Tegernsee – Sterzing Transalp für Genießer

    Zu anstrengend, zu anspruchsvoll, zu ungemütlich – Argumente, die viele Wanderer von einer Alpenüberquerung abhalten. Dass es aber auch ganz anders geht, zeigt diese einwöchige Weitwanderung: Tagesetappen, die Zeit zum Verweilen lassen. Wege, die auch von weniger erfahrenen Wanderern zu meistern sind. Schlafplätze, die wirkliche Erholung bieten.

    Diese Alpenüberquerung ist damit auch für Einsteiger geeignet. Die Bergwege sind leicht bis mittelschwer und die einzelnen Etappen unter sechs Stunden, bei maximal 900 hm im Aufstieg. Wir freuen uns auf sechs Tage Genusswandern durch abwechslungsreiche Landschaften. Vom Tegernsee zum Achensee, durch das Zillertal und bis nach Sterzing in Italien.

    DIE ETAPPEN

    Wir starten die Alpenüberquerung am Tegernsee, genauer gesagt in Gmund, am nördlichen Seeufer. Die Anreise ist gut mit dem Zug machbar. In einer Stunde ist man von München mit der Bayerischen Oberlandbahn angereist. Von hier führt der Tegernseer Höhenweg, immer mit bester Aussicht, nach Tegernsee und weiter auf einfachem Weg nach Wildbad Kreuth.

    Der Tegernsee - Wo die Reise beginnt.

    Heute wartet der Bayerisch-Tiroler Grenzkamm auf die Weitwanderer. Durch dichte Buchenwälder zuerst zur Gaisalm und weiter über einen Bergrücken zur Blaubergalm.
    Das Tagesziel Achenkirch ist nach knappen 6 Stunden erreicht.

    Die dritte Etappe steht ganz im Zeichen des Achensees. Der aussichtsreiche Weg führt in leichtem Auf und Ab entlang des Sees. Mit Wasserfällen, Buchten und Badeplätzen, die zum Verweilen und Genießen einladen. Das Tagesziel ist am anderen Ende des Sees, in Maurach, erreicht.

    Wir kürzen ab: mit Bus und Zillertalbahn sparen wir uns mühsame Kilometer. Vom Dorf Fügen aus erreicht man das Spieljoch, von wo aus man herrliche Panoramaausblicke genießen kann. Zillertal, Karwendel, Rofan und Wilder Kaiser bilden die Kulisse. Vorbei an Gartlalm und Loassattel gelangen wir über gemütliche Wege nach Hochfügen.

    Tief unten liegt das Zillertal.

    Das Zillertal zeigt sich von seiner schönsten Seite. Über das Sidanjoch gelangen wir zur bekannten Rastkogelhütte, die sich für eine Brotzeit anbietet. Ein lieblicher Steig führt uns vorbei an Alpenrosen und gletscher-geformten Felsen zum Melchboden. Damit auch diese Etappe entspannt bleibt, nehmen wir nach den knapp fünf Stunden Gehzeit von hier aus den Linienbus über die Zillertaler Höhenstraße runter ins Tal nach Mayrhofen.

    Der beeindruckende Schlegeis-Speichersee.

    Mit dem Bus geht es hinauf zum Schlegeis Speichersee. Die ersten Gletscher kommen in Sichtweite. Die beeindruckende Aussicht begleitet die Wanderer gut zwei Stunden auf komfortablem Weg bis zur italienischen Grenze. Am Pfitscherjochhaus auf 2.275 m sind wir bereits in Italien! Von hier aus geht es über sanfte Almwiesen und Wälder hinunter ins Pfitschtal.

    Das Pfitscherjochhaus.

    Die Schlussetappe fordert kaum mehr Höhenmeter und punktet mit einem grandiosen Finale. Ein malerischer Talboden, typische Südtiroler Steinkirchen, urige Bauernhäuser und schließlich das historische Ortszentrum von Sterzing – wir haben unser Ziel erreicht.

    Genussvoll unterwegs

    Von wegen Schlaflager: Übernachtet wird im Tal. So finden die Wanderer ausreichend Schlaf und gute Erholung unterwegs. Ob Wellnesshotel oder Familienpension, Garni oder Gasthof, den persönlichen Vorlieben sind hier keine Grenzen gesetzt. Es gibt auch die Möglichkeit einen Gepäcktransport zu organisieren. So schont man Gelenke und freut sich am Abend über frische Kleidung. Beschwerliche Teilstrecken werden bei dieser Tour mit dem Bus oder einer Seilbahn überbrückt. So bleiben die Tagesetappen und Schwierigkeitsgrade überschaubar und die Wanderer können sich ganz auf die Höhepunkte konzentrieren.

    Nachdem diese Tour jeden Tag wieder ins Tal führt, bietet das auch den Vorteil einfach abkürzen oder abbrechen zu können. So kann auf individuelle Bedürfnisse Rücksicht genommen werden.

    Kein Spaziergang

    Selbst diese verhältnismäßig einfache Alpenüberquerung ist nicht zu unterschätzen. Auch wenn die Wege einfacher sind, ist man teilweise im Hochgebirge unterwegs und damit möglichen alpinen Gefahren ausgesetzt. Selten ist man so lange zu Fuß unterwegs. Die tägliche Anstrengung und die Witterung verlangen dem Körper einiges ab. Hier ist eine gute Vorbereitung, ausreichend Fitness und die richtige Ausrüstung wichtig.

    Etappen: 6 Tage

    Tourcharakter: Einfache bis mittelschwere Wanderwege

    Anforderungen: Trittsicherheit und Kondition für 5-6h Wanderungen

    Für wen geeignet: Wanderer, die mehr Wert auf Genuss legen.

    Die richtige Vorbereitung

    Mehr Informationen, Kartenmaterial und Literatur zur Tour erhaltet Ihr bei unserer DAV Servicestelle im 4. Obergeschoss. Zur passenden Ausrüstung beraten Euch gerne unsere Experten im Haus. Die Website www.die-alpenueberquerung.com informiert umfassend über die Tour. 

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    Das Sporthaus Schuster ist ein echtes Münchner Original. Fest verwurzelt am Marienplatz in München und in der alpinen Tradition. Es steht für Leidenschaft, Bergsportkompetenz und Menschen, die sich mit dem Familienunternehmen identifizieren. Kurz: für das Schuster-Wir-Gefühl seit 1913.