120 Frauen, 10 Sportarten und 3 Tage Ischgl

Women's Summer Festival 2017

Unsere beiden Kolleginnen Sabrina und Julia waren beim ersten Women's Summer Festival in Ischgl, Österreich. Ein dreitägiges Sportevent nur für Frauen! Wie es war und was die beiden alles erlebt haben, erzählen sie hier.

Das Women's Summer Festival fand in diesem Jahr zum ersten Mal statt und wir wollten unbedingt dabei sein. Bevor es allerdings losging, mussten wir uns erstmal entscheiden, an welchen Kursen und Touren wir überhaupt teilnehmen wollten. Zur Auswahl standen verschiedene Touren aus den Bereichen Wandern, Trailrunning, Klettersteig und Mountainbiken, sowie verschiedene Trainingsheinheiten aus den Bereichen Yoga, Pilates, TRX, smovey Workouts, Klettern und Bouldern. Da fällt einem die Wahl ziemlich schwer und das Packen war auch gar nicht so einfach… Was man bei so einem Wochenende doch so alles mitnehmen muss.

Schließlich ging es endlich am Freitag gleich in der Früh nach Ischgl. Nach einer dreistündigen Fahrt kamen wir an und entdeckten schon von Weitem das große Festival Gelände. Wir meldeten uns an und bekamen zuerst unser Goodie-Bag. Ein prall gefüllter Beutel mit super vielen Überraschungen und nützlichen Produkten, die wir teilweise in den darauf folgenden Tagen schon nutzen konnten. Auf dem Gelände waren verschiedene Hersteller/Marken, bei denen man sich Test-Material ausleihen und natürlich auch Sachen kaufen konnte. Es gab außerdem Food-Trucks mit gesundem und frischem Essen, sowie eine Bühne, vor der die verschiedenen smovey Workouts stattfanden. Ein besonderes Highlight war der große Pool, auf dem man die Möglichkeit hatte Stand Up Paddling auszuprobieren.

Wir starteten nach unserer Ankunft gleich sportlich los ab 14:00 Uhr mit einer Klettersteig-Tour in Galtür. Da wir beide keine eigenen Klettergurte und Helme hatten, liehen wir uns diese bei Edelrid aus. Gut ausgerüstet ging es dann auf die Tour. Unsere Bergführer Josef und Christian erklärten unserer Gruppe von 14 Mädels worauf es bei einem Klettersteig ankommt und wie wir uns verhalten sollten. Dann ging es mit dem Bus nach Galtür und von dort aus mit dem Sessellift hinauf. Ziemlich kalt und windig war es oben, doch wir wurden von größeren Regenschauern zum Glück verschont.

Jetzt wurde es ernst. Die beiden erklärten uns noch die letzten wichtigen Details und dann ging es auch schon los. Hintereinander in genügend großem Abstand hakten wir uns mit unseren Karabinern ein und begannen den Aufstieg. Der Fels war teilweise durch den Regen etwas rutschig, doch da wir uns auf einem Klettersteig für Anfänger befanden, war es gar nicht so schlimm. Wir beide hatten jedenfalls wahnsinnig viel Spaß! Und ja, man hat ganz deutlich gemerkt, dass wir nur Mädels waren… Es wurde viel geredet und gelacht und natürlich wurde auch der ein oder andere Foto-Stopp gemacht. Den ersten Klettersteig wollten doch alle auch in Bildern festhalten! Auf dem Gipfel angekommen, staunten alle über den wunderbaren Ausblick auf Galtür und die meisten waren doch auch ein bisschen stolz darauf den Klettersteig gemeistert zu haben. 

Der Samstag begann recht gemütlich mit einem ausgiebigen Frühstück. Dick eingepackt, da die Temperaturen niedrig waren, machten wir uns auf den Weg zu unserem Enduro Mountainbike Fahrtechnik Training. Einen Helm liehen wir uns von Alpina, doch beim Mountainbike wurde es dann schwieriger. Da alle schon verliehen waren, bekamen wir zwei E-Mountainbikes von Rotwild. Zusammen mit Annika aus dem BH Bikes Team als Trainerin, ging es mit unserer kleinen Mädels-Gruppe auf ein Test-Gelände,  bei dem wir genügend Platz zum Üben hatten. Da die meisten bisher noch nie auf einem Mountainbike saßen, ging es mit den grundlegenden Übungen und Techniken los. Wie steht man richtig auf dem Rad, was ist die Grund- und was die Aktivstellung. Annika erklärte sehr anschaulich was richtig und was falsch ist und korrigierte jede einzelne von uns. Weiter ging es dann mit der richtigen Bremstechnik, Slalom fahren und schließlich mit dem richtigen absteigen am Berg, was man reflexartig erst einmal falsch macht. Als Letztes haben wir noch zusammen geübt, wie man das Vorderrad anhebt um eventuell über kleinere Hindernisse zu springen. Das Training war sehr effektiv und hat echt Spaß gemacht, doch am liebsten wären wir noch direkt auf den nächsten Trail gefahren um das Gelernte auszuprobieren. Das stand dann für Sonntag auf dem Plan.

