Draußen schmeckt’s am besten

    Reisen wird zunehmend unabhängiger, ungebundener. Wir suchen wieder Freiheit, keine Zwänge. Die haben wir im Alltag bereits zu Genüge. Das Sterne-Hotel weicht mehr und mehr dem mobilen Heim auf vier Rädern, oder dem Zelt am Rucksack. Wir wollen raus. Wir müssen raus. Oft nur kurz auftanken, manchmal auch für Wochen und Monate allem entfliehen. Einer der sich mit dem „Draußensein“ bestens auskennt, ist der Spitzenkoch und Autor Markus Sämmer. Worauf er allerdings nie verzichten wollte, ist die Behaglichkeit und der Genuss eines guten Essens. Die Kenntnisse hatte er, und im Laufe seiner vielen Reisen entwickelte er so viele Rezepte und Ideen, dass sie mittlerweile die zwei dicken „The Great Outdoors“- Kochbücher füllen.
    Vorfreude auf das was da kommt. © studio-steve.de
    Vorfreude auf das was da kommt. © studio-steve.de

    Viele Jahre hat Markus in der Münchner Spitzengastronomie gearbeitet.
    Lange, anstrengende Jahre, bevor er sich für eine längere Auszeit entschied. Nach Australien sollte es gehen, auf unbestimmte Zeit. Auch wenn er nicht wirklich unbedarft war, was das Leben draußen betrifft, so startete er dort als echtes Greenhorn.

    Australien ist anders, fordert viel, kann aber auch enorm viel lehren.
    Er lernte. Ließ sich auf das Abenteuer ein. In dem Kombi, den er sich nach einer Zeit zulegte stapelten sich nicht nur Surfbretter und Camping-Equipment, sondern auch alles, was er fürs Kochen draußen benötigte. Er kochte viel, frisch und gut, mit allem was er selbst beschaffen konnte, oder die Region an Angebot bereithielt. Und meist kochte er auch nicht für sich allein, sondern für die Menschen, die ihm auf seiner Reise begegneten gleich mit. Denn gutes Essen verbindet.

    Die Reise dauerte fast ein Jahr, war über 40.000 km lang und führte einmal um den gesamten australischen Kontinent. Hier entstand nicht nur der Wunsch nach mehr, sondern auch viele Rezepte die jetzt in seinen Büchern zu finden sind. Die Jahre danach wurde das Repertoire auf Expedition, sowie auf den vielen Reisen im VW-Bus ständig vergrößert. Die Idee, das alles in Buchform zu bringen reifte und 2017 erschien der erste Band „The Great Outdoors “ beim Umschau Verlag. Bald gefolgt von „The Great Outdoors  - Winter Cooking“ mit Rezepten für die kältere Jahreszeit.

    Damit Ihr Euch ein Bild machen könnt, haben wir unten vier tolle Rezepte von Markus Sämmer für Euch. Probiert sie einfach aus, die machen wirklich Lust auf mehr.

    Die Bücher gibt’s natürlich bei uns im Shop. Auch sonst haben wir alles um draußen was Feines zu zaubern.

    The Great Outdoors
    The Great Outdoors
    The Great Outdoors Winter Cooking
    The Great Outdoors Winter Cooking

    Was man sonst noch so brauchen kann:

    Tupike Stove
    Tupike Stove
    Picnic Set
    Picnic Set
    CampFire Cookset S/S - Small
    CampFire Cookset S/S - Small
    Edelstahl Thermoschüssel
    Edelstahl Thermoschüssel
    Fieldchef Pocket Knife Black
    Fieldchef Pocket Knife Black
    1900ml Classic Growler
    1900ml Classic Growler

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    REZEPTE

    Schmecken lecker und sind echte Kraftpakete! Die Aprikose-Kokos-Balls.  ©Peter Greppmayr
    Schmecken lecker und sind echte Kraftpakete! Die Aprikose-Kokos-Balls. ©Peter Greppmayr

    APRIKOSE-KOKOS-BALLS (Rezept für 20 Stück)

    Leckerer Snack zum Mitnehmen - zu Hause vorbereiten

    200 g getrocknete Soft-Aprikosen
    3 El zarte Haferflocken
    10 El Kokosraspel
    2 El Agavendicksaft oder Zuckerübensirup
    1–2 El Kokosöl
    Zusätzliche Kokosraspel zum Wälzen nach Belieben

    Die Aprikosen fein hacken.

