Die Königsklasse! Alpines Klettern und Trad-Climbing.
So vielfältig die Kletterei, so vielseitig und breit gefächert ist natürlich auch die Ausrüstung. Von der Basis-Sicherung bis hin zum großen Ganzen, hier bekommt Ihr einen Überblick, was Ihr zum Alpin- und Tradklettern alles braucht.
Alpin-Rucksack
Lange Routen mit häufig beträchtlichem Zustieg, bedeuten Gepäck und das ist nicht mal so leicht. Dafür gibt es zum Glück spezielle Alpin-Rucksäcke. Die bieten viel Stauraum für die Ausrüstung, eine Halterung für das Seil, ein Helmfach und die nötigsten Schlaufen, um alles zu fixieren was greifbar sein muss. Der Kletterrucksack ist aber nicht nur praktisch beim Zustieg, er sorgt auch für viel Komfort beim Klettern selbst. Eng anliegend, um nicht zu baumeln, das Kopfteil behindert den Kopf mit Helm nicht beim Blick nach oben und der Griff zum Chalkbag, sowie zum Gurt bleibt ebenso frei. Eben das Nötigste für das Nötigste.
>> Alpinrucksäcke
Die richtige Kletterbekleidung
Hier liegt der Fokus wohl eher im Alpinen. Für talnahe kurze Trad-Klettereien ist man mit dem klassischen Sportkletter-Outfit ebenso gut bedient. Geht es aber richtig nach oben in die großen Wände, kommen ein paar Kriterien hinzu. Der Wetterschutz beispielsweise. Kletterhose und Jacke aus atmungsaktivem, winddichtem und wasserabweisendem Material schützen vor schnellem Auskühlen, unliebsamen Wetter-Überraschungen und halten den Körper trocken. Im Idealfall sind die jeweiligen Teile an stark beanspruchten Stellen mehrlagig oder zusätzlich verstärkt.
>> Kletterhosen
Kletterschuhe – nicht zu eng für lange Routen
Auch im Alpinen sollte der Kletterschuh noch feinfühlig genug sein, um zuverlässig zu stehen. Allerdings ist er je nach Tour stundenlang am Fuß. Da muss es nicht die Sportkletter-Profi-Waffe sein. Ein guter Allrounder im A oder B-Bereich wird hier sein Soll erfüllen. In fortgeschrittenem Zustand, wenn es auch bei haarigen Alpin-Routen in die oberen Schwierigkeitsgrade geht, merkt Ihr selbst, an welchen Ecken es vielleicht fehlt und könnt beim nächsten Schuh darauf eingehen. Ob ihr beim ersten Alpin-Schuh auf eine festere oder weichere Sohle geht, liegt etwas am meist vorherrschenden Gelände. Platten und viel Reibungskletterei? Dann eher weich. Kalkige Wände mit Schuppen, Leisten und Löchern? Hier darf die Sohle etwas fester sein. Viele Schuhe im B-Bereich bieten da auch einen ganz guten Mittelwert mit besten Allroundeigenschaften.
Beim Trad-Climbing kann es sich ebenso um kurze Routen handeln, hier muss man nach Situation handeln. Rissklettern, alpine Routen mit viel Eigenabsicherung oder die cleane Begehung einer Sportkletterroute, da kann von Bereich A-C alles gebraucht werden. Es gilt ganz klar: Was genau habt Ihr vor?
>> bequeme Kletterschuhe
>> Kletterschuhe für Fortgeschrittene
Klettergurt – komfortabel und vielseitig
Ganz gleich ob Alpin oder Trad – Ihr braucht viel Platz für Material. Zwei große Materialschlaufen an jeder Seite sollten sein. Durch häufiges Sitzen am Standplatz und lange Abseilpassagen ist auch ein vorheriger Hängetest ratsam. Gut gepolsterte Schlaufen sorgen für spürbaren Komfort. Ein weiteres Kriterium ist der Verstellbereich. Während ein Sportklettergurt im Höchstfall anstatt des Shirts einen Pullover ausgleichen muss, sollte der Alpingurt auch mit Jacke und Isolationsschicht noch gerade und zentriert sitzen. An den Beinen kann ebenso die leichte Shorts, aber auch die kräftige Softshell zum Einsatz kommen. Also auf alle Fälle zu einem Modell mit verstellbaren Beinschlaufen greifen. Am Hüftgurt kann man Modelle mit Doppelschnalle wählen, die bieten den größten Verstellbereich und sitzen immer mittig.
>> Klettergurte
Halbseil, Zwillingsseil oder starkes Einfachseil?
Alpine Routen und Tradrouten bieten durch die nicht immer optimale Position der Sicherungen am meisten Potenzial für Kantenstürze oder weite Stürze die durch den am Standplatz fixierten Sicherungspartner nicht immer so dynamisch wie gewünscht ablaufen. Hier müssen die Seile einiges abkönnen. Eine Imprägnierung zum Schutz vor Schmutz und Nässe sollte bei einem alpinen Seil grundsätzlich zur Ausstattung gehören. Halb- und Zwillingsseile bieten hier sicher die größten Sicherheitsreserven. Halbseile können bei ungeraden Routenverläufen auch abwechselnd am Einfachstrang eingehängt werden und reduzieren so den Seilzug. Reine Zwillingsseile nur am Doppelstrang. Die meisten Doppelseile haben heute aber beide Normen und können am Einfach- sowie Doppelstrang genutzt werden.