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Trekkingstöcke – welcher ist der Richtige?


Die Wandersaison rückt näher und näher. Gut, normalerweise wäre sie eigentlich schon längst da, aber 2017 ziert sich noch. Bisserl g'schamig der Frühling! Aber so langsam kann man sich schon Gedanken machen, wie man die Tourenpläne umsetzt und was eventuell noch auf die Ausrüstungsliste soll. Was einfach nicht fehlen darf sind anständige Trekkingstöcke. Nichts erleichtert derart den Auf- und Abstieg. Das Angebot ist mittlerweile enorm, man findet Lady-Stöcke, Leichtstöcke, klassische Modelle, Faltstöcke und Tourenstöcke. Ja was denn nun??? Unser Experte Philipp Hahn klärt auf.

Der Aufbau

Die Trekkingstöcke haben in den letzten Jahren eine ziemliche Wandlung erfahren. Das am häufigsten verwendete Griffmaterial ist mittlerweile Moosgummi, da Naturkork deutlich instabiler ist und bei Beschädigung anfängt zu bröseln. Bei Kork/ Kautschukmischungen ist der Griff sehr hart. Wichtiger Vorteil des Naturmaterials ist aber dennoch: nichts isoliert besser bei Touren in heißen Regionen als Kork! Auch sehr häufig: Griffverlängerungen. Sie geben beim schnellen Kurzgreifen in unwegsamem Gelände zuverlässigen Halt. Ideal also für alle, die gerne im Groben unterwegs sind. Leki hat außerdem den Knauf vergrößert, um den Druck auf den Handballen beim bergab gehen zu vermindern. Sehr angenehm.

Die ursprünglichen Klemmsysteme mit Spreizkeilen im Innenrohr sind nur noch bei den einfachsten Modellen zu finden. Der Rest ist mit Außenklemmen ausgestattet. Diese können sich nicht lockern und dadurch auch kein plötzliches Zusammenrutschen der Stöcke zur Folge haben. Man muss nur ab und zu die Festigkeit der Spanner einstellen.

Dämpfungen sind nicht mehr so häufig zu finden und befinden sich jetzt meist als eingearbeitetes Elastomerelement in der Stockspitze. Empfehlenswert ist eine Dämpfung vor allem bei Problemen in Handgelenk, Ellenbogen und Schulter.

Bei den klassischen Teleskopstöcken unterscheiden wir zwischen drei Varianten:


Die Damenstöcke


Damenstöcke sind meist in komplett ausgefahrenem Zustand nicht länger als 125cm und haben recht dünne Rohrdurchmesser (16mm, 14mm und 12mm). Auch die Griffe sind eher für zierliche Hände geeignet. Dadurch sind sie natürlich sehr leicht und kompakt, aber auch nur für Personen bis 170cm Körpergröße geeignet. In komplett ausgefahrenem Zustand werden die Stöcke instabil, als Alternative bieten sich Leichtstöcke an.


Die Leichtstöcke


Leichtstöcke sind ähnlich zierlich aufgebaut wie die Damenstöcke, bei gleichem Rohrdurchmesser. Allerdings lassen sich die Stöcke bis auf eine Länge von 135cm ausziehen. Hier empfehlen wir eine maximale Körpergröße von 180cm und ein Körpergewicht von max. 85kg. Viele Modelle sind mit einer Griffverlängerung ausgestattet und teilweise oder komplett aus Carbon. Wer die Stöcke auch im Winter für Skitouren verwenden möchte, sollte eher auf Aluminiumrohre zurückgreifen, weil die Skikante das Carbonrohr beschädigen kann und so eine Sollbruchstelle entsteht. Außerdem sollte dann auf austauschbare Teller und eine lange Spitze geachtet werden.


Die klassischen Wander- bzw. Tourenstöcke


Jeder, der entweder höheres Körpergewicht hat, größer ist oder in sehr anspruchsvollem Gelände unterwegs ist, sollte auf die klassische Variante mit einer Gesamtlänge von 140-145cm und einem stärkeren Rohrdurchmesser achten (18mm, 16 mm und 14mm). Auch hier gibt es Modelle mit und ohne Griffverlängerung, Dämpfung und Aluminium, bzw. Carbonaufbau. Die Stöcke mit Griffverlängerung werden hier häufig schon mit längerer Spitze für zusätzlichen Hochtouren- und Wintereinsatz angeboten und die Teller lassen sich überall austauschen.


Faltstöcke

Alle, die ihre Stöcke nur abschnittsweise im Auf- und Abstieg verwenden, beispielsweise vor und nach alpinen Klettereien, etwas sehr kompaktes für die Reise suchen oder im Winter für Splitboardtouren, sind mit Faltstöcken gut beraten. Diese lassen sich durch mehr Rohrsegmente deutlich kleiner zerlegen und sind mittlerweile auch für fast alle Einsatzbereiche erhältlich. Besonders charmant ist hier natürlich die Möglichkeit, die Stöcke im Rucksack zu transportieren. Vor allem Leki und Black Diamond bieten ein breites Sortiment.

Die Bedienung ist allerdings nicht ganz so einfach und komfortabel wie bei den klassischen Teleskopstöcken. Die unteren Segmente werden zusammengesteckt und so lange gespannt bis ein Knopf einrastet. Dieser benötigt teils herzhaften Druck um wieder entriegelt zu werden, bei Black Diamond sind die Knöpfe etwas leichter zu bedienen als bei Leki, dies als Hinweis für ältere oder schwächere Personen. Dann kann über eine Außenklemme die Länge eingestellt werden. Es gibt aber auch Trailrunningmodelle wie den Leki Micro RCM, die nur in einer beliebigen Fixlänge verkauft werden. Für große Personen, Hochtourengeher oder Splitboarder gibt es beispielsweise mit dem Leki Vario Carbon Strong, oder dem Black Diamond Alpine FLZ auch sehr robuste Modelle.


Wir wünschen Euch einen wunderbaren Bergsommer, mit vielen erfolgreichen Touren!

Sind noch Fragen offen?
Dann schreibt Philipp Hahn auf phahn@sport-schuster.de
Ihn und seine Kollegen erreicht Ihr natürlich
auch telefonisch unter 089 – 23 707 134


Philipp Hahn