Tourentipp: Die Benediktenwand-Überschreitung
Sichtbar ist sie schon von weitem, mit Ihrem langen Grat und den hellen Kalkwänden. Der wohl bekannteste Voralpengipfel – die Benediktenwand! Oben zu stehen ist beeindruckend, den gesamten Gratrücken vom Brauneck aus zu überschreiten ziemlich überwältigend. Mit den Karwendelbergen links und dem grünen Isartal rechts. Eine oberbayrische Paradetour für Trittsichere und Schwindelfreie!
von SPORT SCHUSTER
Vom Brauneck zur Benediktenwand
Das Brauneck kann entweder zusätzlich ab Lenggries fleißig erwandert werden, oder man nutzt für den ersten Aufstieg die Bahn. Vom Brauneckgipfel geht es immer den grasigen Kamm entlang. Kurz vor der ersten Zwischenstation, dem Latschenkopf, können Gipfelsammler auch noch den Felskopf des Kirchsteins mit „einpacken“. Vom Latschenkopf geht es steil durch dichten Latschenkiefer-Bestand (der Name ist Programm) abwärts bis zum Probstalmsattel, dann wartet der erste der drei Achselköpfe und eine Felsstufe, die mit Hilfe einer Leiter überwunden wird, auf die Wanderer. Beim zweiten Achselkopf heißt es sogar etwas Schrofenkraxelei und Drahtseilsicherung beim Aufstieg und auch der folgende Abstieg ist recht steil. Das Plateau des dritten Kopfes wird über einen grasigen, latschenbewachsenen Rücken und einige Schrofen erreicht. Hinunter geht es wieder entlang von Drahtseilen. Unten in der Senke ist eine Abzweigung, diese nimmt man beim Rückweg, lässt sie aber jetzt unbeachtet.
Es geht weiter zum Rotöhrsattel, hier kommt auch der Weg von der Tutzinger Hütte herauf. Man geht in Richtung Felsen weiter und kraxelt entlang der Drahtseilsicherungen über Felsstufen und eine Felssrampe. Nach kurzem Ab- und Aufstieg wird eine schrofige Rinne erreicht, die zum Kamm hinaufführt. Diesen wandert man zwischen Latschenkiefern hindurch entlang bis zum Gipfel der Benediktenwand, wo ein unbeschreibliches Panorama wartet: Karwendel, Rofan, Walchensee und Isartal! Die bisherige Gehzeit liegt bei ungefähr 3 ½ Stunden.
Der Abstieg
Man folgt zuerst dem Aufstiegsweg bis zurück unter den letzten Achselkopf, wo links die besagte Abzweigung Richtung „Brauneck-Längental-Arzbach-Lenggries“ wartet. Hier geht’s jetzt lang bis zu einer erneuten Abzweigung an einer Felswand. Jetzt folgt man dem Schild in Richtung Brauneck und erreicht nach einem Gegenanstieg wieder den Probstalmsattel. Der Aufstiegsweg wird überquert und weiter geht's in Richtung „Idealhang Stiealm, Brauneckbahn Bergstation…“ zurück zum Ausgangspunkt.