alle, die leicht schwitzen und dabei gerne einen „kühlen Rücken“ bewahren wollen. Und sollte es doch mal nass vom Himmel kommen schützt das integrierte Raincover.

Und wie schaut es bei geschlechterspezifischen Passformen aus?

Osprey baut seit 1993 Rucksäcke, die speziell an die weibliche Figur angepasst sind. Es wird stetig weiterentwickelt und designt, denn es kommt bei der Passform ja nicht nur auf die Rückenlänge an, sondern auch auf die Form und den Sitz des Schultergurtes. Der Atmos ist in den Rückenlängen L und M erhältlich, der Aura in W(oman)S und WM.

Ihr baut schon seit über 40 Jahren Rucksäcke – fällt einem da denn immer noch etwas Neues ein?

Na klar! Es gibt heute ganz andere, aufregende Materialien und Technologien. Die Erfahrung aus 40 Jahren hilft natürlich, aber Innovation ist, neben der hohen Qualität, Teil unserer Firmen-Philosophie. Das tolle Feedback auf die AGs zeigt, dass dieser Weg der Richtige ist – darüber freuen wir uns sehr.

Wird es das AntiGravity™ System auch in anderen Rucksack-Modellen geben?

Ja, demnächst gibt es mehr Infos...

Wir sind gespannt! Vielen Dank für das Gespräch, Gesa.

Übrigens: Unsere Testerin Marianne trekkt im Sommer einen Monat mit dem Osprey Sirrus 36 in Norwegen. Bericht folgt...