    Haferflocken und 5 EL Kokosraspel in einer Pfanne ohne Fett leicht rösten. Agavendicksaft oder Rübensirup und Kokosöl zugeben. Erhitzen, dann vom Herd nehmen.

    Die ungerösteten Kokosraspel und die Aprikosen unterrühren. Die Masse abkühlen lassen, dann mit befeuchteten Händen walnussgroße Kugeln formen. Nach Belieben in Kokosraspel wälzen. Ca. 30 Minuten kühlen, damit die Balls fest werden. Dann schichtweise mit Butterbrotpapier in eine Frischhaltedose packen.

    Das würzige Kichererbsen-Curry macht richtig satt und wärmt auch von innen. © Peter Greppmayr
    Das würzige Kichererbsen-Curry macht richtig satt und wärmt auch von innen. © Peter Greppmayr

    KICHERERBSEN-CURRY

    1 Zwiebel
    2 Knoblauchzehen
    2 El Rapsöl
    1 Daumengroßes Stück Ingwer
    1 kleine Chili
    3-4 reife Fleischtomaten oder 1 Dose Pizza-Tomaten
    1 große Dose Kichererbsen (400 g)
    ½ Tl brauner Zucker
    Falls vorhanden, je ½ Tl Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Garam Masala
    (alternativ: 1 El Ras El-Hanout)
    Salz, Pfeffer


    ½ Bund Petersilie oder Koriander, frischer Blattspinat, gebratene Hähnchenbruststücke - nach Belieben

    Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken. In einem Topf oder einer großen Pfanne in Rapsöl anschwitzen. Den Ingwer schälen und fein hacken, den Chili entkernen und ebenfalls fein hacken. Beides in den Topf geben. Salz, Pfeffer, Zucker und die gemahlenen Gewürzen zugeben.

    Die Tomaten in kleine Stücke schneiden und zugeben und alles 10 Minuten einkochen. Die Kichererbsen abgießen, abspülen und abtropfen lassen, dann zu den Tomaten geben, kurz aufkochen und das Ganze final abschmecken. Nach Belieben mit frischen Kräutern oder Blattspinat verfeinern. Eventuell gebratene Hähnchenbrust dazugeben.

    Dazu passen Naan, Fladenbrot oder Reis.

    TRICK
    Resteverwertung: schmeckt auch kalt und unterwegs prima, als Snack im Fladenbrot.

    Ein anständiges Gröstel schmeckt am besten direkt aus der Pfanne. © Peter Greppmayr
    Ein anständiges Gröstel schmeckt am besten direkt aus der Pfanne. © Peter Greppmayr

    TIROLER HÜTTENGRÖSTL

    Das Hüttengröstl am besten in einer schweren Gusspfanne servieren, aus der man gemeinsam isst. Dazu reicht ihr deftige Bauernbrotscheiben und Butter. Echtes Hütten- Feeling, egal ob zu Hause oder unterwegs!

    4-6 mittelgroße, vorgekochte Kartoffeln (oder Reste vom Vortag)
    2 El Olivenöl
    4 Scheiben Tiroler Speck
    1 weiße oder rote Zwiebel
    ½ El Butter
    ½ Tl Kümmel
    2-4 Eier
    ½ Bund Petersilie oder Schnittlauch, gehackt
    ½ Tl getrockneter Oregano
    Salz, Pfeffer

    Die Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und mit dem Olivenöl in einer Pfanne goldbraun anbraten. Den Speck in Streifen schneiden und mit Zwiebel, Butter und Kümmel zu den Kartoffeln geben, mitbraten.

