SONNENAUFGANGSTOUR MIT GIPFELFRÜHSTÜCK

    Bei Dunkelheit aufbrechen, in der Dämmerung aufsteigen und bei den ersten Sonnenstrahlen bereits mit Kaffee am Gipfel stehen: ein besonderes Abenteuer für Ausgeschlafene! Bei einer solchen Tour geht es nicht um den Berg oder den spannenden Aufstieg. Es ist ein einzigartiger Moment, der einen am Gipfel zum Sonnenaufgang erwartet, der sich tief in die Erinnerung einprägt. Ein schönes Gipfelfrühstück setzt dem Ganzen dann die Krone auf!
    Morgendlicher Ausblick vom Leonardstein in den Tegernseer Bergen (Foto: Stefanie Ramb)

    Umweltfreundlich unterwegs

    Wir alle haben eine Verantwortung, wenn wir uns draußen bewegen. Für uns selbst, aber auch für Tiere und Natur. Meidet Brut- und Tierschutzgebiete und versucht Euch in der Natur möglichst unauffällig zu verhalten. Vor allem, so lange noch Nachtruhe ist. Bleibt auf den Wegen, seid leise und achtsam.

    Damit dieses Abenteuer auch erfolgreich wird, empfehlen wir einige Dinge zu beachten.

    Planung und Umsetzung 

    Nehmt Euch nicht zu viel vor. Ein müder Körper ist bei Dunkelheit (und Kälte) nicht immer genauso schnell wie ausgeschlafen tagsüber. Auch ist die Sicht eingeschränkt, so dass im Zweifelsfall der unkompliziertere Aufstieg gewählt werden sollte. Der sonst langweilige Forstweg kann hier die bessere Alternative zum steilen Pfad im Wald sein.

    Früher Ausblick im Rofan (Foto: Stefanie Ramb)

    Nicht jeder Gipfel eignet sich für eine Sonnenaufgangstour!
    Die Sicht nach Osten sollte frei sein. Wie schade wäre es, wenn die Sonne direkt hinter einem großen anderen Massiv aufgeht und man den schönsten Teil verpasst. Ein Blick in die Karte schadet also nicht.
    Auch der Wetterbericht sollte in die Planung einbezogen werden. Die Nacht muss nicht sternenklar sein, aber dicke Regenwolken würden das ganze Schauspiel verdecken. Ein Sonnenaufgang bei nicht ganz klarem Himmel ist auch wunderschön und kann durch ein Wolkenspiel sehr spannend sein. 

    Sonnenaufgangstouren sind eigentlich zu jeder Jahreszeit möglich. Mit der richtigen Ausrüstung sind Touren im Winter durchaus umsetzbar. Je näher an der Sommersonnwende, desto angenehmer, was die Temperaturen angeht, desto früher muss man aber auch aufstehen. Alternativ bietet sich eine Hüttenübernachtung in Gipfelnähe an, dann spart man sich die Anfahrt aus München. Oft haben Hütten einen kleinen Hausberg, der in kurzer Zeit erklommen werden kann. Der Hüttenwirt weiß hier bestens Bescheid und kann Euch auch meist die genaue Zeit des Sonnenaufgangs sagen.

    Rechnet mit Wartezeit

    Man kann zwar den Zeitpunkt des Sonnenaufgangs relativ genau recherchieren, trotzdem verbringt man oft mehr Zeit am Gipfel als gewöhnlich. Also: Frühstück mitnehmen, warme Getränke, Wechselkleidung – und lieber noch eine extra Isolationsjacke, auch im Sommer. Es wird erst richtig warm, wenn die Sonne da ist. Bis dahin können einem Nachtkälte und Morgenwind in durchgeschwitzten Klamotten sehr zu schaffen machen.

    Das Gipfelfrühstück kann zelebriert werden! 

    Ein kleiner Brenner und die Espressomaschine sorgen für frischen Kaffee, heißes Wasser zaubert uns ein köstliches Porridge. Selbstgemachte Müsliriegel (wir haben auch ganz köstliche Snacks für unterwegs in unserer >> Schuster Rezeptesammlung ) und ein liebevoll belegtes Brot würdigen den Moment und sorgen für schöne Erinnerungen. Denkt also bei der Vorbereitung auch an diesen Teil des Abenteuers und gönnt Euch das besondere Extra.

    Nachhaltig unterwegs

    Wir alle haben eine Verantwortung, wenn wir uns draußen bewegen. Für uns selbst, aber auch für Tiere und Natur. Das gilt eigentlich immer, nicht nur bei Sonnenaufgangstouren.

    Bei einem nächtlichen Aufstieg gibt es aber noch einige Besonderheiten zu beachten. Meidet Brut- und Tierschutzgebiete und versucht Euch in der Natur möglichst unauffällig zu verhalten. Vor allem, so lange noch Nachtruhe ist. Bleibt auf den Wegen und seid leise. Auch Tiere schlafen nachts und wollen nicht durch Euer Gequatsche aufgeweckt werden. Die Stirnlampe dient dazu, nicht vom Weg abzukommen, nicht den Wald auszuleuchten. Nehmt also Rücksicht und seid achtsam.

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    (Inspiration und Bilder zu diesem Text kommen von Stefanie Ramb)

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