Trekkingcamps – mit Zelt wandern
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    Trekkingcamps – mit Zelt wandern

    Wandern, wandern, von einem Ort zum andern. Macht Spaß, macht den Kopf frei von Alltäglichem und füllt ihn mit vielen neuen Eindrücken. Nur wenn ich erst einmal an diesem Ort bin, was dann? In den Bergen locken die vielen Hütten zu Mehrtagestouren und grenzüberschreitenden Fernwanderungen. Ansonsten heißt die Alternative Hotel, Pension oder Campingplatz. Wild campen ist verboten. Oder? Nun, nicht ganz. Einige Mittelgebirge zeigen, dass mehrtägiger Naturgenuss möglich ist. Durch Trekkingcamps.
    Trekking-Camps-Spessart
    Im Spessart wärmen die letzten Sonnenstrahlen und nachher das Lagerfeuer. © Ramon Haindl / Bayerische Staatsforsten

    Was sind Trekkingcamps?

    Im Grunde folgt das Ganze dem Vorbild der nordamerikanischen Nationalparks und Treks, allerdings deutlich kleiner. Man wandert eine Etappe und kann dann an einer kleinen, nicht öffentlichen  Parzelle tief im Wald sein Zelt aufschlagen. Eine sichere Feuerstelle ist auch meist vorhanden. Holz wird einfach im Wald gesammelt. Am kommenden Tag geht es weiter zum nächsten Platz. So lassen sich Touren von bis zu zwei Wochen planen. Allerdings sind die Plätze im Wald nur für wenige Zelte ausgelegt, da sie so natürlich wie möglich gehalten wurden. Das bedeutet, man muss sie vorher rechtzeitig buchen. Erst dann bekommt man vom jeweiligen Anbieter die genaue Lage beschrieben. Schließlich sollen die Camps ja verschwiegene, gemütliche Orte bleiben. Wichtig war hier überall der Erhalt des natürlichen Charakters. Einzig  Biotoiletten wurden aufgestellt, ansonsten gibt es keinerlei sanitäre Anlagen.

    Wo finde ich denn so etwas?

    Es gibt aktuell 5 Regionen in Deutschland, in denen solche wilden Camps eingerichtet wurden.   

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    Trekking-Camps-Pfalz
    Zelten im Pfälzer Kiefernwald. © Ben Wiesenfarth, Bildarchiv Südliche Weinstrasse e.V.

    PFALZ

    Sandsteinfelsen, wilde Wälder, Burgen und Schlösser. Die Pfalz ist schon ein besonders uriges Flecken Erde. Bisher eher auf Tages- oder Hüttentouren erkundbar, gibt es mittlerweile ganze 14 Trekkingplätze, die sich zu einer durchgehenden Trekkingtour verbinden lassen. Über zwei Wochen auf Tour, ohne Pause und jede Nacht unter freiem Himmel. Mitten in Deutschland! Die Camps machen es möglich. Alle liegen etwas abseits der Ortschaften und bekannten Wanderwege, sind nur zu Fuß erreichbar und bieten Platz für bis zu sechs Zelte. Für Gemütlichkeit sorgt eine Feuerstelle mit ein paar einfachen Sitzmöglichkeiten, ein Toilettenhäuschen ist vorhanden.

    Die Platzbuchung erfolgt entweder online, oder an Buchungsstellen vor Ort.

    >> Alles zum Trekking im Pfälzerwald

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    Trekking-Camps-Soonwald
    Der beste Abschluss eines Trekkingtages. © Naturpark Soonwald - Nahe

    HUNSRÜCK

    Der Hunsrück bietet sanftes Abenteuer im Soonwald. Der Soonwaldsteig erstreckt sich über 85 km und auf mehr als 40 km Strecke wird keine Siedlung berührt. Der Steig verläuft von Kirn im Hahnenbachtal über bewaldete, Quarzit durchsetzte Bergkämme bis ins Rheintal nach Bingen. Dieser wildromantische Weg lässt sich in Verbindung mit den drei Trekkingcamps ebenfalls am Stück begehen. Auch diese naturnah angelegten Camps für bis zu sechs Zelte liegen etwas abseits und bieten viel Ruhe. Besonderheit: Jeder Platz bietet auch Raum für eine Jurte.

