Wanderhosen – Die können was!


Zugegeben, ich hatte eine recht lange Bergpause in meinem Leben. So zwischen 11 und 20. Da waren sie einfach aus meinem Kopf verschwunden, nur um mich plötzlich mit Wucht wieder einzuholen. Ja, mit 20 packte mich eine unglaubliche Sehnsucht nach allem, was nach oben ging. Also kauft sich der Burschi Bergschuhe und einen Rucksack (70 Liter), packt ihn voll (23kg), schlupft in seine Jeans, packt noch eine weitere zum Wechseln ein und steigt in den Zug nach Oberstdorf. Ziel: Meran. Übernachten: Draußen. Fazit nach einer Woche: Rucksack zu schwer, Schuhe passen, Berge sind das schönste auf der Welt, die Jeans haben mir die Hüften blutig (unter den Rucksack-Hüftgurten) und die Knie wundgerieben und sind vor allem seit dem kurzen Gewitter an Tag 1 nicht mehr trocken geworden. Erfrischend, vor allem bei der Überquerung des Hauptkamms zwischen den Pitztaler Gletschern! In Meran angekommen kaufe ich mir meine erste Wanderhose.


Heute, die Berge wurden bei besagter Tour endgültig zur großen Leidenschaft meines Lebens, habe ich so ziemlich jede Variante an Wanderhose an meinen Beinen gehabt. Die Robuste, luftige Shorts, praktische Zip Off Modelle und Leichtes auf Reisen im Süden. Die Hosen sind einfach allesamt genial! Aber welche ist denn nun gut für was? Wir haben uns bei Schöffel etwas umgesehen. Hier ein kleiner Überblick über den Hosendschungel:

Die klassische Trekkinghose
Komfortabel, robust, mit einigen Verstärkungen und einer oder mehreren Außentaschen. Diese sind oft im Cargo-Stil außen aufgesetzt und groß genug um eine Wanderkarte darin locker zu verstauen. Das Material ist abriebfest und in der Regel sehr schnelltrocknend. Entweder aus Polyamid, oder aus Baumwoll / Polyester Mischgewebe, welches dauerhaft angenehmer auf der Haut ist. Die klassische Hose für ausgedehnte Trekkingtouren in den skandinavischen Ländern, gemäßigten Breiten, oder den heimischen Bergen.

Die Berghose
Diese Hosen sind enganliegender und elastisch, für bestmögliche Beweglichkeit im alpineren Gelände. Die Innenseiten der Hosenbeine sind am Abschluss oft verstärkt um sie vor Reibung der massiveren Bergstiefel zu schützen. Das Material (häufig Schoeller) zeichnet sich durch hohe Abriebfestigkeit und Stabilität aus. Diese Hose macht richtig was mit, egal ob anspruchsvolles Alpentrekking oder den einen oder anderen Klettersteig.

Das Reisemodell
Leicht, luftig, klein verpackbar und gerne auch mit Zip Off Funktion. Durch einen Reißverschluss, der rund um den Oberschenkel verläuft, können die Hosen ruckzuck in Shorts „umgebaut“ werden. Das Material ist meist eher dünn, atmungsaktiv und eher für südliche Gefilde oder Wanderungen im Sommer ausgelegt. Von der Städtereise in Italien bis zum Amazonas.

Die Shorts
Wenn’s Sommer ist, ist einfach Sommer. Der Wetterbericht sagt tagelange Hochdruckgebiete voraus, die Nächte sind lau und der Körper lechzt nach leichter Kleidung. Da braucht es einfach nicht mehr! Aber, wie bei allen anderen Modellen, die Beweglichkeit und der Komfort muss einfach passen. Hier kommen die Wandershorts zum Einsatz.

Und die Jeans, die bleibt was sie ist: hübsch. Die lassen wir beim Wandern doch besser daheim, oder?

Bilder: Schöffel