    Die Eier entweder verquirlen und dazugeben oder in einer zweiten Pfanne zu Spiegeleiern braten. Mit Salz (wenig, der Speck ist salzig!) und Pfeffer (kräftig) würzen und nach Belieben mit Kräutern bestreuen.

    TIPP
    Dieses Gericht eignet sich sehr gut zur Verwertung von Resten, z. B. kalte Steak-Stücke oder übrig gebliebene Rohkost. Mein Tipp für eine tolle vegetarische Variante: Einfach auf den Speck verzichten und blanchierte, halbierte Bohnen zugeben. Wenn ihr die Kartoffeln bereits vorgekocht habt, ist das Gröstl wirklich superschnell zubereitet! 
     

    Der alpenländische Klassiker unter freiem Himmel! © SteffenSchulte-Lippern
    Der alpenländische Klassiker unter freiem Himmel! © SteffenSchulte-Lippern

    KAISERSCHMARRN

    Hier habt ihr die Wahl, ob es königlich oder kaiserlich werden soll. Lecker ist der Schmarrn auf jeden Fall! Je nachdem wie viel Geschirr und Zeit ihr zur Verfügung habt, könnt ihr wahlweise kaiserlich die Eier trennen und das Eiweiß luftig aufschlagen oder einen einfachen königlichen Pfannenschmarrn rühren.

    3/4 Tasse Mehl
    2 Tassen Milch
    2-3 Eier
    1 Päckchen Vanillezucker, falls vorhanden
    Abgeriebene Schale von 1/2 Bio Orange oder Zitrone
    4 El Rum- oder Softrosinen
    1 Prise Salz
    1 El neutrales Pflanzenöl, z.B. Sonnenblumenöl
    2 El Butter
    1 El Puderzucker
    Mandelsplitter oder gehobelte Nüsse nach Belieben

    Die Eier trennen, das Mehl mit etwas Milch glatt rühren. So klumpt das Mehl nicht. Restliche Milch, Eigelb, Vanillezucker, 1 EL Zucker, Zitrusschale und Rosinen einrühren.

    Eiweiß in einer zweiten Schüssel mit der Prise Salz und 1 EL Zucker steif schlagen. Das geht entweder mit etwas Einsatz mit einem Schneebesen oder mit einem mechanischen Handquirl. So einen habe ich von meiner Oma geerbt – ein geniales Campingbus-Utensil.

    Jetzt den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben und mit dem Öl und 1 EL Butter vorsichtig bei geringer Hitze backen. Wenn die untere Seite goldbraun ist, teilt den Teig in Viertel. Dabei ist es egal, ob er oben noch flüssig ist. Nun wendet die Viertel und backt die andere Seite. Jetzt wird es ernst: Zerreißt die Viertel mit zwei Holzlöffeln in mundgerechte Stücke, gebt die restliche Butter und den restlichen Zucker dazu und karamellisiert den Schmarrn bei mittlerer Hitze. Röstet am Schluss die Mandelsplitter mit und bestäubt den Kaiserschmarrn zum Anrichten mit etwas Puderzucker.

    TIPP
    Dazu schmecken immer Preiselbeeren oder Zwetschgenröster, zu Hause unbedingt auch einmal Vanilleeis dazu probieren.

    VARIANTE
    Für die ganz einfache, königliche Variante rührt ihr aus den vorhandenen Zutaten einen Pfannenkuchenteig. Dazu rührt ihr das Mehl mit etwas Milch glatt, gebt dann die restliche Milch und die Eier komplett dazu. Alles andere funktioniert dann wie beim Kaiserschmarrn. Probiert auch mal Apfel- oder Birnenschmarrn. Dazu einfach das klein geschnittene Obst mit dem Teig zusammen backen.

    UND JETZT GEHT RAUS, KOCHT, HABT SPASS UND LASST'S EUCH SCHMECKEN!

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    Markus Sämmer © studio-steve.de
    Markus Sämmer © studio-steve.de