Der erste Schnee und seine Typen

Morgens aus dem Fenster geblickt und die Flocken tanzen vor dem Gesicht. Die erste Schicht des weißen Goldes liegt schon auf den Dächern gegenüber (und vielleicht auch auf dem eigenen, wer weiß). Der erste Schnee des Winters hat die Stadt erreicht. Die Reaktionen darauf sind jedes Jahr mehr als vielfältig. Wir haben hier einige Wintertypen für euch, naja, „analysiert“. Kennt ihr auch einen davon?

Der Homo Winterensis

Die Flocken vor den Augen lassen jegliche Sicherung augenblicklich durchbrennen. Unbändige Freude, tanzen, Skiausrüstung auf dem Sofa bereit legen und anschmachten, sofort Pisten checken, Möglichkeiten für perfektes Wintertrekking überprüfen, Lawinenlagebericht, Urlaub buchen, bis dahin auch gleich mal Urlaub nehmen. Zur Sicherheit. Ist eh noch der Jahresurlaub übrig, wer fährt schon im Sommer weg…

Natürlich steht außer Frage, dass bei diesem Wintertypen die Ausrüstung in Top-Zustand ist und zwar seit Ende August. Was er /sie aber gerne übersieht sind die kleinen Dinge. Socken, Mütze & Handschuhe. Wie alt ist der Skihelm? Freerideski oder Tourenski sind in Bestform, aber die Stöcke hat man vielleicht nicht so genau beäugt. Wie sieht's mit dem Schlafsack für's Biwak aus? Die Bekleidung ist vielleicht auch schon in Mitleidenschaft gezogen, lieber noch mal überprüfen, hm.

Falls doch noch was fehlt, hier gibt’s alles für die epischen Powdertage: >> Freeride / Skitouren und fürs Wintertrekking geht's hier lang: >> Trekking

Wichtig für diesen Winter-Typ:



Das Gewohnheitstier

Wer jetzt nicht ganz so Winterenthusiastisch ist, geht etwas verhaltener an die Sache ran. Testet die neuen Gegebenheiten erst mal vorsichtig an. Finger langsam in die Flocken strecken, warm anziehen, S-Bahn Verbindungen und eventuelle Zugausfälle prüfen und dann den Bedingungen entsprechend gemütlich ins Tagesgeschehen aufbrechen. Abends doch einfach mal auf dem Heimweg einen ersten Glühwein trinken und nachdem man sich beim ersten Schluck anständig die Zunge verbrannt hat und sich irgendwann beim glasigen Blick durch die fallenden Flocken die Aromen der Gewürze im Mund verteilen, kommt er an, der Winter.
   
Das Gewohnheitstier zieht die Wintersachen eigentlich erst raus, wenn es wirklich soweit ist. Hier können auch die elementarsten Dinge in Vergessenheit geraten sein. Eigentlich war die Winterjacke doch schon letzten Winter nix mehr. Bisserl Accessoires braucht es doch auch, dieses Jahr. Wenn es jetzt schon so schön ist, könnte man ja auch endlich mal wieder zum Ski fahren. Hier in der Nähe irgendwo. Muss man doch nutzen! Wie sieht eigentlich die >> Skiausrüstung aus…?

Wichtig für diesen Winter-Typ:


Romantiker

Outdoor-Winterbekleidung
Ach, wird das schön!

Hach wie Watte kommt`s vom Himmel! Alles glitzert! Die Verzückung ist Programm, der Christkindlmarkt wird temporäre Wahlheimat. Die Augen leuchten. Kichernd und seufzend läuft man durch die engen beleuchteten Gassen der Innenstadt und überlegt schon wohin die ersten Winterspaziergänge führen werden.

Die Romantiker freuen sich schon so lange auf den Winter und den ersten Schnee, da sind natürlich sämtliche Accessoires längst da. Doppelt bis dreifach. Was oft noch fehlt sind die praktischen Dinge, wie warme Unterwäsche und Winterschuhe. Auch oft unterschätzt und sooo schön beim Winterspaziergang: Warmer Tee oder Punsch aus der Thermoskanne.

Wichtig für diesen Winter-Typ:


Der Winter-Neurotiker

Survival-Feuerstahl-Outdoor
So weit kommt's nicht. Oder vielleicht doch?

Der Winter-Neurotiker ist aktuell schwer verdutzt. Also wenn es jetzt schon schneit, dann muss da doch irgendwer dran schuld sein! Sehr, sehr seltsam. Vielleicht ist der Golfstrom umgeleitet. Das bedeutet Eiszeit! Besser vorbereiten, schnell! Sich auf ein autarkes Leben einstellen, bis Hilfe da ist. Eine offene Ofenstelle im Haus ist schnell eingerichtet, UV-Strahler im Keller an und Gemüse gepflanzt. Holz, man braucht auch dringend Holz. Und ein paar Hühner. So, fertig. Die restlichen Sachen sind eh schon im Haus, seit sich im September die Blätter so komisch verfärbt haben.   

Aber was ein echter Winter-Neurotiker ist, der vergisst doch einige existenzielle Sachen in der Aufregung. Ganz wichtig für die neue Eiszeit: Kocher, Laterne(n), unbedingt ein Feuerstahl und ein Messer. Messer = Erste-Hilfe-Set! Natürlich. Und wenn’s doch raus geht: Schneeschuhe. Ansonsten, hier gibt’s alles weitere für die Suche nach denen, die’s ebenfalls geschafft haben - die vorbereitet waren: >> zur Expeditionsausrüstung.

Wichtig für diesen Winter-Typ:


Na, kommt euch jemand in den Sinn? Oder habt ihr vielleicht auch das ein oder andere wiedererkannt? Wir wünschen euch auf jeden Fall einen traumhaften Winter und vergesst nicht das Wichtigste:

Hauptsache ihr habt Spaß!