    Preis pro Nacht/Zelt: 10,00 Euro;  Jurte: 15,00 Euro

    Die Plätze müssen ebenfalls vorab gebucht werden: Hier gibt es ausschließlich ein Online-Buchungsportal 

    >> Mehr zum Soonwaldsteig

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    EIFEL

    Etwas anders sieht es in der Eifel aus. Auch hier im Naturpark Hohes Venn – Eifel gibt es mittlerweile vier abgeschiedene Naturlagerplätze, auf denen legal das Zelt aufgeschlagen werden kann. Allerdings wurden hier an jedem Platz hölzerne Zeltplattformen gebaut die Platz für zwei Zelte bieten. Jeder Platz wurde bewusst so ausgewählt, dass die große Biodiversität der Eifel in allen Facetten erlebt werden kann. Worauf man hier allerdings verzichten muss ist die Feuerstelle. Eine Komposttoilette ist vorhanden.

    Preis pro Nacht und Zelt beträgt ebenfalls 10,00 Euro gebucht wird online.

    >> Alles über die Trekkingplätze in der Eifel

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    Trekking-Camps-Schwarzwald
    Gar nicht mal so schwarz. Eher ein Ort, an dem man gerne einmal eine Nacht verbringt. ©Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

    SCHWARZWALD

    Große Waldgebiete, Bäche, Seen, Berge, Vögel und Wildtiere, Sandsteinfelsen und altes Urgestein. Der Schwarzwald, Deutschlands größtes Mittelgebirge, ist vielseitig. Hier begegnet man ursprünglicher Natur und Abgeschiedenheit, perfekt, um einzutauchen und die Seele baumeln zu lassen. Besonders schön natürlich, wenn man das gleich mehrere Tage am Stück genießen kann und nach der Tour direkt im Wald bleibt. Kein Problem seit Frühjahr 2017. In insgesamt sechs Trekking-Camps ist das Zelten im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und im Nationalpark Schwarzwald in der Zeit vom 1. Mai bis 31. Oktober offiziell erlaubt. Die Camps liegen abseits der Ortschaften, sind ausschließlich zu Fuß zu erreichen und bieten Platz für bis zu drei Zelte (für  2-3 Personen). Die versteckten Plätze liegen alle im nördlichen Schwarzwald, zwischen Baden-Baden, Baiersbronn und Freudenstadt.

    Lust dort zu übernachten? Dann einfach online einen Platz buchen. Die Übernachtung pro Zelt und Nacht kostet 10 Euro. Nach Buchung erhält man die Wegbeschreibung für das letzte Stück zum Camp per Mail. Dann steht einer abenteuerlichen Nacht nichts mehr im Wege.

    >> Alles zum Projekt „Trekking Schwarzwald“

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    Trekking-Camps-Spessart
    Ruhe und Einsamkeit in alten Wäldern. © Ramon Haindl / Bayerische Staatsforsten

    SPESSART

    Auch in Bayern darf getrekkt und fast wild gezeltet werden und zwar im Spessart. Das größte zusammenhängende Laub-Mischwald-Gebiet bietet ursprüngliches Naturerlebnis unter uralten Buchen und Eichen. Tagsüber und jetzt auch nachts auf zwei Trekking Plätzen. Einer mitten im Eichenwald, der zweite auf einer idyllischen Waldlichtung. Gute Feuerstellen sind eingerichtet, Brennholz ist entweder vorhanden, oder es kann problemlos Bruchholz und Dürrholz gesammelt werden.

    Die Lagerplätze können in der Zeit vom 01. April – 31. Oktober jeden Jahres genutzt werden. Die Buchung erfolgt online über ein Buchungsanfrageformular. Die Nutzung ist, wie bei allen anderen Plätzen, immer nur für eine Nacht erlaubt. Preis pro Nacht / Zelt: 10,00 Euro.

    >> Alles zum Trekking im Spessart

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    WICHTIG

    An den meisten Plätzen ist kein Wasser in der Nähe, es muss mitgebracht werden.
    Es sind meist Feuerstellen vorhanden, diese dürfen aber bei akuter Waldbrandgefahr nicht verwendet werden. Bitte erkundigt Euch vorab auf der jeweiligen Homepage der Region.

    Lust bekommen?

    Ihr wollt Euch auch mit dem Zelt in die heimischen Wälder aufmachen? Dann schaut doch die einzelnen Gebiete mal etwas genauer an. Es lohnt sich. Falls noch etwas fehlt, das bekommt Ihr natürlich beim Schuster.

    >> Trekking-Zubehör

    >> Camping-Zubehör   

    VIEL SPASS IN DER NATUR!

    Trekking-Camps-Spessart
    Der Spessart von oben. © Ramon Haindl / Bayerische Staatsforsten
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