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Was ist ein GriGri

Als Gri Gri bezeichnet man ursprünglich ein afrikanisches Amulett zum Schutz des Trägers. Nun, stimmt, danach wurde das GriGri tatsächlich benannt und für Sicherheit sorgt es auch. Allerdings weniger für die des Trägers, sondern eher für die des Getragenen. Das eiförmige Ding ist heute wohl das beliebteste halbautomatische Sicherungsgerät in Kletterkreisen - und hat das Sportklettern vor mittlerweile fast 30 Jahren revolutioniert.

von SPORT SCHUSTER

Bild Zwei GriGri Sicherungsgeraete auf einem Stein fotografiert

Wie ist das GriGri entstanden?

1991 brachte Petzl die erste Version des GriGri auf den Markt. Die Funktionsweise ähnelte dem eines Sicherheitsgurtes: Bei langsamem Zug glitt das Seil durch, bei einem Ruck (also durch den Sturz) blockierte das Gerät. Der Sichernde hatte keinen Zug auf der Bremshand, musste lediglich das Seil richtig führen. Natürlich war weiterhin die volle Aufmerksamkeit beim Sichern gefragt, aber das Ausbouldern von Routen und damit verbundenes häufiges Stürzen und Hängen wurde für den Sichernden deutlich angenehmer und das Seil krangelte nicht mehr, wie es beispielsweise beim Sichern mit HMS-Technik oder dem Achter vorkam. Hatte das Gerät einmal blockiert, löste es sich erst wieder bei Entlastung, also durch weiter klettern, oder durch ziehen des Hebels, mit dem man den Kletterer dosiert ablassen konnte.

Natürlich gab es, wie bei allen Neuerungen im Sicherheitsbereich, auch etliche Kritiker. Vor allem das Argument, durch zu starkes Ziehen des Hebels und den darauf folgenden Schreckmoment, könne das Seil durchlaufen und es dadurch zum Absturz kommen. Was auch stimmte. Der Erfolg ließ sich durch dieses Szenario aber nicht ansatzweise aufhalten. Dieses Sicherungsgerät benötigte - wie jedes andere auch - eine fachkundige Einweisung. Denn alles was Menschen bedienen, kann falsch bedient werden. Auch beim GriGri musste und muss man natürlich wissen, wie das Gerät funktioniert.

GriGri+

Beim GriGri+ wurde der zulässige Seildurchmesser nochmals erweitert, von 8,5 – 11mm. Außerdem haben die Petzl Entwickler den häufigen Toprope-Einsatz in Kletterhallen erkannt. Das Sicherungsgerät ist jetzt einstellbar auf Vorstiegs- oder Toprope-Modus. Bei zweitem ist die Feder weicher und der Klemmnocken blockiert deutlich schneller, während im Vorstiegs-Modus die Seilausgabe durch festere Federeinstellung erleichtert wird.

Die größte Neuerung beim GriGri + ist allerdings die „Paniksicherung“. Wird der Ablasshebel zu stark gezogen und damit der Seildurchlass zu hoch, aktiviert sich die Sicherung und das Seil wird gebremst. Abgelassen werden kann also nur in einem bestimmten Bereich.

Eines ist also deutlich: Petzl hat im Laufe der Jahre nur sinnvolle Änderungen durchgeführt und beim GriGri nie den Blick für das Wesentliche verloren. Ein echter Meilenstein, schön, ein solches Produkt zu haben! Wir sind gespannt, was die Zukunft noch bereithält.

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