Daune richtig waschen & trocknen: so geht’s!
Daunenjacken und -schlafsäcke lassen sich viel unkomplizierter pflegen, als ihr Ruf es vermuten lässt. Mit ein paar einfachen Regeln ist Reinigen kein Problem und die Bauschkraft bleibt lange erhalten. Mit unseren Tipps kannst du deine Lieblingsjacke problemlos selbst waschen und trocknen.
von SPORT SCHUSTER
Die Vorteile von Daunenprodukten liegen auf der Hand: Sie sind schön warm bei leichtem Gewicht. Als Hauptnachteil wird häufig die aufwändige Reinigung von Daunenjacken und -schlafsäcken genannt. Doch das sollte dich nicht davon abhalten, deine Produkte ab und an zu waschen.
Wie häufig sollte man Daunenprodukte waschen? Zu häufig sollten Daunenprodukte nicht gewaschen werden, denn jede Wäsche reduziert die natürliche Fettschicht der Daunen. Allerdings bilden sich durch die Nutzung der Produkte Salzrückstände von Schweiß, die nicht zu lange in den Materialien lagern sollten. Denn das Salz beschädigt auf lange Zeit die Federn und beeinträchtigt so die Wärmeleistung. Je nach Produkt und Nutzung sollten Daunen ungefähr alle drei bis 5 Jahre gewaschen werden.
Wie wasche und trockne ich Daunen richtig?
Die Reinigung von Daunenjacken gar nicht so schwer, wie du vielleicht denkst. Kleine Flecken kannst du einfach mit einem feuchten Tuch und milder Seife entfernen. Bei größeren Verunreinigungen helfen dir die folgenden Schritte:
Schritt 1: Das richtige Daunen-Waschmittel
Die größte Gefahr für Daunen: Ein normales Waschmittel. Es spült den schützenden Fettfilm der Daunen raus und lässt sie dadurch austrocknen und brüchig werden. Spezielle Waschmittel für Daunen haben eine rückfettende Wirkung. Dadurch erhalten sie ihre Flexibilität und Spannkraft.
Schritt 2: Daune waschen
Bevor du deine Daunenjacke wäschst, solltest du unbedingt den eingenähten Pflegehinweis beachten. An den Symbolen oder dem Text erkennst du die empfohlene Waschtemperatur. Sie liegt für Daunen in der Regel bei maximal 30 °C. Außerdem solltest du die Jacke oder den Schlafsack nur kurz und bei niedrigen Umdrehungen (max. 800 U/min.) schleudern. Viele Waschmaschinen haben ein Daunenwäsche-Programm, das diese Anforderungen erfüllt.
Schritt 3: Daunen im Trockner trocknen?
Das gründliche Trocknen ist für die Erhaltung deiner Daunenprodukte entscheidend. Idealerweise sollten Schlafsäcke und dickere Daunenjacken nach dem Waschen in den Trockner im Schonprogramm. Der Trockner sorgt dafür, dass die wasserverklebten Daunen wieder aufgelockert und buschig werden. Nur so können sie später wieder ihre isolierende Wirkung entfalten. Auch im Trockner auf die Temperatur achten: 30 °C genügen. Lieber länger bei niedriger Temperatur trocknen als zu heiß.
Je nach Füllmenge kann das Trocknen mehrere Stunden dauern. Daher kann es sinnvoll sein, das Kleidungsstück oder den Schlafsack zwischendurch abkühlen zu lassen, aufzuschütteln und Klümpchen mit den Fingern zu lösen.
Tipp: Füge Tennisbälle oder Trocknerbälle hinzu, um die Daunen aufzulockern und gleichmäßig zu trocknen.
Kann man Daunenjacken auch ohne Trockner trocknen? Wenn du keinen Trockner zur Verfügung hast und an der Luft trocknen musst, dann schüttle die Daunen regelmäßig auf und wende sie. Achte darauf, deinen Daunenprodukt nicht in direktes Sonnenlicht oder auf die Heizung zu legen.
Schritt 4: Daunenjacken und -schlafsäcke richtig lagern
Nach dem Waschen oder Trocknen solltest du das Daunenteil noch für ein bis zwei Tage auf einem Wäscheständer liegen lassen. So gewährleistest du, dass die letzte Feuchtigkeit entweicht und die Daunen ihren ursprünglichen Loft zurückgewinnen.
Ganz wichtig: Für längere Zeit – zum Beispiel über den Sommer – solltest du Daunenschlafsäcke oder -jacken niemals zusammengeknüllt im Packsack lagern. Denn dadurch verlieren die Daunen ihre Bauschkraft. Der Packsack ist nur für den kurzzeitigen Transport etwa im Rucksack gedacht. Besser: Die Daunenteile aufgelockert an einem trockenen und luftigen Ort lagern. Damit meinen wir nicht einen feuchten Keller, eher einen voluminösen Kleiderschrank in der Wohnung.
Meine Daunenjacke verliert Federn: was kann ich tun?
Daunen sind sehr fein und weich, aber im Prinzip so aufgebaut wie normale Federn. Das heißt, auch sie haben einen festen Federkiel. Dieser ist jedoch hauchdünn. Und so findet hin und wieder eine Daune den Weg durch das Außengewebe oder eine Naht.
Was man in diesem Fall machen sollte: die Daune von der Unterseite wieder in die Kammer zurückziehen. Zieht man sie hingegen am Kiel aus der Kammer heraus, vergrößert sich die Lücke im Gewebe – und es folgen meist weitere Daunen.
Immer versuchen, die Feder von innen wieder zurückzuziehen.
Was tun bei einem Loch?
Hat die Jacke tatsächlich einmal ein kleines Loch, durch das regelmäßig Daunen austreten, lässt sich das mit einem Nahtversiegelungsmittel (beispielsweise SeamGrip) problemlos und fast unsichtbar verschließen. Bei größeren Schäden im Gewebe, wie einem Riss, helfen Reparatur-Klebebänder. Ab einer gewissen Lochgröße bleibt – sofern du nicht selbst flicken möchtest – der Gang zum Profi, wie etwa unserem hauseigenen Reparaturservice: → Zur Schuster Schneiderei
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