Was ist wichtig beim Bergschuh-Kauf?


„Weiter, immer weiter, der Gipfel ist gleich erreicht! Nochmal ein paar steile Höhenmeter, dann steh ich oben. Also los, nochmal alle Kräfte aktiviert, Schritt für Schritt geht es wei… AUA! AUTSCH! Wenn es nur nicht so scheuern würde, an der Ferse! Die Fessel ist auch schon ganz wund, ACH MANN!!!“
Ja, so ein schlecht sitzender Bergschuh kann einem die Bergtour schon ziemlich vermiesen. Obwohl das heute doch echt nicht mehr sein muss, bei der Menge an unterschiedlichen Modellen und Leistenformen. Man sollte bei Anprobe und Kauf nur einiges beachten, dann hat man die allerbesten Chancen mit dem neuen Schuh bequem zum Gipfel zu kommen. Und falls doch noch etwas zwickt, haben wir in unserer Schuhwerkstatt auch noch ein paar Möglichkeiten parat.
So beraten unsere Experten:

Bergschuh-Beratung
Bergschuh-Beratung
1. Nach Ermittlung der Schuhgröße... 2. ...kommt der Sohlencheck: Ein Fingerbreit sollte Platz sein.

Messen

Zuerst wird die Schuhgröße gemessen. Außerdem sehen sich unsere Fachleute deinen Fuß genau an. Ist er eher breit oder schmal, wie hoch ist der Rist und gibt es eventuell Schwachstellen, wie einen Halux Valgus oder Überbeine, auf die Rücksicht genommen werden muss? Dann gibt es erst mal ein Paar Wandersocken, damit der neue Schuh auch mit dem passenden Innenleben probiert wird. Du bekommst einige Modelle, die aufgrund der Leistenform in Frage kommen und beginnst mit der Anprobe. Bevor Du in den Schuh schlüpfst machen wir noch den „Sohlencheck“ mit Dir: Du stellst dich auf die Einlegesohle des Schuhs und wir prüfen nach, ob nach vorne noch ca. ein Fingerbreit Platz ist. Das ist vor allem bergab zwingend notwendig um nicht mit den Zehen vorne anzustoßen.


Bergschuh-Beratung
Bergschuh-Beratung
1. Richtig schnüren... 2. ...und dann ab auf den "Berg".

Anprobe und Test auf verschiedenen Untergründen

Nun ziehst du den Schuh an und schnürst ihn sorgfältig (>>hier mehr dazu), bevor es ans Testen geht. Zuerst auf ebenem Gelände um herauszufinden ob das Modell von der Basis her passt, dann kommt unsere Teststrecke zum Einsatz. Auf verschiedensten Untergründen (Felsplatten und -brocken, Kiesel, Holz,…) gehst Du mehr oder weniger steil bergauf und bergab und achtest dabei genau auf den Schuh. Erst wenn er in jedem Gelände Halt bietet und komfortabel bleibt ist es der Richtige.


Bergschuh-Beratung
Bergschuh-Beratung
1. Wir haben unterschiedlichste Sohlen und Einlagen. 2. Am besten gleich bei der Anprobe ausprobieren.

Hilfsmittel zur Optimierung

Jeder Hersteller hat eine spezielle Einlage mit leichtem Fußbett im Schuh. Ist diese nicht optimal, der restliche Schuh aber sehr bequem, kannst du verschiedene Sohlen probieren. Manche haben einfach mehr Dämpfung, manche mehr Support für das Fußgewölbe und manche passen sich dem Fuß individuell an. So wird der neue Bergschuh endgültig zu deinem ganz persönlichen.
Auch bei den Socken gibt es Unterschiede. Falls Du neue Socken möchtest, macht es Sinn, diese gleich bei der Anprobe zu tragen. Wir haben auch viele unserer Modelle als Probesocken da.

Pflege

Passt dein neuer Schuh? Dann soll er dir doch so lange wie möglich erhalten bleiben. Lass dich einfach von unseren Experten über das richtige Pflegemittel beraten und nimm es am besten gleich mit. Denn gute Pflege mag dein Bergschuh, da bleibt er über viele Jahre ein guter Freund!
>>Online bestellt? Alle Tipps zur Schuhpflege bekommst Du übrigens auch hier.

Bergschuh-Beratung
1. In der Bergschuhwerkstatt...


Und was mach ich, wenn der Schuh drückt?

Manchmal baut sich erst bei langem Tragen ein Druck auf, der sich auch nach mehreren Touren nicht bessert. Ist das so? Dann komm vorbei und schildere uns Dein Problem. In unserer Bergschuhwerkstatt haben wir die Möglichkeit, Bergschuhe an Problemstellen zu weiten. Unsere Fachleute helfen dir da gerne weiter.

Infos zur Bergschuhwerkstatt: 089 – 23 707-231
Auch bei allen anderen Fragen rund ums Thema stehen Dir unsere Experten gerne zur Verfügung.