Um die Wartezeit bis zum Nachmittagsprogramm zu überbrücken, sahen wir uns das „Beauty Programm“ einmal näher an und ließen uns bei Edding Laque die Nägel lackieren. Ganz nach dem Motto Power statt Püppchen, ist der Nagellack nämlich extra für Sportlerinnen geeignet! Er soll sogar bei Sportarten wie bouldern oder klettern halten und nicht sofort abspringen. Das müssen wir selbstverständlich testen. Gut aussehen tut er auf jeden Fall!

Unser Nachmittag wurde leider ziemlich gekürzt, da das TRX Training wortwörtlich ins Wasser fiel.  Auf Grund des Windes und Regenschauern, mussten die Zelte abgebaut werden. Nur unsere Yogastunde fand noch statt, da wir einfach nach drinnen umziehen konnten. Das Yoga war sehr entspannend und mal etwas anderes an diesem doch sehr Bergsport lastigen Wochenende. Den Abend ließen wir entspannt ausklingen und freuten uns schon auf den dritten und letzten Tag.

Am Sonntag bestand unsere Mountainbike Gruppe nur aus uns beiden und einer weiteren Teilnehmerin, da alle anderen abgesagten hatten wegen des schlechten Wetters. Umso besser für uns. Wir bekamen diesmal auch „richtige“ Mountainbikes von Bold. Raffael unser Trainer erklärte uns noch die verschiedene Einstellungen an den Bikes bevor es losging. Wir fuhren wieder zum Test-Gelände um uns unser Fahrtechnik Training vom Vortag wieder in Erinnerung zu rufen und weiter auszubauen. Wir übten Anfahren am Berg, Slalom am Berg und enge Kurven, sowie bremsen am Berg. Zu dritt war das Training ganz schön anstrengend, da Raffa uns gut im Blick hatte und uns ordentlich korrigiert und mit praktischen Tipps überhäuft hat. Es hat uns super gut gefallen!

Zusammen ging es dann im Regen endlich rauf auf den Berg. Das erste Stück fuhren wir hoch, um dann in die Gondel zu steigen und zur Mittelstation hochzufahren. Oben sah der tatsächliche Trail dann doch plötzlich sehr steil und nass auch ziemlich rutschig aus… Langsam fuhren wir los, Raffa voraus. An den steileren und von Wurzeln durchzogenen Stellen hielten wir an und liefen die Stelle erst mal zu Fuß ab. Raffa zeigte uns wo die Schwierigkeiten lagen und wo wir im besten Falle längsfahren sollten. Für uns war es theoretisch sehr hilfreich, doch praktisch sah es nicht unbedingt so aus wie es eigentlich sollte… Es hat dann leider stärker zu regnen begonnen und der Trail wurde rutschig und nass, sodass Julia auf einer steileren Passage stürzte. Daraufhin beschlossen wir, die Straße abzufahren, da es doch sicherer war. Nicht das noch mehr passiert! Auch wenn wir nicht den kompletten Trail gefahren sind, können wir trotzdem stolz auf uns sein und es wird bestimmt nicht die letzte Mountainbiketour gewesen sein, die wir gemacht haben.

Der perfekte Abschluss des Wochenendes war dann eine schöne, entspannende Massage, die in unserem Festival-Paket noch enthalten war. Besser hätte es nicht sein können.

Generell müssen wir sagen, dass egal welche Tour oder welchen Kurs wir gemacht haben, die Gruppen immer sehr harmonisch waren und wir viele sympathische Frauen kennengelernt haben, da ja doch alle 120 Teilnehmerinnen die Freude am Bergsport teilten. 

Wir möchten uns herzlich für die wahnsinnig gute Organsiation bei fiedler concepts bedanken! Es war sicherlich eine Menge Arbeit das gesamte Event zu organisieren und nicht einfach alle zufrieden zu stellen. Auch unseren Trainern und Guides wollen wir natürlich danke sagen. Wir haben viel gelernt und ordentlich viel Spaß gehabt! 

Was man bei allem aber auch nicht vergessen darf, ist die super Ausrüstung die wir hatten… Von Frau zu Frau stellen wir euch deshalb noch kurz unsere vier absoluten Lieblingsstücke vor, ohne die das Wochenende nur halb so gut gelaufen wäre.

1. Unsere Anita Sport BHs. Das A und O bei allem was wir gemacht haben. Sie sind bequem und geben den perfekten Halt!

2. Windbreaker Jacke von Schöffel. Man kann die Jacke super klein zusammenpacken, so passt sie in jeden Rucksack. Sie ist winddicht, wasserabweisend und vor allem atmungsaktiv.

3. adidas Terrex Outdoorschuhe. Sehr vielseitig einsetzbare Schuhe, die wasserdicht sind und einen sehr guten Halt auch auf nassen Oberflächen bieten.

4. Eine warme Tight von Nike. Gut, dass wir die gefütterten Tights noch mit hatten, da es doch sehr windig und kühl war in den Bergen. Sie speichert die Wärme und ist richtig bequem. 


Bericht & Fotos von Sabrina und Julia