Regentour – einfach mal abschalten

Dieses verflixte verregnete Wochenende. Alles grau, nieselig, dunstig. Zumindest sieht es so aus, wenn man zuhause aus dem Fenster schaut. Eigentlich wollten wir wandern. Aber - ganz ehrlich – es schüttet ja nicht. Probieren könnte man doch, oder? Also los, nichts wie rein ins Auto und auf leeren Straßen (bei dem Wetter geht ja keiner raus) in Richtung Berge getuckert. Eigentlich ganz schön, wie hier überall der Nebel drinhängt. So mystisch…

Etwas waldiges sollte es sein, das bietet wenigstens etwas Schutz vor dem Regen. Am Berg unserer Wahl stiegen wir aus, Regenjacken an und ab ging‘s auf den schmalen Steig zwischen den Bäumen. Es hatte etwas von eintauchen. Nach einer Viertelstunde redete keiner mehr, jeder hörte auf das Tropfen und den Wind. Wir waren ganz bei uns. Die Wolken, die es über den dicht mit Fichten und Weißtannen bewachsenen Kamm trieb, tauchten alles in blau-silbernes Licht. Zwischendurch streifte eine kühle Böe unser Gesicht und riss uns aus unseren Gedanken.

Im letzten Anstieg und am Gipfelgrat hieß es dann doch kurz Konzentration, denn Regen macht rutschig. Dann standen wir oben. Ohne Aussicht, aber auch ohne überfüllten Gipfel und mit sehr atmosphärischem Felskamm mit Wolken umwogten Zacken. Eigentlich schaut man direkt runter auf den Talort aber jetzt fühlte es sich an als wären wir ganz weit weg. Von allem.
Wir blieben noch einige Zeit oben, dann tauchten wir wieder ein, in den Nebelwald und stiegen ab. 

Schlechtwetter-Tag perfekt genutzt.

Gute, leichte Regenjacken: